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Laboratorium der bürgerlichen Welt
Deutsche Wissenschaft im 19. Jahrhundert

Deutsch · Fester Einband

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Beschreibung

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Wissenschaft ist für alle modernen Gesellschaftssysteme eine »Produktivkraft«, sie ist ein schwer handhabbares - weil von anarchischen Individualisten durchsetztes - Machtinstrument und insoweit auch ein »Verfassungsfaktor«. Versteht man unter »Verfassung« in einem sehr weiten Sinn nicht nur die geschriebene oder ungeschriebene Verfassung, sondern das für das Gemeinwesen grundlegende Ensemble faktischer und politischer Bedingungen, innerhalb derer sich die regulierte Ausübung staatlicher Gewalt vollzieht, dann nimmt die »Wissenschaft« hierbei einen zentralen Rang ein. Dies gilt jedenfalls für die Neuzeit, für die Epoche des Buchdrucks, des entwickelten, säkularisierten Universitätswesens und des auf schriftliche Verwaltungs- und Justizakten gegründeten modernen Staates. Seit das komplexe System »Wissenschaft« die Grund- und Spezialausbildung der Bevölkerung leistet und seit sich die politischen und kulturellen Eliten durch »Ausbildung« legitimieren, ist die Wissenschaft ein »Verfassungsfaktor«. In diesem Sinne ist Pierangelo Schiera dem Phänomen nachgegangen, daß die »Deutsche Wissenschaft« des 19. Jahrhunderts von der Reform Wilhelm von Humboldts bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs eine zentrale Rolle in der Verfassungsentwicklung des Landes gespielt hat.

Über den Autor / die Autorin

Michael Stolleis ist Professor für Öffentliches Recht und Neuere Rechtsgeschichte an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main und Direktor am dortigen Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte.

Zusammenfassung


Wissenschaft ist für alle modernen Gesellschaftssysteme eine »Produktivkraft«, sie ist ein schwer handhabbares - weil von anarchischen Individualisten durchsetztes - Machtinstrument und insoweit auch ein »Verfassungsfaktor«. Versteht man unter »Verfassung« in einem sehr weiten Sinn nicht nur die geschriebene oder ungeschriebene Verfassung, sondern das für das Gemeinwesen grundlegende Ensemble faktischer und politischer Bedingungen, innerhalb derer sich die regulierte Ausübung staatlicher Gewalt vollzieht, dann nimmt die »Wissenschaft« hierbei einen zentralen Rang ein. Dies gilt jedenfalls für die Neuzeit, für die Epoche des Buchdrucks, des entwickelten, säkularisierten Universitätswesens und des auf schriftliche Verwaltungs- und Justizakten gegründeten modernen Staates. Seit das komplexe System »Wissenschaft« die Grund- und Spezialausbildung der Bevölkerung leistet und seit sich die politischen und kulturellen Eliten durch »Ausbildung« legitimieren, ist die Wissenschaft ein »Verfassungsfaktor«. In diesem Sinne ist
Pierangelo Schiera
dem Phänomen nachgegangen, daß die »Deutsche Wissenschaft« des 19. Jahrhunderts von der Reform
Wilhelm von Humboldts
bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs eine zentrale Rolle in der Verfassungsentwicklung des Landes gespielt hat.

Produktdetails

Autoren Pierangelo Schiera
Mitarbeit Michael Stolleis (Vorwort)
Verlag Suhrkamp
 
Sprachen Deutsch
Inhalt Buch
Produktform Fester Einband
Erscheinungsdatum 01.01.1992
Thema Geisteswissenschaften, Kunst, Musik > Geschichte
 
EAN 9783518581193
ISBN 978-3-518-58119-3
Anzahl Seiten 351
Abmessung (Verpackung) 13 x 3 x 20.5 cm
Gewicht (Verpackung) 424 g
 
Themen Verfassung, Deutschland, Entwicklung, Europäische Geschichte, Organisation, Staatswissenschaft, auseinandersetzen, Geschichte 1830-1914
 

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