Descrizione
Dettagli sul prodotto
| Autori | Thomas Knüwer |
| Editore | Droemer/Knaur |
| Contenuto | Libro |
| Forma del prodotto | Tascabile |
| Data pubblicazione | 02.03.2026 |
| Categoria |
Narrativa |
| EAN | 9783426568460 |
| ISBN | 978-3-426-56846-0 |
| Numero di pagine | 336 |
| Dimensioni (della confezione) | 13.5 x 3 x 21 cm |
| Peso (della confezione) | 419 g |
| Categorie |
Deutschland |
Recensioni dei clienti
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Herausragend atmosphärisch und erfrischend anders
»Giftiger Grund« ist für mich ein wirklich herausragender Kriminalroman.
Thomas Knüwer schafft wunderbar atmosphärische Szenen und bringt endlich mal »etwas Neues«, was in diesem Genre definitiv nicht einfach ist.
Seine Protagonisten sind sympathisch und stechen aus der Menge heraus, obwohl sie weder klassische Helden noch totale Versager sind. Sie sind einfach echt, authentisch, vielschichtig.
Es gibt viele spannende Szenen ohne effekthascherische Tricks. Man fiebert auf mehrern Ebenen mit den Charakteren mit und obwohl »der Fall« aufgeklärt wird, gibt es keine klassischen Ermittlungen, sondern einfach nur viele kleine Entscheidungen aus nachvollziehbaren, wenn auch nicht immer »richtigen« Gründen, die die Story vorantreiben.
Die Puzzlestücke fallen nach und nach an die richtige Stelle und auch die drei Protagonisten finden nach und nach ihren Platz - jeder für sich und trotzdem irgendwie alle zusammen - und das vor einer wunderbar düsteren Kulisse.
Für Fans von etwas anderen Kriminalromanen und allen, die einfach spannende Geschichten mit sympathischen Figuren mögen, ist »Giftiger Grund« genau das Richtige! -
Wenn das Setting mehr verspricht als die Story hält
„Giftiger Grund" ist der zweite Krimi von Thomas Knüwer (Droemer/Knaur, erschienen am 02.03.2026, 336 Seiten). Das Hörbuch wird von gleich fünf Sprecher:innen gesprochen: Julian Horeyseck, Pia-Rhona Saxe, Ann-Kathrin Hinz, Wolfgang Wagner und Elke Appelt. Danke an NetGalley und Droemer/Knaur für das Rezensionsexemplar!
Worum geht's?
Joran kommt frisch aus dem Jugendknast und sein Neustart läuft von der ersten Minute an schief. Sein Vater setzt ihn unter Druck, die Jobsuche endet in Demütigung und in seiner Verzweiflung kehrt er nachts zu jener verlassenen Tankstelle zurück, wo er vor sieben Jahren seine Beute versteckt hat. Was er stattdessen im Kanalschacht findet: die Leiche seines damaligen Komplizen Aras. Und er ist nicht allein auf dem Gelände. Da ist Charu, eine Fotografin, die Lost Places dokumentiert. Und Edda, ein kleines Mädchen im Schlafanzug, das dort eigentlich nicht sein sollte. Der Tote verbindet alle drei auf eine Weise, die keine:r von ihnen wollte.
Meine Meinung
Der Einstieg macht einiges richtig. Die Prämisse ist stark, das Setting hat echtes atmosphärisches Potenzial: verlassene Tankstelle, Nacht, ein Leichenfund, drei völlig unterschiedliche Figuren, die plötzlich zusammengewürfelt werden. Ich war zu Beginn voll dabei, wollte mehr wissen.
Das Problem: dieses Mehr kam für mich nie wirklich. Die Spannung, die ein Krimi eigentlich tragen sollte, bleibt über weite Strecken sehr dünn. Das Lost-Place-Setting (das so viel hergegeben hätte, gruselig, bedrückend, symbolisch aufgeladen) wird leider kaum ausgereizt.
Was mich außerdem zunehmend rausgeworfen hat: die Handlungen der Figuren sind manchmal schwer nachzuvollziehen. Ich will nicht spoilern, aber es gibt Momente, in denen ich gedacht hab "warum würde irgendjemand so reagieren?" Die Naivität zieht sich durch fast alle Protagonist:innen, und das macht es schwer, wirklich mitzufiebern. Gleiches gilt für einige Wendungen, die auf mich konstruiert gewirkt haben.
