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Deutsche Gründungsmythen

Tedesco · Copertina rigida

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Gemeinschaften legitimieren sich durch ihre Gründungsgeschichten. Diese stiften Sinn, bieten Orientierungen und Perspektivierungen, mit deren Hilfe die Zufälle historischer Verläufe wegerzählt und die Vielschichtigkeiten ökonomischer, sozialer und politischer Prozesse reduziert werden. Damit bedienen diese Erzählungen zum einen die aufklärerische Seite aller Mythen: das Bedürfnis nach einem festen Platz in der Welt, nach ihrer Durchdringung und Verarbeitung. Zum anderen verklären sie, weil sie vorschnelle gedankliche Verbindungen anbieten. Die an Brüchen reiche deutsche Geschichte weist gerade darum ein verstärktes Bedürfnis nach Mythen auf. So werden historische Ereignisse umgeschrieben in der Absicht, die offenen Wunden zu heilen, die nie gewesene Einheit zu beschwören oder zu stiften. Solche Gründungsmythen kompensieren einen Mangel an ,selbstverständlicher - nationaler - Identität. Warum aber möchten so viele identisch sein mit den Mitbewohnern des gemeinsamen Staates? Wieso scheint es dieses Bedürfnis nach wie vor zu geben? Und wie werden die Geschichten konstruiert, die diesen Identifikationsakt stiften können? Politische Entitäten definieren sich offenbar nicht allein durch einen inszenierten Gefühlsrausch, sondern über Narrative, die sich häufig im Bild, als Symbol oder Allegorie verdichten

Riassunto

Gemeinschaften legitimieren sich durch ihre Gründungsgeschichten. Diese stiften Sinn, bieten Orientierungen und Perspektivierungen, mit deren Hilfe die Zufälle historischer Verläufe wegerzählt und die Vielschichtigkeiten ökonomischer, sozialer und politischer Prozesse reduziert werden. Damit bedienen diese Erzählungen zum einen die aufklärerische Seite aller Mythen: das Bedürfnis nach einem festen Platz in der Welt, nach ihrer Durchdringung und Verarbeitung. Zum anderen verklären sie, weil sie vorschnelle gedankliche Verbindungen anbieten. Die an Brüchen reiche deutsche Geschichte weist gerade darum ein verstärktes Bedürfnis nach Mythen auf. So werden historische Ereignisse umgeschrieben in der Absicht, die offenen Wunden zu heilen, die nie gewesene Einheit zu beschwören oder zu stiften. Solche Gründungsmythen kompensieren einen Mangel an 'selbstverständlicher' - nationaler - Identität.
Warum aber möchten so viele identisch sein mit den Mitbewohnern des gemeinsamen Staates? Wieso scheint es dieses Bedürfnis nach wie vor zu geben? Und wie werden die Geschichten konstruiert, die diesen Identifikationsakt stiften können? Politische Entitäten definieren sich offenbar nicht allein durch einen inszenierten Gefühlsrausch, sondern über Narrative, die sich häufig im Bild, als Symbol oder Allegorie verdichten

Dettagli sul prodotto

Con la collaborazione di Matteo Galli (Editore), Heinz-Peter Preußer (Editore), Udo Franke-Penski (Editore), Heinz P Preusser (Editore), Hein P Preusser (Editore), Udo Franke-Penski (Co-editore)
Editore Universitätsverlag Winter
 
Lingue Tedesco
Contenuto Libro
Forma del prodotto Copertina rigida
Data pubblicazione 14.04.2008
Categoria Scienze umane, arte, musica > Scienze linguistiche e letterarie > Linguistica tedesca; letteratura in lingua tedesca
 
EAN 9783825354169
ISBN 978-3-8253-5416-9
Numero di pagine 276
Peso (della confezione) 610 g
 
Serie Jahrbuch Literatur und Politik > 2
Jahrbuch Literatur und Politik > 02
Categorie Nationalsozialismus, Geschichte, Nationale Identität, Aussenpolitik, Weimarer Republik, Deutsche Außenpolitik, Nationalliteratur, Literaturgeschichtsschreibung, Staat (Motiv), Gründungsmythen, Gründung (Motiv)
 

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