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In einer Welt voller Bilder gibt es zwar allerlei Abziehbilder von Frauen, aber offenbar wenig Fotografien. Diese Erfahrung machte die Fotografin Bettina Flitner, als sie versuchte, ein Foto von Christiane Nüsslein-Volhard aufzutreiben. Egal, bei welcher Agentur sie auch anfragte: Fehlanzeige. Und das, obwohl die Wissenschaftlerin gerade als erste Deutsche den Nobelpreis für Medizin erhalten hatte.
Für Flitner, die "eigenwilligste und interessanteste Fotografin unserer Zeit" (Dt. Welle), gab diese Episode den Anstoß für ein groß angelegtes Projekt. Konnte es tatsächlich sein, dass Frauen, die mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung stellen, in einem Bereich wie der Forschung überhaupt nicht vorkommen? Und wenn doch: Wie sahen sie aus? Wie der klassische Blaustrumpf, der schon als gefährlich galt, wenn er nur las? Und woran forschten sie überhaupt?
Bettina Flitner porträtiert in ihrem neuen Buch 25 Frauen, die in ihren Fachgebieten zur absoluten Weltspitze zählen. Wie immer blickt Flitner dabei hinter die Kulissen: Sie stellt Forscherin und Objekt in einen neuen Kontext und hält so mal ironisch,mal distanziert, aber immer einfühlsam Momente fest, die sonst vor der Öffentlichkeit verborgen bleiben.
Jeanne Rubner, Politikjournalistin bei der SZ, und acht weitere renommierte JournalistInnen zeichnen die Biographien dieser ungewöhnlichen Frauen nach, die ihre Vision konsequent, aber manchmal erst nach vielen Umwegen verfolgen. Spritzig und informativ geschrieben, mit kurzen Einlinkern zu den Fachbereichen und Spezialgebieten der Forscherinnen. Sozusagen "Forschung für die Westentasche" in komprimierter Form. Ein Buch über Frauen, die Mut haben - und Mut machen.
Info autore
Bettina Flitner, geb. 1961, studierte an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin. Seit 1986 arbeitet sie als Fotografin. Für ihre Arbeiten wurde sie mehrfach ausgezeichnet. Seit 1986 hat sie zahlreiche Bücher publiziert sowie Ausstellungen im In- und Ausland durchgeführt.
Jeanne Rubner, geboren 1961, arbeitet seit 1988 als Wissenschaftsjournalistin. Nach dem Studium der Physik in München promovierte sie über ein Thema der theoretischen Gehirnforschung. Die Mutter zweier Kinder war lange Jahre Wissenschaftsredakteurin bei der Süddeutschen Zeitung.