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Inästhetik denkt die Kunst von der Philosophie und die Philosophie von der Kunst her, ohne dabei das eine zum Objekt des anderen zu machen, ohne eines ans andere zu binden oder dem anderen unterzuordnen in der Überzeugung, dass in der Philosophie wie in der Kunst das Unendliche nur jeweils unterschiedliche endliche Formgebungen erfährt. Inästhetik zeichnet »die aus der unabhängigen Existenz bestimmter Kunstwerke hervorgehenden intraphilosophischen Wirkungen« nach, wobei die Philosophie die Immanenzebene bereitstellt. Inästhetik bringt ein Denken in Anschlag, das Kunst und Philosophie gleichermaßen als Wahrheitsproduktion auffasst und, im Sinne Badious, die »Treue« zu diesen Wahrheiten aufrechterhält. Inästhetik versucht die Ebene einer allgemeinen Ontologie zu fixieren, auf der sich das Verhältnis von Philosophie und Kunst aufspannt. Inästhetik erscheint als Zeitschrift im Halbjahresrhythmus und stellt unter wechselnden Thementiteln internationale Positionen neben explizit jüngere Ansätze. Inästhetik will internationale zeitgenössische Konfigurationen sichtbar machen und operiert daher bewusst mehrsprachig.
Über den Autor / die Autorin
Tobias Huber (geboren 1985), Herausgeber von From Decision to Heresy (Falmouth, i.E.), bereitet derzeit mit Robin Mackay eine Konferenz mit dem Titel "Future of Philosophy" und mit Miguel Abreu eine Veranstaltungsreihe zur "Non-Philoso phie" vor.
Marcus Steinweg, geboren 1971 in Koblenz, lebt als Philosoph und Autor in Berlin. Mehrjährige Zusammenarbeit mit dem Künstler Thomas Hirschhorn.