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Pierre Bourdieu umreißt im vorliegenden Band seine theoretischen Grundannahmen, die zugleich auch immer aus der Praxis des konkreten Forschungsprozesses erwachsende und sich an ihr zu bewährende Prinzipien sind. Bei der Analyse u. a. des sozialen und des symbolischen Raums, der Soziologie des Kunstwerks, der Staatsbürokratie und in der Diskussion mit den Positionen »strukturalistischer« Philosophen, mit den Ansätzen von Strawson, Austin, Wittgenstein und Kripke wie klassischer Philosophen, erweist sich Pierre Bourdieu einmal mehr als ein »Philosoph wider Willen«, der wesentliche philosophische Probleme nicht nur neu formuliert, sondern sie auch einer neuartigen Lösung zuführt.
Sommario
Vorwort
1. Sozialer Raum, symbolischer Raum
Das Reale ist relational
Die Logik der Klassen
Anhang: Die »sowjetische« Variante und das politische Kapital
2. Das neue Kapital
Das Bildungswesen, ein Maxwellscher Dämon?
Kunst oder Geld?
Anhang: Sozialer Raum und Feld der Macht
3. Für eine Wissenschaft von den kulturellen Werken
Das Werk als Text
Die Rückführung auf den Kontext
Der literarische Mikrokosmos
Stellungen und Stellungnahmen
Das Feld des Fin de siecle
Der Geschichts-Sinn
Dispositionen und Verläufe
Anhang 1: Die biographische Illusion
Anhang 2: Der doppelte Bruch
4. Staatsgeist. Genese und Struktur des bürokratischen Felds
Radikaler Zweifel
Kapitalkonzentration
Das symbolische Kapital
Die staatliche Konstruktion des Geistes
Die Monopolisierung des Monopols
Anhang: Familiensinn
5. Ist interessenfreies Handeln möglich?
Die Investition
Gegen den Utilitarisrnus
Interessenfreiheit als Leidenschaft
Die Verallgemeinerungsprofite
6. Die Ökonomie der symbolischen Güter
Gabe und do ut des
Die symbolische Alchimie
Die Anerkennung
Das Tabu der Berechnung
Reine Kunst und kommerzielle Kunst
Das Lachen der Bischöfe
Anhang: Ein Wort zur Ökonomie der Kirche
7. Die scholastische Sicht
Ernsthaft spielen
Die Theorie der theoretischen Sicht
Das Privileg des Allgemeinen
Logische Notwendigkeit und sozialer Zwang
Über eine paradoxe Grundlage der Moral
Info autore
Pierre Bourdieu (eigentlich Pierre-Félix Bourdieu; 1. August 1930 in Denguin, Pyrénées-Atlantiques; 23. Januar 2002 in Paris) war einer der bekanntesten Soziologen des 20. Jahrhunderts. Er studierte Philosophie in Paris an der École Normale Supérieure und arbeitete als Lehrer. Seit 1981 hatte Bourdieu einen Lehrstuhl am Collège de France. Im Jahre 1993 wurde er mit der "Médaille d'or du Centre National de la Recherche Scientifique" (CNRS) ausgezeichnet. Pierre Bourdieus soziologische Forschungen, zumeist im Alltagsleben verwurzelt, waren vorwiegend empirisch orientiert. Er war bekannt als politisch interessierter und aktiver Intellektueller, der sich gegen die herrschende Elite und den Neoliberalismus wandte.
Riassunto
Pierre Bourdieu umreißt im vorliegenden Band seine theoretischen Grundannahmen, die zugleich auch immer aus der Praxis des konkreten Forschungsprozesses erwachsende und sich an ihr zu bewährende Prinzipien sind. Bei der Analyse u. a. des sozialen und des symbolischen Raums, der Soziologie des Kunstwerks, der Staatsbürokratie und in der Diskussion mit den Positionen »strukturalistischer« Philosophen, mit den Ansätzen von Strawson, Austin, Wittgenstein und Kripke wie klassischer Philosophen, erweist sich Pierre Bourdieu einmal mehr als ein »Philosoph wider Willen«, der wesentliche philosophische Probleme nicht nur neu formuliert, sondern sie auch einer neuartigen Lösung zuführt.