Das Ende kam dann auch zu abrupt für meinen Geschmack. Man weiß danach zu wenig, wie es mit den Figuren weitergeht, und das ist schade, denn das Potenzial für echte Charakterentwicklung wäre da gewesen.
Was durchgehend funktioniert: das Hörbuch als Format. Fünf Sprecher:innen für versch. Perspektiven ist eine gute Entscheidung und die Besetzung passt. Die Stimmen sind klar voneinander unterscheidbar, das Hören fühlt sich angenehm an, nie anstrengend. Für etwa 9 Stunden Hörzeit finde ich ist das auch sehr wichtig.
Fazit
„Giftiger Grund" ist solide, aber meiner Meinung nach kein Must-listen. Wer leichten, gut hörbaren Krimi sucht und mit einem eher ruhigen Spannungsbogen klarkommt, wird hier gut unterhalten. Wer ein dichtes, atmosphärisches Lost-Place-Setting oder psychologisch wasserdichte Figuren erwartet, der*die greift vielleicht besser zu einem anderen Krimi. -
Düster und gewaltig!
Joran kommt frisch aus der JVA. Er hat seine Strafe abgesessen, doch sein Vater sieht das anders, er hat es schwer, einen Job zu finden, niemand gibt ihm eine echte Chance. Also muss er die versteckte Beute von damals holen. Doch an der längst verlassenen Tankstelle trifft er auf Chara und Edda und findet die Leiche seines Freundes. Wer hat ihn getötet? War es der dritte im Bunde? Und was hat es mit dem Mädchen im Schlafanzug und der jungen Frau auf sich?
Schnell erkennt man, dass Chara, Edda und Joran jeweils ihre heftigen Probleme haben. Einiges wird nur angedeutet, anderes fast schon zu ausführlich erzählt. Insofern ist dieser Thriller enorm bedrückend. Thomas Knüwer hat schlimme Themen eingewebt, die an die Nieren gehen. Das geht schon ein Stück weiter, als bloße Sozialkritik. Man wird tatsächlich regelrecht in die Story gesogen, traut sich nicht aufzuhören. So schlimm die Szenen oft sind, so angewidert man immer wieder ist, will man verstehen und hat das Gefühl, alles wird für die Figuren besser, wenn man für sie da ist. Klingt bescheuert, ich weiß, aber anders kann ich es nicht erklären.
Die Entwicklung ist anfangs langsam, fast schleichend, doch dann überschlagen sich die Ereignisse und ergeben eine atemberaubende Story. So krass alles ist, so realistisch ist es doch. Mich hat die Story unfassbar bewegt und erschüttert. Das Finale ist umwerfend und für meinen Geschmack passt das Ende sehr gut.
Mir gefällt sehr gut, dass mehrere Sprecher eingesetzt wurden, um den Figuren die passende Erzählerstimme zu geben. Man kann sie sehr gut unterscheiden und so der Story besonders gut folgen. Sprecher und Story bilden eine tolle Einheit und ich wurde aufs Beste unterhalten. Fünf blitzblanke, leuchtende Sterne! -
Psychologischer Spannungsroman
Ich kann euch bei diesem Buch nur den Tipp geben, die Buchvorstellung vor dem Lesen nicht noch einmal zu lesen, denn da wird doch recht weit vorgegriffen. Nichts Schlimmes, aber dennoch besser sich überraschen zu lassen.
Es beginnt mit einem spannenden Prolog und einem Überfall auf eine Tankstelle. Dann gibt es einen Zeitsprung und die eigentliche Handlung beginnt. Erzählt wird abwechselnd aus der Sicht von Joran, der gerade aus dem Gefängnis entlassen wurde und einen Neuanfang machen möchte, sich aber vor viele Hindernisse gestellt sieht.
Die zweite Perspektive ist die von Charu, einer Influencerin, die Lost Places filmt und dabei immer eine selbst gebastelte Katze, die sie mit Glimmer beklebt hat, als Markenzeichen in ihren Videos hat. Aber dann wird eines nachts ausgerechnet diese Katze gestohlen.
Und so kommt später noch eine dritte Perspektive hinzu.
