vergriffen

Ideale und Illusionen
Dekonstruktion und Rekonstruktion in der kritischen Theorie

Deutsch · Fester Einband

Beschreibung

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Kant kommt in seiner kritischen Theorie zu dem Schluß, dass unser Denken, das einerseits durch die Ideen der Vernunft immer wieder in die Irre geführt wird, andererseits nicht ohne diese Ideen auskommen kann. Wir bedürfen der Einsicht, daß es der »konstitutive Gebrauch« dieser Ideen ist, der uns notwendig zu verfehlten metaphysischen Annahmen verleitet, während ihr regulativer Gebrauch für uns Vernunftwesen unentbehrlich ist. Diese Grundeinsicht der kritischen Philosophie bringt Thomas McCarthy in den hier vorgelegten Untersuchungen in wechselnden Kontexten zur Anwendung. Die Vernunft, deren Kritik die Philosophen heute beschäftigt, kann allerdings nicht mehr dieselbe sein wie zu Kants Zeiten. Es ist eine Vernunft, die nicht mehr zu trennen ist von den gesellschaftlich geprägten Situationen, in denen sie sich manifestiert: Es ist eine verkörperte, durch kulturelle und soziale Praktiken vermittelte Vernunft. Kurz, die philosophische Kritik kann heute nicht mehr der »reinen« Vernunft gelten, sondern sie bezieht sich notgedrungen auf eine »unreine« Vernunft.

Über den Autor / die Autorin


Thomas McCarthy, geboren 1940, ist Professor em. für Philosophie an der Northwestern University. Im Suhrkamp Verlag erschien zuletzt
Kritik der Verständigungsverhältnisse. Zur Theorie von Jürgen Habermas
(stw 782)

Joachim Schulte ist Autor mehrerer Bücher über Ludwig Wittgenstein und Mitherausgeber der Kritischen Editionen von Wittgensteins Hauptwerken.

Zusammenfassung

Kant kommt in seiner kritischen Theorie zu dem Schluß, dass unser Denken, das einerseits durch die Ideen der Vernunft immer wieder in die Irre geführt wird, andererseits nicht ohne diese Ideen auskommen kann. Wir bedürfen der Einsicht, daß es der »konstitutive Gebrauch« dieser Ideen ist, der uns notwendig zu verfehlten metaphysischen Annahmen verleitet, während ihr regulativer Gebrauch für uns Vernunftwesen unentbehrlich ist. Diese Grundeinsicht der kritischen Philosophie bringt Thomas McCarthy in den hier vorgelegten Untersuchungen in wechselnden Kontexten zur Anwendung. Die Vernunft, deren Kritik die Philosophen heute beschäftigt, kann allerdings nicht mehr dieselbe sein wie zu Kants Zeiten. Es ist eine Vernunft, die nicht mehr zu trennen ist von den gesellschaftlich geprägten Situationen, in denen sie sich manifestiert: Es ist eine verkörperte, durch kulturelle und soziale Praktiken vermittelte Vernunft. Kurz, die philosophische Kritik kann heute nicht mehr der »reinen« Vernunft gelten, sondern sie bezieht sich notgedrungen auf eine »unreine« Vernunft.

Produktdetails

Autoren Thomas McCarthy
Mitarbeit Joachim Schulte (Übersetzung)
Verlag Suhrkamp
 
Sprachen Deutsch
Inhalt Buch
Produktform Fester Einband
Erscheinungsdatum 01.01.1993
Thema Geisteswissenschaften, Kunst, Musik > Philosophie > 20. und 21. Jahrhundert
 
EAN 9783518581599
ISBN 978-3-518-58159-9
Anzahl Seiten 380
Abmessung (Verpackung) 12.8 x 3.5 x 20.5 cm
Gewicht (Verpackung) 442 g
 
Themen Habermas, Jürgen, Kritische Theorie, Foucault, Michel, Michel, Aufsatzsammlung, Westliche Philosophie: nach 1800
 

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