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Die Krise zeigt, wie unbedacht es war, einem heterogenen Wirtschaftsraum eine Einheitswährung zu verordnen, ohne ihn politisch zu einen. Die Eurozone ist nun gespalten in Gewinner und Verlierer. Der Süden ächzt unter dem verheerenden Spardiktat, rechtspopulistische Kräfte machen im Norden mobil. Wir haben es mit einer Krise des Krisenmanagements zu tun: Die Technokraten in Brüssel haben kein demokratisches Mandat, während nationale Regierungen andere Ziele verfolgen als das europaweite Gemeinwohl.
Claus Offe kartographiert die Zwickmühlen, in denen die EU steckt. Er plädiert für eine gemeinsame Wirtschafts- und Sozialpolitik, die die Bürger für Europa gewinnen und das Gefälle in der Eurozone abflachen könnte.
Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
Vorwort
Einleitung
Demokratischer Kapitalismus und Europäische Union
Die Natur der Krise
Wachstum, Schulden und Teufelskreise
Kein Zurück zum Ausgangspunkt
Auf der Suche nach politischer Handlungsfähigkeit
Motive für das politische Projekt der EU-Integration
Politische Kräfte und Interessen
Die deutsche Führungsrolle? Eine Scheinlösung
Ausgedünnte demokratische Rechte: Die hässliche Seite des EU-Herrschaftssystems
Umverteilung zwischen Staaten, Klassen und Generationen
Literatur
Über den Autor / die Autorin
Claus Offe war bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2005 Professor für Politische Soziologie und Sozialpolitik an der Humboldt-Universität zu Berlin und lehrt heute Politische Soziologie an der Hertie School of Governance.
Zusammenfassung
Die Krise zeigt, wie unbedacht es war, einem heterogenen Wirtschaftsraum eine Einheitswährung zu verordnen, ohne ihn politisch zu einen. Die Eurozone ist nun gespalten in Gewinner und Verlierer. Der Süden ächzt unter dem verheerenden Spardiktat, rechtspopulistische Kräfte machen im Norden mobil. Wir haben es mit einer Krise des Krisenmanagements zu tun: Die Technokraten in Brüssel haben kein demokratisches Mandat, während nationale Regierungen andere Ziele verfolgen als das europaweite Gemeinwohl.
Claus Offe kartographiert die Zwickmühlen, in denen die EU steckt. Er plädiert für eine gemeinsame Wirtschafts- und Sozialpolitik, die die Bürger für Europa gewinnen und das Gefälle in der Eurozone abflachen könnte.
Zusatztext
»In bewährter Manier analysiert Offe sachlich klar, faktengesättigt und pointiert …«
Bericht
»Offes Abrechnung mit der EU ist schlechthin brillant und von großer analytischer Schärfe.« Thomas Assheuer DIE ZEIT 20161027