Die Spannung steigt kontinuierlich, bis hin zum Höhepunkt ganz am Ende. Auf dem Weg dahin geht es viel um Resozialisation, Hürden, die das Leben stellt und große und kleine Probleme.
Ein Buch, das vor allem nachdenklich stimmt. -
Zwischen Vertrauen, Zweifeln und Ängsten
Mich hat hier das giftig leuchtend neongrüne Cover angelockt, passend zum Titel "Giftiger Grund" und ja, die Hauptfigur Joran von Thomas Knüwers Kriminalroman ist auch in einem giftigen Umfeld aufgewachsen.
Nach einem unglücklich verlaufenden Überfall auf eine Tankstelle, muss Joran und seine beiden Freunde in den Jugendknast. Joran trifft es am schlimmsten und er kommt daher als letztes wieder frei, fest entschlossen sein Leben zu ändern und die Vergangenheit hinter sich zu lassen. Gar nicht so leicht als Ex-Häftling und mit alten Freunden, die sich wieder in sein Leben drängen, schnell verstrickt er sich in neue Probleme und wir Leser:innen sind hautnah dabei. Hin- und hergerissen zwischen Mitleid für Joran, Angst um ein kleines Mädchen namens Edda und der Frage, was treibt die Lostplace Forografin Charu an.
Sprachlich war der Krimi sehr gut zu lesen, ich konnte mich mit den Charakteren sehr gut anfreunden und habe zunehmend mit Joran gelitten, wie er den Umständen ausgeliefert ist. Die Sprache variiert je nachdem, wessen Gedanken und Handeln wir begleiten, was es einfach macht die Personen voneinander abzugrenzen. Ich wurde im allgemeinen gut unterhalten und einzelne Wendungen kamen recht überraschend. Leider bin ich mit dem Schluss etwas im Zwiespalt, da passiert dann doch sehr viel und statt dass sich alles am Ende fügt, entstehen für mich zu viele neue offene Fragen. Teils auch etwas unglaubwürdig, ich hätte mir da mehr erwartet, vor allem was mit Edda passiert. Könnte ein neues Genre sein Tragik-Krimi denn es geht weniger um Ermittlungen wie sonst in Krimis, als viel mehr um unglückliche Umstände in die die 3 Charaktere geraten sind und die es nun vor der Polizei zu vertuschen gilt. -
Es hört niemals auf
Ein Krimi, der mich leider nicht wirklich fesseln konnte, weil die Charaktere eher blass blieben.
Joran kommt nach 7 Jahren aus dem Gefängnis frei und versucht wieder auf die Beine zu kommen. Das ist jedoch schwieriger als gedacht: sein Vater nimmt ihn nicht lange auf, sein Überbrückungsgeld geht für ein Hotelzimmer drauf und einen Job findet er auch nicht.
Eines Nacht trifft er auf die Lost Places-Fotografin Charu. Auch ihr Leben läuft anders als geplant. Sie wohnt übergangsweise bei ihrer Schwester, gerät aber immer wieder mit deren Freund aneinander.
Der schicksalhafte Fund einer Leiche bringt die beiden und das kleine Mädchen Edda, die ebenfalls nachts um die Häuser schleicht, um den Dämonen in ihrem Leben zu entkommen, zusammen.
Leider gefiel mir das Buch nur mittelmäßig. Am Anfang begleiten wir Jaron, der versucht sein Leben in den Griff zu kriegen. Die ersten Kapitel werden aus seiner Sicht erzählt und zeigen, wie schwer es sein kann nach 7 Jahren Gefängnis.
Später kommen Kapitel aus Sicht von Charu hinzu. Beide Charaktere blieben leider recht blass. Obwohl sie schlimmes erleben, waren sie mir ziemlich egal. Einzig die kleine Edda war mein Lichtblick. Ich wollte unbedingt wissen, was es mit dem Mädchen auf sich hat, das nachts in Pyjama und Gummistiefeln auf dem Gelände einer verlassenen Tankstelle unterwegs ist.
Den Schreibstil würde ich als recht nüchtern beschreiben. Keine großen Beschreibungen, recht sachlich erzählt.
Das Ende gefiel mir gut und hat mich einigermaßen zufrieden zurückgelassen.
