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Den Ausgangspunkt des Buches bildet die Cassirersche Definition des Menschen als ein symbolisches Wesen, das seine Welt durch Zeichen versteht und bestimmt. In dieser Hinsicht wird die Malerei als eine der ältesten menschlichen Ausdrucksformen interpretiert, durch die der Mensch schreibend die Natur erforscht und sich seiner eigenen Natur bewußt wird: sie wird zur Zeichensetzung, in der das Schreiben dominiert.
Die Komplexität des bildnerischen Zeichencharakters entfaltet Elize Bisanz durch den Versuch, eine Parallele zwischen der Entwicklungsgeschichte der modernen Malerei - die Befreiung des bildnerischen Zeichens von seiner streng symbolischen Funktion hin zur Abstraktion - und der Etablierung der semiotischen Bildtheorien für die Analyse von abstrakten ästhetischen Zeichen zu ziehen. Die Autorin präsentiert beide Entwicklungen, sowohl die der Sprache des malerischen Zeichens wie auch die Entwicklung der Metasprache der ästhetisch-semiotischen Analyse, als komplementäre Größen des ästhetischen Feldes. Sie zeigt, dass beide Entwicklungsgeschichten eine Gemeinsamkeit aufweisen: die Hinwendung zur Sprache und zur Struktur der Malerei.
Mit der Definition der Malerei als écriture verbindet das Buch drei Pfeiler der modernen Ästhetik: Cézannes Versprechen, die Wahrheit in der Malerei zu zeigen, Adornos Verankerung des Wahrheitsbegriffs in der dialektischen Beschaffenheit des ästhetischen Werks und Derridas grammatologische Suche nach der Wahrheit der Malerei in der malerischen Sprache.
Über den Autor / die Autorin
Elize Bisanz (Prof. Dr.) lehrt Bild- und Kulturwissenschaft an der Leuphana Universität Lüneburg. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Bildwissenschaft, Kulturwissenschaft, Ästhetik und Semiotik.
Zusammenfassung
Den Ausgangspunkt des Buches bildet die Cassirersche Definition des Menschen als ein symbolisches Wesen, das seine Welt durch Zeichen versteht und bestimmt. In dieser Hinsicht wird die Malerei als eine der ältesten menschlichen Ausdrucksformen interpretiert, durch die der Mensch schreibend die Natur erforscht und sich seiner eigenen Natur bewußt wird: sie wird zur Zeichensetzung, in der das Schreiben dominiert.
Die Komplexität des bildnerischen Zeichencharakters entfaltet Elize Bisanz durch den Versuch, eine Parallele zwischen der Entwicklungsgeschichte der modernen Malerei - die Befreiung des bildnerischen Zeichens von seiner streng symbolischen Funktion hin zur Abstraktion - und der Etablierung der semiotischen Bildtheorien für die Analyse von abstrakten ästhetischen Zeichen zu ziehen. Die Autorin präsentiert beide Entwicklungen, sowohl die der Sprache des malerischen Zeichens wie auch die Entwicklung der Metasprache der ästhetisch-semiotischen Analyse, als komplementäre Größen des ästhetischen Feldes. Sie zeigt, dass beide Entwicklungsgeschichten eine Gemeinsamkeit aufweisen: die Hinwendung zur Sprache und zur Struktur der Malerei.
Mit der Definition der Malerei als écriture verbindet das Buch drei Pfeiler der modernen Ästhetik: Cézannes Versprechen, die Wahrheit in der Malerei zu zeigen, Adornos Verankerung des Wahrheitsbegriffs in der dialektischen Beschaffenheit des ästhetischen Werks und Derridas grammatologische Suche nach der Wahrheit der Malerei in der malerischen Sprache.
Zusatztext
Den Ausgangspunkt des Buches bildet die Cassirersche Definition des Menschen
als ein symbolisches Wesen, das seine Welt durch Zeichen versteht und bestimmt.
In dieser Hinsicht wird die Malerei als eine der ältesten menschlichen
Ausdrucksformen interpretiert, durch die der Mensch schreibend die Natur
erforscht und sich seiner eigenen Natur bewusst wird: sie wird zur Zeichensetzung,
in der das Schreiben dominiert. Die Komplexität des bildnerischen Zeichencharakters
entfaltet Elize Bisanz durch den Versuch, eine Parallele zwischen der Entwicklungsgeschichte
der modernen Malerei - die Befreiung des bildnerischen Zeichens von seiner
streng symbolischen Funktion hin zur Abstraktion - und der Etablierung
der semiotischen Bildtheorien für die Analyse von abstrakten ästhetischen
Zeichen zu ziehen. Die Autorin präsentiert beide Entwicklungen, sowohl
die der Sprache des malerischen Zeichens wie auch die Entwicklung der Metasprache
der ästhetisch-semiotischen Analyse, als komplementäre Größen des ästhetischen
Feldes. Sie zeigt, dass beide Entwicklungsgeschichten eine Gemeinsamkeit
aufweisen: die Hinwendung zur Sprache und zur Struktur der Malerei. Mit
der Definition der Malerei als ecriture verbindet das Buch drei Pfeiler
der modernen Ästhetik: Cezannes Versprechen, die Wahrheit in der Malerei
zu zeigen, Adornos Verankerung des Wahrheitsbegriffs in der dialektischen
Beschaffenheit des ästhetischen Werks und Derridas grammatologische Suche
nach der Wahrheit der Malerei in der malerischen Sprache.