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Materialien zu Bachofens >Das Mutterrecht<
Herausgegeben von Hans-Jürgen Heinrichs

Deutsch · Taschenbuch

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Beschreibung

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Für viele war Bachofen der Romantiker par excellence, in seinem Werk sei gleichsam die gesamte deutsche Romantik an ihrem Ziele angekommen. Der Faschismus bemächtigte sich seiner Mutterschaftsideologie, insofern sie reaktionäre Tendenzen beinhalte. Dagegen steht die Rezeption der Marxisten, für die Bachofen unter der Schicht der bürgerlichen Renaissance die kostbaren Elemente früherer Gesellschaften hervorgegraben hat.
Die Wirkungsgeschichte von Johann Jakob Bachofens Forschung, konzentriert auf das Riesenwerk Das Mutterrecht (1861), wird hier umgreifend dokumentiert. Damit soll der Zugang zu einer Diskussion wiedereröffnet werden, die sich auf so verschiedene Disziplinen wie Gesellschaftstheorie, Ethnologie und Mythologie, Altertumswissenschaft und Philologie äußerst fruchtbar ausgewirkt hat.
Die mutterrechtliche Gesellschaft wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von den Ethnologen erforscht. Bachofen hatte jedoch lange davor seine umfassende, aus vor allem altertumswissenschaftlichen und mythologischen Quellen schöpfende Studie vorgelegt. Gesellschaftstheoretiker wie Engels und Bebel machten sich die Resultate für ihre Forderung nach einer grundlegenden gesellschaftlichen Veränderung zunutze. Nach der gegensätzlichen geistesgeschichtlichen Rezeption in den 20er und 30er Jahren setzten Reich, Benjamin, Bloch, Fromm u.v.a. noch einmal ganz neue Akzente. Diese Forschung ist in ihren Impulsen und Resultaten auch Teil der begründeten emanzipatorischen Bewegung. Gab es je matriarchalisch (mutterrechtlich) oder gar gynaikokratisch (frauenherrschafftlich) strukturierte Gesellschaften? Wenn ja, welche Stellung nahm die Frau wirklich in den verschiedenen politischen, sozialen und kulturellen Bereichen ein?
Engels bescheinigte Bachofen, das sein Werk eine »vollständige Revolution« gewesen sei. Die geschichtliche und aktuelle Wahrheit dieses Werkes gilt es neu herauszuarbeiten und für die Veränderung zu nutzen.

Über den Autor / die Autorin

Hans-Jürgen Heinrichs, geb. 1945, ist Psychologe und Ethnologe, Promotion zu psychoanalytischen und ethnologischen Theorien. Lehrtätigkeit an deutschen und schweizer Universitäten. Herausgeber ethnologischer und psychoanalytischer Werke, im Mai 2002 ausgezeichnet mit dem 'Preis für Dialogisches Denken". Der Autor lebt in Frankfurt und Gomera.

Zusammenfassung

Für viele war Bachofen der Romantiker par excellence, in seinem Werk sei gleichsam die gesamte deutsche Romantik an ihrem Ziele angekommen. Der Faschismus bemächtigte sich seiner Mutterschaftsideologie, insofern sie reaktionäre Tendenzen beinhalte. Dagegen steht die Rezeption der Marxisten, für die Bachofen unter der Schicht der bürgerlichen Renaissance die kostbaren Elemente früherer Gesellschaften hervorgegraben hat.

Die Wirkungsgeschichte von Johann Jakob Bachofens Forschung, konzentriert auf das Riesenwerk
Das Mutterrecht
(1861), wird hier umgreifend dokumentiert. Damit soll der Zugang zu einer Diskussion wiedereröffnet werden, die sich auf so verschiedene Disziplinen wie Gesellschaftstheorie, Ethnologie und Mythologie, Altertumswissenschaft und Philologie äußerst fruchtbar ausgewirkt hat.

Die mutterrechtliche Gesellschaft wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von den Ethnologen erforscht. Bachofen hatte jedoch lange davor seine umfassende, aus vor allem altertumswissenschaftlichen und mythologischen Quellen schöpfende Studie vorgelegt. Gesellschaftstheoretiker wie Engels und Bebel machten sich die Resultate für ihre Forderung nach einer grundlegenden gesellschaftlichen Veränderung zunutze. Nach der gegensätzlichen geistesgeschichtlichen Rezeption in den 20er und 30er Jahren setzten Reich, Benjamin, Bloch, Fromm u.v.a. noch einmal ganz neue Akzente. Diese Forschung ist in ihren Impulsen und Resultaten auch Teil der begründeten emanzipatorischen Bewegung. Gab es je matriarchalisch (mutterrechtlich) oder gar gynaikokratisch (frauenherrschafftlich) strukturierte Gesellschaften? Wenn ja, welche Stellung nahm die Frau wirklich in den verschiedenen politischen, sozialen und kulturellen Bereichen ein?
Engels bescheinigte Bachofen, das sein Werk eine »vollständige Revolution« gewesen sei. Die geschichtliche und aktuelle Wahrheit dieses Werkes gilt es neu herauszuarbeiten und für die Veränderung zu nutzen.

Produktdetails

Mitarbeit Hans-Jürgen Heinrichs (Herausgeber), Hans-Jürge Heinrichs (Herausgeber), Burckhardt Lindner (Übersetzung), Burkhardt Lindner (Übersetzung)
Verlag Suhrkamp
 
Sprachen Deutsch
Inhalt Buch
Produktform Taschenbuch
Erscheinungsdatum 01.01.1975
Thema Sozialwissenschaften, Recht,Wirtschaft > Soziologie > Frauen- und Geschlechterforschung
 
EAN 9783518277362
ISBN 978-3-518-27736-2
Anzahl Seiten 457
Abmessung (Verpackung) 10.8 x 17.7 x 2.4 cm
Gewicht (Verpackung) 277 g
 
Serie suhrkamp taschenbuch wissenschaft > 136
Suhrkamp Taschenbücher Wissenschaft > Bd.136
suhrkamp taschenbuch wissenschaft > 136
Suhrkamp Taschenbücher Wissenschaft > Bd.136
Themen Matriarchat, Familie, Mythologie, Emanzipation, Sozialtheorie, Sozialgeschichte, Tradition, Gesellschaftstheorie, Ethnologie, Faschismus, Altertumswissenschaft, Romantik, Interdisziplinäre Studien, Gender, Feminismus und feministische Theorie, Philologie, Mutterschaftsideologie, Gesellschaftliche Gruppen und Identitäten
 

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