Ulteriori informazioni
Die vorliegende Arbeit entstand im Rahmen des von der Deutschen Forschun- gemeinschaft (DFG) geförderten Forschungsprojekts "Lokale Austauschne- werke" und wurde von der Universität Konstanz als Dissertation angenommen. Tag der mündlichen Prüfung: 16. Mai 2008 Referent: Prof. Dr. Thomas Hinz Referent: Prof. Norman Braun, Ph. D. Viele Personen haben ihr Entstehen erleichtert. Zunächst gilt mein besonderer Dank meinem Doktorvater, Prof. Dr. Thomas Hinz, der das Potenzial der Thematik von Anfang an erkannte, mich förderte und mir den Weg in die Wissenschaft ebnete. Prof. Norman Braun, Ph. D. danke ich für die freundliche Übernahme des Koreferates. Für die Mitwirkung am Pro- tionsverfahren möchte ich ferner dem Vorsitzenden Prof. Dr. Werner Georg sowie Prof. Dr. Markus Freitag danken. Darüber hinaus bedanke ich mich bei den Organisatoren aller Tauschringe, welche an der bundesweiten Tauschringbefragung teilgenommen haben sowie bei allen Teilnehmern des LETS Tauschnetz München, des LETS Haar-Vaterstetten-Z- neding, des Tauschrings Fünf-Seen-Land, des Tauschrings Würmtal sowie des Batzen Tauschrings Leipzig, welche meine Tauschringteilnehmerbefragung unt- stützt haben, für ihre große Kooperationsbereitschaft. Nur durch ihr Mitwirken konnte diese Arbeit realisiert werden. Vielen Dank! Ohne die emotionale Unterstützung meiner Familie wäre diese Arbeit undenkbar gewesen. Danken möchte ich an dieser Stelle besonders meinen Eltern nicht nur für die Zeit während der Dissertation, sondern auch für ihren Beistand während meiner gesamten Ausbildung.
Info autore
Dr. Simone Wagner promovierte am Lehrstuhl für empirische Sozialforschung der Universität Konstanz im Rahmen ihrer Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin. Sie ist wissenschaftliche Referentin im Forschungsdatenzentrum des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung.
Riassunto
Seit Anfang der 1990er Jahre erleben Tauschringe in Gestalt der Local Exchange Trading Systems in Deutschland eine Renaissance und erfahren regen Zulauf. Diese ursprünglich aus Kanada stammende Initiative versucht parallel zur Geldwirtschaft mit Hilfe einer Komplementärwährung einen nicht monetären, lokal begrenzten Wirtschaftskreislauf zu etablieren. Es handelt sich hierbei um kleine, in sich geschlossene Wirtschaftssysteme, die ähnlichen Gesetzmäßigkeiten wie der formale Markt gehorchen und vielfältige Probleme des sozialen Miteinanders im kleinen Rahmen widerspiegeln. Simone Wagner untersucht die Ursachen der Entstehung und Verbreitung von Tauschringen, die Sicherung ihres langfristigen Fortbestands sowie ihre wirtschafts- und sozialpolitische Bedeutung. Sie zeigt, dass das Aufkommen der Tauschringe weniger auf defizitäre Erscheinungen der formalen Ökonomie und des Arbeitsmarktes, sondern vielmehr auf ideologische Beweggründe zurückgeht. Zweifelsohne handelt es sich bei den deutschen Tauschringen lediglich um ein gesellschaftliches Randphänomen. Dennoch weist das Modell „Tauschring“ trotz seiner geringen Reichweite in die Zukunft, da es privaten Haushalten im sich wandelnden Sozialstaat eine zusätzliche Versorgungsoption bietet.
Prefazione
Tauschringe als alternatives Wirtschaftssystem