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Psychologie als Kulturdiagnose
Musils Epochenroman 'Der Mann ohne Eigenschaften'

Deutsch · Fester Einband

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Beschreibung

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Neue Zugänge zu Musils Epochenroman Der Mann ohne Eigenschaften eröffnet dieses Buch, indem es zentrale, bisher aber wenig erforschte Problemfelder in ihrem kulturgeschichtlichen Kontext erschließt. Im Mittelpunkt der Analysen stehen Idealismus-Kritik, Aporien der Identitätsbildung, Aspekte eines anarchischen Eros sowie Versuche, die moderne Krisensituation durch einen dekadenten Nietzsche- oder Wagner-Kult und einen kulturpessimistischen Antirationalismus zu bewältigen. Als Medium der subversiven Satire fungiert der Mann ohne Eigenschaften, ein skeptischer Avantgardist und scharfsinniger Provokateur. Er verbindet die Desillusionierungsstrategien des Positivismus und der Neuen Sachlichkeit mit Sokratischer Dialogführung und Nietzsches Entwurf einer Experimentalexistenz. Dem entspricht die Utopie des Essayismus als alternatives Lebensmodell. Die Abhandlung zeigt, wie Musil Psychologie als Methode der Kulturkritik einsetzt, seine Figuren als Repräsentanten moderner Ideologien und gesellschaftlicher Gruppierungen gestaltet und dem Roman dadurch ein markantes zeitdiagnostisches Profil gibt.

Zusammenfassung

Neue Zugänge zu Musils Epochenroman Der Mann ohne Eigenschaften eröffnet dieses Buch, indem es zentrale, bisher aber wenig erforschte Problemfelder in ihrem kulturgeschichtlichen Kontext erschließt. Im Mittelpunkt der Analysen stehen Idealismus-Kritik, Aporien der Identitätsbildung, Aspekte eines anarchischen Eros sowie Versuche, die moderne Krisensituation durch einen dekadenten Nietzsche- oder Wagner-Kult und einen kulturpessimistischen Antirationalismus zu bewältigen. Als Medium der subversiven Satire fungiert der Mann ohne Eigenschaften, ein skeptischer Avantgardist und scharfsinniger Provokateur. Er verbindet die Desillusionierungsstrategien des Positivismus und der Neuen Sachlichkeit mit Sokratischer Dialogführung und Nietzsches Entwurf einer Experimentalexistenz. Dem entspricht die Utopie des Essayismus als alternatives Lebensmodell. Die Abhandlung zeigt, wie Musil Psychologie als Methode der Kulturkritik einsetzt, seine Figuren als Repräsentanten moderner Ideologien und gesellschaftlicher Gruppierungen gestaltet und dem Roman dadurch ein markantes zeitdiagnostisches Profil gibt.

Produktdetails

Autoren Barbara Neymeyr
Verlag Universitätsverlag Winter
 
Sprachen Deutsch
Inhalt Buch
Produktform Fester Einband
Erscheinungsdatum 01.01.2005
Thema Geisteswissenschaften, Kunst, Musik > Sprach- und Literaturwissenschaft > Deutsche Sprachwissenschaft / Deutschsprachige Lit
 
EAN 9783825350567
ISBN 978-3-8253-5056-7
Anzahl Seiten 436
Abmessung (Verpackung) 14.3 x 3.3 x 21.5 cm
Gewicht (Verpackung) 658 g
 
Serie Beiträge zur neueren Literaturgeschichte > Bd.218
Beiträge zur neueren Literaturgeschichte [Dritte Folge] > 218
Beiträge zur neueren Literaturgeschichte > 218
Beiträge zur neueren Literaturgeschichte [Dritte Folge] > 218
Themen Psychologie, Musil, Robert, Kulturkritik, Sexualpsychologie, Antirationalismus, Nietzscheanismus, Identitätsproblematik
 

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