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Ein erschütterndes Zeitzeugnis über die Gräuel des Holocaust
Shoah ist ein hebräisches Wort und bedeutet großes Unheil oder Katastrophe. In seinem eindrucksvollen Werk hat der Schriftsteller und Filmemacher Claude Lanzmann Zeugen der Shoah aufgespürt und interviewt. Er befragte Opfer, Täter und Zuschauer zu ihren Erlebnissen und Beobachtungen während des dunkelsten Kapitels der deutschen Geschichte - der systematischen Vernichtung der europäischen Juden im Zweiten Weltkrieg.
Lanzmann wollte die schonungslose Wahrheit ergründen und weitergeben. Dafür mussten die Befragten den höchsten Preis bezahlen: "revivre" - nochmals erleben, nochmals durchleben. Herausgekommen ist ein Meilenstein der Zeitzeugen-Dokumentation, die Vorlage für den bedeutenden Film Shoah. Ein zutiefst bewegendes Buch über die Schrecken des Holocaust, das Ausmaß der nationalsozialistischen Gräueltaten und die Spuren, die sie bei den Überlebenden hinterlassen haben.
Über den Autor / die Autorin
Claude Lanzmann, geb. 1925 in Paris, studierte Philosophie und war Lektor an der Freien Universität Berlin. Als Journalist reiste er unter anderem nach China und Korea und engagierte sich gegen den Algerienkrieg. Seine Dokumentarfilme 'Pourquoi Israel' (1972) und 'Shoah' (1985) machten ihn weltberühmt. Er ist Ehrendoktor der Hebräischen Universität Jerusalem und der European Graduate School. Claude Lanzmann lebt in Paris.
Zusammenfassung
Shoah ist ein hebräisches Wort. Es bedeutet: großes Unheil, Katastrophe. Der Schriftsteller und Filmemacher Claude Lanzmann hat Zeugen der Shoah aufgespürt und ihnen Fragen gestellt. Er hat Opfer und Täter und Zuschauer gefragt, was sie erlebt, was sie gesehen und gehört haben. So entstand eines der bedeutendsten und eindrucksvollsten Werke über die Vernichtung der europäischen Juden, der Film «Shoah».
«Um zu erzählen, was sie gesehen und erlebt hatten, mussten die Leute den höchsten Preis bezahlen: revivre – nochmals erleben. Nochmals durchleben – und nicht erinnern. Dies ist der Preis der Wahrheit. Und diese Wahrheit wollte ich ergründen und weitergeben», sagt Claude Lanzmann.
«Hier hat das Wort Meilenstein seine Berechtigung.» DIE ZEIT