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Warum sind Organisationen für die Gesellschaftsstruktur so wichtig, warum
werden sie immer wichtiger? Was hat der internationale Forschungsstand zu
bieten, und was sind die offenen Fragen der Organisationssoziologie? Die
Bedingungen sozialer Ordnung und die Bestimmungsgründe sozialen Wandels
sind in modernen Gesellschaften ohne Organisation nicht denkbar. Für die
Sozialstrukturanalyse ist die Berücksichtigung dieser intermediären Ebene
zwingend.
Im Vordergrund dieses Buches stehen das Spannungsfeld zwischen
Vertrauen und Kontrolle in und zwischen Organisationen und die Spannungen
und Verwerfungen, die in den vielen relationalen Bezügen zwischen
Organisationen und ihren Umwelten vorhanden sind. Fragen nach sozialer
Ungleichheit in Organisationen und nach organisatorischem Wandel werden
aufgeworfen. Innovative Fragen werden gestellt und beantwortet, so zu
organisatorischen Regelverläufen, zur Ressourcenteilung in
Organisationsnischen, zum Stellenwert von Gerechtigkeitsvorstellungen für
Organisationserträge. Der Band stellt sich methodischen Herausforderungen:
Das Denken in einseitigen Kausalitätsbezügen wird hinterfragt, Organisation
wird relational und dynamisch rekonzipiert. Dieser Band will der
Organisationsforschung, die sich in Deutschland gerade nachhaltig
etabliert, neue Impulse geben.
Über den Autor / die Autorin
Jutta Allmendinger, geboren 1956, ist nach Stationen am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin, an der Harvard Business School und an der Ludwig-Maximilians-Universität München seit 2007 Professorin für Bildungssoziologie und Arbeitsmarktforschung an der Humboldt-Universität zu Berlin und Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB). Sie ist Autorin und Herausgeberin zahlreicher Bücher; für ihre wissenschaftliche und gesellschaftspolitische Arbeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Communicator-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft und im Jahr 2013 mit dem Schader-Preis.
Zusammenfassung
Warum sind Organisationen für die Gesellschaftsstruktur so wichtig, warum
werden sie immer wichtiger? Was hat der internationale Forschungsstand zu
bieten, und was sind die offenen Fragen der Organisationssoziologie? Die
Bedingungen sozialer Ordnung und die Bestimmungsgründe sozialen Wandels
sind in modernen Gesellschaften ohne Organisation nicht denkbar. Für die
Sozialstrukturanalyse ist die Berücksichtigung dieser intermediären Ebene
zwingend.
Im Vordergrund dieses Buches stehen das Spannungsfeld zwischen
Vertrauen und Kontrolle in und zwischen Organisationen und die Spannungen
und Verwerfungen, die in den vielen relationalen Bezügen zwischen
Organisationen und ihren Umwelten vorhanden sind. Fragen nach sozialer
Ungleichheit in Organisationen und nach organisatorischem Wandel werden
aufgeworfen. Innovative Fragen werden gestellt und beantwortet, so zu
organisatorischen Regelverläufen, zur Ressourcenteilung in
Organisationsnischen, zum Stellenwert von Gerechtigkeitsvorstellungen für
Organisationserträge. Der Band stellt sich methodischen Herausforderungen:
Das Denken in einseitigen Kausalitätsbezügen wird hinterfragt, Organisation
wird relational und dynamisch rekonzipiert. Dieser Band will der
Organisationsforschung, die sich in Deutschland gerade nachhaltig
etabliert, neue Impulse geben.
Vorwort
Neues Sonderheft der KZfSS