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Die nachfolgende Arbeit wurde im Juni 2002 vom Fachbereich Politik- und Sozial wissenschaften der Freien Universität Berlin als Dissertation angenommen. Ich wäre nicht in der Lage gewesen, sie zu schreiben, wenn mir nicht zahlreiche Menschen in verschiedener Weise geholfen hätten. Mein herzlicher Dank gilt Herrn Prof. Dr. Wolf-Dieter Narr, der das Vorhaben von der ersten Ideenskizze bis zum fertigen Manuskript begleitete und mir immer wieder behutsam neue Wege wies. Ebenfalls bedanke ich mich bei Herrn Priv.-Doz. Dr. Norbert Pütter, der mir insbesondere bei der Konzeption des empirischen Teils zur Seite stand, und bei Frau Prof. Dr. Barba ra Riedmüller, die das Zweitgutachten anfertigte. Freunde haben mich in verschiedenen Phasen unterstützt, vor allem indem sie Passagen der Arbeit lasen und konstruktive Kritik übten. Zu erwähnen sind hier ins besondere Dipl.-Pol. Albrecht von Lucke, Dr. Hiltrud Wallenborn, Dipl.-Soz. Jutta Kirsch und Dr. Michael Haus. Meine Eltern haben nicht nur mein Studium großzü gig finanziert, sondern meinen Weg auch immer ideell unterstützt. Von der Konrad Adenauer-Siftung habe ich ein Stipendium erhalten, das mich in die komfortable Lage versetzte, mich ganz auf meine wissenschaftlichen Arbeit zu konzentrieren.
Über den Autor / die Autorin
Benno Kirsch ist Politikwissenschaftler an der Freien Universität Berlin.
Zusammenfassung
Das Bewachungsgewerbe ist expandiert und der Anblick von Wachmännern im öffentlichen Straßenbild fast zur Normalität geworden. Nicht mehr nur die Polizei steht bereit, die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten. Das Nebeneinander von öffentlicher Polizei und privaten Sicherheitsdiensten löst Beunruhigung aus, weil die Implikationen dieses Wandels unklar bleiben. Wird man in Zukunft für Sicherheit bezahlen müssen, weil sich die Polizei von dieser Aufgabe zurückzieht? Wird die Distribution von Gewalt vom Staat in private Hände übergehen? Ist folglich das Gewaltmonopol in Gefahr? Die vorliegende Studie will den Schleier, der die privaten Sicherheitsdienste umgibt, ein wenig lüften, indem sie empirisch ihre Bewachungstätigkeit und die Zusammenarbeit mit der Polizei in zwei deutschen Großstädten beschreibt. Zu diesem Zweck hat der Autor Wachleute und Polizisten auf ihren Streifengängen begleitet und Interviews mit ihnen geführt. Er gelangt zu dem überraschenden Befund, dass die Macht der privaten Sicherheitsdienste bloß abgeleitet ist. Das Bewachungsgewerbe ist fest in den staatlichen Sicherheitszusammenhang eingebettet. Im Zentrum aller Sicherheitsbemühungen steht nach wie vor die Polizei - in ihrer ganzen Ambivalenz.