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Shakespeares Doppelspiel
»Der Kaufmann von Venedig« neu gelesen

Deutsch · Fester Einband

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Beschreibung

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"Der Kaufmann von Venedig" ist eines der am meisten gespielten Stücke William Shakespeares. Weshalb also sollte es neu gelesen werden?Das Stück ist voll zwiespältiger Charaktere, Beweggründe, Handlungen, die einander und oft sich selbst widersprechen. Alle vier Protagonisten scheint es doppelt zu geben: Shylock als grotesken Bösewicht und leidenden Verfolgten; Antonio als selbstlosen Freund und todessüchtigen Homosexuellen; Bassanio als Liebhaber und Mitgiftjäger; Portia als Heldin eines Feenmärchens oder eines realen Entwicklungsromans: vom verwöhnten Schloßfräulein über die selig Verliebte bis zur Frau, die ihren Streit um den Geliebten kämpft und gewinnt.Die buchstabengenaue Lektüre des Stücks durch den Theatermann und Literaturforscher Ivan Nagel führt zu einem erstaunlichen Ergebnis. Shakespeare hat in diesem Stück zwei Stücke geschrieben: eines für sein Publikum von (laut Magistrat von London) »entlaufenen Dienern, Beutelschneidern, Pferdedieben, Zuhältern, Falschspielern« - ein anderes für die Wachsamsten seiner Zeit und der Nachwelt.Das Buch geht dem Stück bis in Shakespeares Probenarbeit als Theaterunternehmer, Autor und Regisseur nach. Er erscheint hier nicht als »ein Elisabethaner« - sondern als der Dichter-Dramatiker, der Genaueres vom Menschen wußte als irgendein anderer.

Über den Autor / die Autorin

Ivan Nagel wurde 1931 in Budapest geboren. Er studierte in Zürich und Frankfurt am Main, arbeitete als Kritiker und Dramaturg in München, leitete von 1972 bis 1979 das Deutsche Schauspielhaus in Hamburg, lebte von 1981 bis 1983 in New York, begründete das "Theater der Welt", war Chef des Stuttgarter Schauspiels und lehrte seit 1988 als Professor für Ästhetik und darstellende Kunst in Berlin. 2005 erhielt er den Heinrich-Mann-Preis. Ivan Nagel verstarb 2012.

Zusammenfassung

"Der Kaufmann von Venedig" ist eines der am meisten gespielten Stücke William Shakespeares. Weshalb also sollte es neu gelesen werden?

Das Stück ist voll zwiespältiger Charaktere, Beweggründe, Handlungen, die einander und oft sich selbst widersprechen. Alle vier Protagonisten scheint es doppelt zu geben: Shylock als grotesken Bösewicht und leidenden Verfolgten; Antonio als selbstlosen Freund und todessüchtigen Homosexuellen; Bassanio als Liebhaber und Mitgiftjäger; Portia als Heldin eines Feenmärchens oder eines realen Entwicklungsromans: vom verwöhnten Schloßfräulein über die selig Verliebte bis zur Frau, die ihren Streit um den Geliebten kämpft und gewinnt.

Die buchstabengenaue Lektüre des Stücks durch den Theatermann und Literaturforscher Ivan Nagel führt zu einem erstaunlichen Ergebnis. Shakespeare hat in diesem Stück zwei Stücke geschrieben: eines für sein Publikum von (laut Magistrat von London) »entlaufenen Dienern, Beutelschneidern, Pferdedieben, Zuhältern, Falschspielern« – ein anderes für die Wachsamsten seiner Zeit und der Nachwelt.
Das Buch geht dem Stück bis in Shakespeares Probenarbeit als Theaterunternehmer, Autor und Regisseur nach. Er erscheint hier nicht als »ein Elisabethaner« – sondern als der Dichter-Dramatiker, der Genaueres vom Menschen wußte als irgendein anderer.

Zusatztext

»Elegant und wuchtig und mit jener Emphase und intellektuellen Schärfe und hochgemuten Unnachgiebigkeit geschrieben, für die Ivan Nagel berühmt war.«

Bericht

»Elegant und wuchtig und mit jener Emphase und intellektuellen Schärfe und hochgemuten Unnachgiebigkeit geschrieben, für die Ivan Nagel berühmt war.« Gerhard Stadelmaier Frankfurter Allgemeine Zeitung 20130220

Produktdetails

Autoren Ivan Nagel
Verlag Insel Verlag
 
Inhalt Buch
Produktform Fester Einband
Erscheinungsdatum 01.11.2012
Thema Sachbuch > Musik, Film, Theater
 
EAN 9783458175070
ISBN 978-3-458-17507-0
Anzahl Seiten 333
Abmessung (Verpackung) 12.9 x 3 x 20.5 cm
Gewicht (Verpackung) 450 g
 
Themen Englisch, Shakespeare, William : Erläuterungen zum Werk, Osteuropa, Verstehen, Shakespeare, William, Shakespeare, Interpretationen, Der Kaufmann von Venedig, auseinandersetzen, Hermann-Sinsheimer-Preis 2011, Shakespeare William
 

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