Ulteriori informazioni
Über den Bundesnachrichtendienst zu forschen, erst Recht über seine Kontrolle durch Parlament und Regierung ist kein einfaches Unterfangen: Geheimh- tungsvorschriften und Schutzfristen bremsen den Wissenschaftler. Zudem löst allein das Thema in vielen Archiven Skepsis aus - für einige klingt es nach einer Skandal-Suche unter dem Deckmantel der Wissenschaft. Per se wird unterstellt, dass es sich um eine abträgliche Darstellung handelt, dass sie versuchen will, Personen der Zeitgeschichte mit Nachrichtendiensten in Verbindung zu bringen und damit die historischen Abläufe verzerrt. Eine Suche quasi in der dunkelsten, schäbigsten Ecke der Politik, in die besser kein Licht fällt. Wer sich forschend in diesen Bereich begibt, über den fällt ebenfalls ein 'Schatten'. Gerade diese 'Dunkelheit' schadet und ist nicht angebracht. Denn es gibt zuverlässige Quellen, einige wenige: Untersuchungsausschussberichte, zahllose Vermerke und ein umfangreicher Schriftwechsel von Bundestagsabgeordneten. Auch wenn Verfehlungen oder Schwachpunkte der Kontrolle, der Regierung oder des Nachrichtendienstes auf Grund der Forschung hervortreten - sie werden ohne Schlagzeilen analysiert, aufgearbeitet und es werden Zusammenhänge hergestellt. Wichtig ist, dass sich der Wissenschaftler der Vorläufigkeit, der Bruchstückhaftigkeit seiner Arbeit bewusst ist. Sprich: Der Forscher muss die Grenzen seines Wissens erkennen, darf nicht deuten, wo er noch keine D- tungshoheit besitzt. Je mehr der Akten freigegeben werden, desto mehr wird das Thema entmystifiziert.
Info autore
Stefanie Waske, Jahrgang 1978, studierte in Marburg und Göttingen Politikwissenschaften und Philosophie und promovierte mit einer Arbeit zur Geschichte des BND. Heute arbeitet sie in Braunschweig als freie Journalistin, u.a. für die ZEIT.
Riassunto
Die parlamentarische Kontrolle des Auslandsnachrichtendienstes begann in Deutschland sehr früh. Mit der Übernahme der Organisation Gehlen als Bundesnachrichtendienst 1956, erhielt das Parlament die Aufgabe zu kontrollieren. In der Praxis blieb die Kontrolle hinter ihren Möglichkeiten zurück. Die wichtigsten Gründe lagen darin: Die Regierungskontrolle versagte zeitweise; die Parlamentarier besaßen keine verbrieften Rechte und nahmen ihre Aufgabe nicht immer wahr. Außerdem bestand ein verzweigtes Netz von Abhängigkeiten zwischen Politik und Geheimdienst. Die Arbeit zeichnet den Weg der Reformen nach und wertet dazu bisher unzugängliche Quellen aus.
Prefazione
Wer kontrolliert den BND? Erste umfassende Bestandsaufnahme
Testo aggiuntivo
"Stefanie Waskes Arbeit bildet eine lohnende Lektüre für alle, die mehr wissen wollen über die jüngere deutsche Geschichte und über das bis heute andauernde unselige Zusammenspiel zwischen Geheimdiensten, Politikern und Medien."
www.hintergrund.de, 16.07.2009
"[...] lesenswertes und teilweise spannendes Buch [...]. Das liegt auch daran, dass die Autorin der Deskription gegenüber einer theoretischen Erörterung über das Wechselverhältnis von demokratischer Politik und operativer Arbeit der Auslandsnachrichtendienste den Vorzug gibt." Öffentliche Sicherheit - Das Magazin des Innenministeriums, 03-04/2009
Relazione
"Stefanie Waskes Arbeit bildet eine lohnende Lektüre für alle, die mehr wissen wollen über die jüngere deutsche Geschichte und über das bis heute andauernde unselige Zusammenspiel zwischen Geheimdiensten, Politikern und Medien."
www.hintergrund.de, 16.07.2009
"[...] lesenswertes und teilweise spannendes Buch [...]. Das liegt auch daran, dass die Autorin der Deskription gegenüber einer theoretischen Erörterung über das Wechselverhältnis von demokratischer Politik und operativer Arbeit der Auslandsnachrichtendienste den Vorzug gibt." Öffentliche Sicherheit - Das Magazin des Innenministeriums, 03-04/2009