vergriffen

Geschichtswissenschaft und 'performative turn'
Ritual, Inszenierung und Performanz vom Mittelalter bis zur Neuzeit. Mit Beitr. in engl. Sprache

Deutsch, Englisch · Fester Einband

Beschreibung

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Seit geraumer Zeit wird in den Kulturwissenschaften ein "performative turn" diskutiert. Im Zentrum dieser "Wende" steht die Frage, wie menschliches Handeln kulturelle Deutungsmuster und Selbstbilder widerspiegelt, festigt und neu hervorbringt. Die Zeitgenossen können ihre Handlungen bewusst inszenieren und auf großer Bühne vorführen, sie können sie aber auch als Teil der alltäglichen Routine unbewusst als etwas "ganz Selbstverständliches" oder "Na-türliches" vollziehen. Gleichwohl gehorchen alle diese Handlungen bestimmten, sich wandelnden Regelsystemen und Mechanismen. Während ein solcher Zugriff für das Mittelalter und die Frühe Neuzeit schon seit einiger Zeit erprobt wird, geht der vorliegende Band einen Schritt weiter: Er koppelt Studien zu vormodernen Kulturen mit entsprechenden Betrachtungen des 19. und
20. Jahrhunderts und trägt so dazu bei, das überkommene Bild einer Dichotomie zwischen einer vermeintlich handlungsbasierten, irrationalen Vormoderne und einer textbasierten, rationalen Moderne aufzubrechen.Seit geraumer Zeit wird in den Kulturwissenschaften ein "performative turn" diskutiert. Im Zentrum dieser "Wende" steht die Frage, wie menschliches Handeln kulturelle Deutungsmuster und Selbstbilder widerspiegelt, festigt und neu hervorbringt. Die Zeitgenossen können ihre Handlungen bewusst inszenieren und auf großer Bühne vorführen, sie können sie aber auch als Teil der alltäglichen Routine unbewusst als etwas "ganz Selbstverständliches" oder "Na-türliches" vollziehen. Gleichwohl gehorchen alle diese Handlungen bestimmten, sich wandelnden Regelsystemen und Mechanismen. Während ein solcher Zugriff für das Mittelalter und die Frühe Neuzeit schon seit einiger Zeit erprobt wird, geht der vorliegende Band einen Schritt weiter: Er koppelt Studien zu vormodernen Kulturen mit entsprechenden Betrachtungen des 19. und 20. Jahrhunderts und trägt so dazu bei, das überkommene Bild einer Dichotomie zwischen einer vermeintlich handlungsbasierten, irrationalen Vormoderne und einer textbasierten, rationalen Moderne aufzubrechen.

Über den Autor / die Autorin

Jürgen Martschukat ist Professor für Nordamerikanische Geschichte an der Universität Erfurt.

Steffen Patzold lehrt mittelalterliche Geschichte an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Geschichte des Früh- und Hochmittelalters.

Produktdetails

Autoren Jürgen Martschukat
Mitarbeit Jürgen Martschukat (Herausgeber), Steffen Patzold (Herausgeber)
Verlag Böhlau
 
Sprachen Deutsch, Englisch
Inhalt Buch
Produktform Fester Einband
Erscheinungsdatum 01.01.2003
Thema Geisteswissenschaften, Kunst, Musik > Geschichte > Allgemeines, Lexika
 
EAN 9783412072032
ISBN 978-3-412-07203-2
Anzahl Seiten 288
Illustration 10 schw.-w. Abb auf 8 Taf.
Abmessung (Verpackung) 15.9 x 2.6 x 23.5 cm
Gewicht (Verpackung) 600 g
 
Serie Norm und Struktur > Bd.19
Norm und Struktur > 19
Themen Kulturgeschichte
Zwanzigstes Jahrhundert
Neunzehntes Jahrhundert
Geschichtswissenschaft
 

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