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Aus
Erzählung

Deutsch · Taschenbuch

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Was bleibt, wenn alles, noch einmal, gesagt worden ist?

Wenn es "aus" ist, und das letzte Gespräch geführt? Wenn der Sohn dem Vater unwiderruflich erklärt hat, wie alles hat kommen müssen und wie der Vater dem Sohn die Luft genommen hat zum Atmen, zum Leben? Und wenn nun der Sohn in der Lage ist, dem Vater, buchstäblich, die Luft zu nehmen?Was bleibt, ist eine tödliche Fiktion. Und das Erschrecken des Sohnes über die eigene Geschichte, die er doch, von langer Hand vorbereitet, dem nun hilflosen Vater als dessen Geschichte, als dessen Schuld aufnötigen will.

In der Erzählung, in der ein Leben summierenden Abrechnung ist aus dem Opfer ein Täter geworden. Und wenn dann alles "aus" ist, kann er dies dem Vater, der doch Täter sein sollte, nicht mehr vorrechnen. Wenn der Österreicher Alois Hotschnig die Geschichte des Sohnes erzählt, in einer Sprache, die den narben nachspürt, die der Vater dem Sohn schlug, dann führt er vor, wie diese Narben zu wuchern beginnen; dann führt er vor, wie Selbstmitleid ein Opfer zum Täter macht und wie in den Geschichten, die wir uns zur Entlastung erfinden, alltägliche Gewalt sich forterbt, über Generationen. Es geht in dieser ersten größeren Erzählung von Alois Hotschnig nicht nur um die Gewaltverhältnisse zwischen Vätern und Söhnen. Es geht vor allem um die Macht der Fiktionen, die aus tiefen Verletzungen entspringen.

Über den Autor / die Autorin

Alois Hotschnig, 1959 geboren, lebt als freier Autor in Innsbruck. 1989 erschien die Erzählung "Aus", für die Hotschnig den Förderpreis des Landes Kärnten erhielt, 1990 die Erzählung "Eine Art Glück". 1992 wurde Alois Hotschnig beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt mit dem Preis des Landes Kärnten ausgezeichnet. Ebenfalls 1992 erschien sein Roman "Leonardos Hände", der mit dem Anna-Seghers-Preis ausgezeichnet wurde. 1994 Uraufführung des Theaterstücks "Absolution" in Wien. Hotschnig erhielt 1999 das Robert-Musil-Stipendium.§2010 wird ihm der von der österreichischen Industrie gestifteten "Anton Wildgans-Preis 2009" verliehen.

Zusammenfassung

Was bleibt, wenn alles, noch einmal, gesagt worden ist?



Wenn es „aus“ ist, und das letzte Gespräch geführt? Wenn der Sohn dem Vater unwiderruflich erklärt hat, wie alles hat kommen müssen und wie der Vater dem Sohn die Luft genommen hat zum Atmen, zum Leben? Und wenn nun der Sohn in der Lage ist, dem Vater, buchstäblich, die Luft zu nehmen?Was bleibt, ist eine tödliche Fiktion. Und das Erschrecken des Sohnes über die eigene Geschichte, die er doch, von langer Hand vorbereitet, dem nun hilflosen Vater als dessen Geschichte, als dessen Schuld aufnötigen will.



In der Erzählung, in der ein Leben summierenden Abrechnung ist aus dem Opfer ein Täter geworden. Und wenn dann alles „aus“ ist, kann er dies dem Vater, der doch Täter sein sollte, nicht mehr vorrechnen. Wenn der Österreicher Alois Hotschnig die Geschichte des Sohnes erzählt, in einer Sprache, die den narben nachspürt, die der Vater dem Sohn schlug, dann führt er vor, wie diese Narben zu wuchern beginnen; dann führt er vor, wie Selbstmitleid ein Opfer zum Täter macht und wie in den Geschichten, die wir uns zur Entlastung erfinden, alltägliche Gewalt sich forterbt, über Generationen. Es geht in dieser ersten größeren Erzählung von Alois Hotschnig nicht nur um die Gewaltverhältnisse zwischen Vätern und Söhnen. Es geht vor allem um die Macht der Fiktionen, die aus tiefen Verletzungen entspringen.

Produktdetails

Autoren Alois Hotschnig
Verlag Kiepenheuer & Witsch
 
Inhalt Buch
Produktform Taschenbuch
Erscheinungsdatum 01.01.1989
Thema Belletristik > Erzählende Literatur > Gegenwartsliteratur (ab 1945)
 
EAN 9783462026931
ISBN 978-3-462-02693-1
Anzahl Seiten 74
Illustration 899737007 SW-Abb., 5785 Farbabb., 2381 Tabellen, 4481 Farbtabellen
Abmessung (Verpackung) 14.2 x 0.9 x 18.3 cm
Gewicht (Verpackung) 98 g
 
Themen Gewalt, Erzählung, Sohn, Abrechnung, Moderne und zeitgenössische Belletristik, Belletristik: Themen, Stoffe, Motive: Soziales, Opfer, Aus, Vater, Täter, Alois Hotschnig, Nervenkitzeln
 

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