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Ludwig Hänsel, Ludwig Wittgenstein, Eine Freundschaft
Briefe, Aufsätze, Kommentare

Deutsch · Fester Einband

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Beschreibung

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Hänsel lernte Wittgenstein während der Kriegsgefangenschaft in Monte Cassino (1918/19) kennen. Obwohl die Freundschaft mit Hänsel nach dem Krieg nicht nur geistig anregend für Wittgenstein wirkt, sondern dieser auch als Vermittler zwischen dem Freund, seiner Mutter und seinen Geschwistern steht, wird er in den zahlreichen Wittgenstein-Biografien kaum erwähnt.
Im vorliegenden Band steht nun die unveröffentlichte Korrespondenz Wittgenstein-Hänsel im Vordergrund, darunter ausführliche Briefe Wittgensteins aus den 30er Jahren, die ausgedehnte philosophische Diskussionen über verschiedene Themen und Personen der "klassischen Philosophie" (z. B. Nikolaus von Kues, Baruch Spinoza) dokumentieren.
Ergänzt wird die Sammlung durch Briefe von Angehörigen Wittgensteins, von seinem Freund, dem Bildhauer Michael Drobil, uns seinem Schüler Ernst Geiger an Hänsel.
Der ausführliche Kommentar zu den einzelnen Briefen wurde vom Hintergrund kulturwissenschaftlicher Ansätze her angefertigt und wird durc h Darstellungen zu wichtigen theoretischen, biografischen und philosophischen Fragen ergänzt.

Über den Autor / die Autorin

Ilse Somavilla, geboren in Fulpmes, studierte Anglistik, Psychologie, Pädagogik und Philosophie. Seit 1990 freie Mitarbeiterin am Forschungsinstitut Brenner-Archiv. Lehraufträge an der Universität Innsbruck und Klagenfurt. Ilse Somavilla zählt zu den profiliertesten Wittgenstein-Kennern und ist Herausgeberin u.a. des Briefwechsels zwischen Ludwig Wittgenstein und Paul Engelmann bei Haymon.

Anton Unterkircher, geb. 1961 in Brixen/Südtirol, studierte Germanistik und Geschichte an der Universität Innsbruck. Er promovierte 1986 mit einer Dissertation bei Univ.-Prof. Dr. Walter Methlagl über Theorie und Praxis der Briefedition" und arbeitet seither am Forschungsinstitut Brenner-Archiv.

Zusammenfassung

Ludwig Hänsel lernte Ludwig Wittgenstein Anfang 1919 während der Kriegsgefangenschaft bei Cassino kennen. Dort führte ihn Wittgenstein in die Grundlagen der modernen Logik ein und besprach mit ihm das Manuskript seiner »Logisch-Philosophischen Abhandlung«, womit Hänsel zu den ersten Lesern des »Tractatus« gehörte. Auch die gemeinsame Lektüre von Kants »Kritik der reinen Vernunft«, der »Confessiones« des Augustinus und von Werken Dostojewskis stand am Beginn einer gegenseitig befruchtenden Freundschaft, die bis zum Tod Wittgensteins im Jahr 1951 hielt.
Nach dem Krieg, als Wittgenstein inkognito als Volksschullehrer in einem Dorf leben wollte und sich von seiner Familie distanzierte, erscheint Hänsel als Vermittler zwischen dem Freund und dessen Mutter und Geschwistern. Dennoch wird Hänsel in den zahlreichen Wittgenstein-Biographien, wenn überhaupt, nur am Rande erwähnt.
Der vorliegende Band stellt ihn erstmals in den Vordergrund und bringt einige seiner Aufsätze, die ihn als integrale Figur des Österreichischen Geisteslebens vorstellen. Im Mittelpunkt steht die großteils noch unveröffentlichte Korrespondenz Wittgenstein–Hänsel, darunter ausführliche Briefe Wittgensteins aus den 1930er-Jahren, in denen sich »die schlichte Gewalt seiner Persönlichkeit« eindrucksvoll mitteilt.
Der Briefwechsel dokumentiert ausgedehnte philosophische Diskussionen über verschiedene Themen und Personen der klassischen Philosophie (z. B. Nikolaus von Kues, Baruch Spinoza). Für Wittgenstein eröffneten sich im Dialog mit Hänsel, der ein großes akademisches Wissen besaß, neue Perspektiven: Hänsel verstand es, seinen Freund für Dinge zu interessieren, die er bei Russell und Frege nicht finden konnte. Vor allem aber: Wittgenstein und Hänsel versuchten beide eine »praktische Ethik« zu verwirklichen, die wenig mit universitätsphilosophischen Ethik-Konzepten zu tun hat, hingegen für das Leben auch unserer Zeit von unmittelbarer Bedeutung ist.
Ergänzt wird die Sammlung durch Briefe von Angehörigen Wittgensteins, von seinem Freund, dem Bildhauer Michael Drobil, sowie von seinem Schüler Ernst Geiger. Der ausführliche Kommentar zu den einzelnen Briefen wurde vom Hintergrund kulturwissenschaftlicher Ansätze her angefertigt und wird durch Darstellungen zu wichtigen theoretischen, biographischen und philosophischen Fragen ergänzt.

Produktdetails

Mitarbeit Anton Unterkircher (Herausgeber), Christian-Paul Berger (Herausgeber), Christian Christian Paul Berger (Hrsg.) (Herausgeber), Christian Paul Berger (Herausgeber), Christian Paul Berger (Herausgeber), Ilse Somavilla (Herausgeber), Paul Christian (Herausgeber)
Autoren Anton Unterkircher, Wittgenste, Wittgenstein, Ludwig Wittgenstein, Ilse Somavilla
Verlag Haymon Verlag
 
Inhalt Buch
Produktform Fester Einband
Erscheinungsdatum 01.01.2025
Thema Belletristik > Erzählende Literatur > Romanhafte Biographien
Geisteswissenschaften, Kunst, Musik > Philosophie > 20. und 21. Jahrhundert
Geisteswissenschaften, Kunst, Musik > Philosophie
 
EAN 9783852181707
ISBN 978-3-85218-170-7
Anzahl Seiten 432
Illustration 41 Bildtaf.
Abmessung (Verpackung) 15.8 x 23.6 x 3.6 cm
Gewicht (Verpackung) 818 g
 
Serie Brenner-Studien > Bd.14
Brenner-Studien > 14
Themen Philosophie, Nikolaus von Kues, Briefe, Briefwechsel, Erziehung, Schul- und Bildungswesen, entdecken, Biografie: Philosophie und Sozialwissenschaften, auseinandersetzen, Baruch Spinoza
 

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