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Ralph Giordanos schriftstellerisches Debüt, das manche Motive seines großen Familienromans Die Bertinis vorwegnimmt Erst fünfzehn ist der Ich-Erzähler, als er am Morgen nach der ersten Pogromnacht der Nazis in Hamburg dem Juden Morris begegnet. Vor dem Hintergrund von Deportation, Tod und Verfolgung entsteht eine Freundschaft, die den Krieg, die Bombennächte und alle Gefahr überdauert.
Viele eigene Erlebnisse sind eingeflossen in diese Novelle, die Ralph Giordano gleich nach der Befreiung 1945 niederschrieb. So wie Morris musste sich auch Giordano in den letzten Wochen des Krieges in einem Hamburger Ruinenkeller vor der Gestapo verstecken; ähnlich wie Morris erlebte er, wie nahe Verwandte verschleppt wurden.
»Morris - das ist die Geschichte jugendlicher Hingabe an Bedrohte, ein Bekenntnis der Anfälligkeit für Schwächere, ohnmächtig gegenüber dem inneren Zwang, ihnen auch unter Gefahr für den eigenen Leib, für das eigene Leben zu helfen«, schreibt Ralph Giordano in seinem Vorwort.
Über den Autor / die Autorin
Ralph Giordano wurde 1923 in Hamburg geboren. Sein Vater war Sohn eines Italieners und einer Deutschen, seine Mutter Jüdin. Er besuchte das Gymnasium und wurde nach Erlass der Nürnberger Gesetze der Schule verwiesen. Es folgten Verfolgung, Folter, Flucht, Versteck, im Mai 1945 dann die Befreiung. 1946 begann er mit seiner journalistischen Arbeit. Ab 1964 machte er Fernsehdokumentationen für den Westdeutschen Rundfunk und den Sender Freies Berlin, es erschienen zahlreiche Reportagen, Essays und Erzählungen. Ralph Giordano verstarb im Dezember 2014.
Zusammenfassung
Morris
- Eine Geschichte über jugendliche Hingabe und Mut in Zeiten des Holocausts
Ralph Giordanos schriftstellerisches Debüt, das manche Motive seines späteren Familienromans Die Bertinis vorwegnimmt, ist eine eindringliche Novelle über eine ungewöhnliche Freundschaft während des Zweiten Weltkriegs. Der fünfzehnjährige Ich-Erzähler begegnet am Morgen nach der ersten Pogromnacht der Nazis in Hamburg dem Juden
Morris
. Vor dem Hintergrund von Deportation, Tod und Verfolgung entsteht eine Verbindung, die den Krieg, die Bombennächte und alle Gefahren überdauert.
Viele eigene Erlebnisse sind in diese Geschichte eingeflossen, die Giordano gleich nach der Befreiung 1945 niederschrieb. So wie
Morris
musste sich auch der Autor in den letzten Wochen des Krieges in einem Hamburger Ruinenkeller vor der Gestapo verstecken; ähnlich wie sein Protagonist erlebte er, wie nahe Verwandte verschleppt wurden.
»
Morris
- das ist die Geschichte jugendlicher Hingabe an Bedrohte, ein Bekenntnis der Anfälligkeit für Schwächere, ohnmächtig gegenüber dem inneren Zwang, ihnen auch unter Gefahr für den eigenen Leib, für das eigene Leben zu helfen«, schreibt Ralph Giordano in seinem Vorwort zu diesem bewegenden Zeugnis über Menschlichkeit in dunkelsten Zeiten.