Leider alles in allem nicht ganz mein Fall. Meine Erwartungen waren einfach andere. -
fesselnd
Das Buch ist hauptsächlich aus 3 Perspektiven geschrieben. Charu, Joran und Edda. Drei Menschen aus verschiedenen Leben, die sich zufällig kennenlernen, deren Geheimnisse sie miteinander verbinden und die sich gegenseitig Halt geben, bis jeder wieder bereit für sein eigenes Leben ist.
Das Buch hat einen guten Schreibstil, flüssig, der Situation und Person angepasst.
Ich wurde direkt in die Geschichte hineingezogen und nach dem letzten Wort wieder ausgespuckt. -
Psychologisch überzeugend und fesselnd
Auf dem Gelände einer aufgegebenen Tankstelle treffen sie zufälligerweise aufeinander. Charu, die Urban Explorations unternimmt und ihre Aufnahmen ins Netz stellt, Joran, der die seit sieben Jahren versteckte Beute aus einem Raubüberfall auf die Tankstelle sucht, und das Mädchen Edda, das jede Nacht in der Waschstraße auftaucht. Nur zögerlich wird gegenseitiges Misstrauen abgebaut und die Bedrohung, der sich alle drei Protagonisten gegenüber sehen, im Verlauf der Geschichte immer greifbarer.
Die Figurenzeichnung ist sehr gelungen, die Protagonisten und auch Nebencharaktere sind glaubhaft und authentisch, die Sprache ist den Figuren angepasst und durch die jeweilige abwechselnde Ich-Perspektive, kurze Sätze und Gedankensprünge komme ich den Charakteren nah, teile ihre Gefühle und Überlegungen. Sehr berührt hat mich der unsichere Joran, seine Verzweiflung, Überforderung und Einsamkeit nach Jahren im Gefängnis kann ich nachvollziehen. Charu kommentiert andere Menschen gedanklich oft ironisch, ist der Meinung, sie habe den Durchblick. Hier habe ich sehr gern gelesen, wie sie arbeitet und auch interessante Einzelheiten über andere Lost Places erfahren. Es dauert eine Weile, bis ich mir ein Bild von Eddas Situation machen kann, ihre kindliche Erzählperspektive ist Thomas Knüwer besonders glaubwürdig gelungen. Alle Charaktere erscheinen 'echt'.
'Giftiger Grund' ist fesselnd zu lesen, klug konzipiert und thematisiert auch gesellschaftliche Probleme, und trotz gelegentlicher Situationskomik überwiegt eine düstere Atmosphäre, die nicht nur von der aufgegebenen Tankstelle am Waldrand und dem vergifteten Erdreich verursacht wird. Das giftgrüne Cover des Buchs passt sehr gut und fällt in der Buchhandlung auf.
Ich habe Thomas Knüwers neuen Krimi nach 'Das Haus, in dem Gudelia stirbt' sehr gern gelesen, er hat mir wieder ausgesprochen gut gefallen. -
Interessant und spannend
Bei dem Buch Giftiger Grund wusste ich am Anfang noch nicht genau, in welche Richtung es geht oder was man sich drunter vorstellen kann. Aber ich bin sehr positiv überrascht worden.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ob ich es als Krimi beschreiben würde, weiß ich nicht so recht. Es sind jedenfalls keine typischen Ermittlungen, aber es ist trotzdem immer gute Spannung vorhanden.
Es wird erst aus der Sicht von Charu, einer Lost-Place-Bloggerin, oder von Joran, einem gerade entlassenen Sträfling beschrieben. Dann später auch aus Eddas Sicht, einem kleinen Mädchen, das auch nachts an der Tanke auftaucht. Warum? Vor was flieht sie? Mehr als eine Leiche gibt es auch. Die Stimmung ist düster und jeder muss mit Schwierigem im Leben klarkommen.
Ich fand es sehr interessant und spannend, man will immer wissen, wie es denn weitergeht. Der Schreibstil ist angenehm leicht zu lesen. Manchmal leider nur etwas viele vulgäre Ausdrücke. Das mag ich eigentlich nicht, ist aber wohl realistisch. Der Schluß hätte für mich noch etwas ausführlicher sein können.
Insgesamt vergebe ich 4,5 Sterne und empfehle es gern weiter!
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