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Lukrez' Wolken
Naturgewalt und Phantasma

Tedesco · Tascabile

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Descrizione

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Der römische Dichterphilosoph Lukrez feiert in seinem Epos De rerum natura (»Über die Natur der Dinge«) die Wolken. Als bedrohliche Naturgewalt wird in ihnen die Kraft und Chaotik der unsichtbaren Atome, aus denen die Welt besteht, hör- und sichtbar. Die lukrezische Zergliederung der Wolken - insbesondere die Beschreibung der Gewitter - will diese Gewalt rational und rhetorisch bändigen. Doch zugleich sind Wolken für den Dichter ein metaphorisches Modell zur Erklärung irrationaler Trugbilder, erotischer wie theologischer Phantasmen, die spontan in der Atmosphäre entstehen und uns - wortwörtlich - aus heiterem Himmel überfallen. Jakob Moser geht diesem irritierenden Zusammenhang von antiker Meteorologie und Phantasmalogie nach, der unsere modernen Dichotomien von Natur und Kultur, Physik und Psychologie, Wissenschaft und Dichtung infrage stellt. Lukrez' Wolken erscheinen nicht nur als Gegenstand, sondern auch als Quelle einer schöpferischen wie verstörenden Einbildungskraft der Natur.

Info autore










Jakob Moser ist Philosoph und Kulturwissenschaftler und wurde an der Universität Wien mit einer Arbeit über Lukrez' Poetik des Übersetzens promoviert (Dädalische Zunge. Lukrez als Übersetzer des Realen). Er ist Postdoc-Stipendiat der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und Mitarbeiter am Institut für Philosophie der Universität Wien. 


Riassunto


Der römische Dichterphilosoph Lukrez feiert in seinem Epos
De rerum natura
(»Über die Natur der Dinge«) die Wolken. Als bedrohliche Naturgewalt wird in ihnen die Kraft und Chaotik der unsichtbaren Atome, aus denen die Welt besteht, hör- und sichtbar. Die lukrezische Zergliederung der Wolken – insbesondere die Beschreibung der Gewitter – will diese Gewalt rational und rhetorisch bändigen. Doch zugleich sind Wolken für den Dichter ein metaphorisches Modell zur Erklärung irrationaler Trugbilder, erotischer wie theologischer Phantasmen, die spontan in der Atmosphäre entstehen und uns – wortwörtlich – aus heiterem Himmel überfallen. Jakob Moser geht diesem irritierenden Zusammenhang von antiker Meteorologie und Phantasmalogie nach, der unsere modernen Dichotomien von Natur und Kultur, Physik und Psychologie, Wissenschaft und Dichtung infrage stellt. Lukrez’ Wolken erscheinen nicht nur als Gegenstand, sondern auch als Quelle einer schöpferischen wie verstörenden Einbildungskraft der Natur.

Dettagli sul prodotto

Autori Jakob Moser
Con la collaborazione di Frank Fehrenbach (Editore)
Editore Matthes & Seitz Berlin
 
Contenuto Libro
Forma del prodotto Tascabile
Data pubblicazione 29.01.2026
Categoria Saggistica > Filosofia, religione > Filosofia: dall'antichità ai giorni nostri
 
EAN 9783751830669
ISBN 978-3-7518-3066-9
Numero di pagine 140
Dimensioni (della confezione) 10 x 1.1 x 18.2 cm
Peso (della confezione) 125 g
 
Serie Fröhliche Wissenschaft > 266
Categorie Naturphilosophie, Meteorologie, Europäische Geschichte, Europäische Geschichte: Renaissance, Naturgewalten, Antike Philosophie, Naturphänomene, Römische Antike, Europäische Geschichte: Römer, Humanistische Philosophie, Naturpoesie, Naturerkenntnis, Philosophie: Epistemologie und Erkenntnistheorie, Philosophie: Metaphysik und Ontologie, Naturdichtung, Kunst: allgemeine Themen, Geschichte der Naturwissenchaften
 

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