Descrizione
Dettagli sul prodotto
| Autori | Claudia Rikl |
| Editore | Ullstein HC |
| Contenuto | Libro |
| Forma del prodotto | Copertina rigida |
| Data pubblicazione | 12.03.2026 |
| Categoria |
Narrativa |
| EAN | 9783550204463 |
| ISBN | 978-3-550-20446-3 |
| Numero di pagine | 368 |
| Dimensioni (della confezione) | 13.4 x 3.3 x 21 cm |
| Peso (della confezione) | 426 g |
| Categorie |
Versöhnung |
Recensioni dei clienti
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Dramatische Familiengeschichte
Das Buchcover sagt nichts über diese Familiengeschichte aus. Dabei ist Claudia Rikl mit "Elbland" ein sehr emotionaler Roman gelungen.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht für mich die Szene, in der der kleine Bruder in den Armen seiner Schwester Irma stirbt. Selbst noch kein Schulkind, versteht sie zunächst nicht, was passiert ist.
Irma hat eine schöne und behütete Kindheit in Böhmen, bis der Vater in den Krieg ziehen muss und ihre deutsche Familie 1945 aus der Idylle vertrieben wird. Die Mutter und ihre beiden Kinder werden zunächst interniert. Aufgrund von Hunger, schwerer Arbeit und mangelnder Hygiene erkranken sie alle unterschiedlich schwer.
Infolge des Todes des geliebten Bruders erleidet Irma ein schweres Trauma, das sie das weitere Leben begleitet. Obwohl sie eine Familie gründet und zwei Töchter zur Welt bringt, kann sie das Erlebte nicht verarbeiten, sie verschließt sich immer mehr, die Familie zerbricht schließlich.
Nach ihrem Tod stellen sich der Familie viele Fragen, da Irma nie über ihre Herkunft sprechen konnte. Auch über die belastenden Erlebnisse hat sie nie auch nur ein Wort verloren. Um zu verstehen und mit der Vergangenheit abzuschließen, besucht Tochter Nina die Heimat ihrer Mutter in Tschechien. Dort trifft sie sehr liebe und hilfsbereite Menschen, die ihr ans Herz wachsen.
Die Autorin beschreibt diese Geschichte sehr anschaulich und einfühlsam. Der Roman fesselt von der ersten bis zur letzten Seite
Obwohl der Schreibstil fesselnd und korrekt ist, unterläuft der Autorin ein schwerer Fehler auf Seite 61. In der DDR zur Schule gegangen, hat Claudia Rikl mit Sicherheit gelernt, dass das Wort erinnern ein rückbezügliches Verb ist. Warum dann diese aus dem Englischen übersetzte Ausdrucksweise "Nina erinnert Hände..."? Dieser Wermutstropfen musste in diesem wichtigen Buch nicht sein. -
Familiengeschichte
Als Ninas Mutter Irma stirbt, könnte sich Nina nach Jahren des Betreuens plötzlich frei fühlen. Doch genau das passiert nicht. Als ihre Schwester Katja vorbeikommt, geraten sie auch noch richtig aneinander. Nina verliert ihre Stimme, was als Schauspielerin eine Katastrophe ist. Deshalb beschließt sie, ins tschechische Riesengebirge zu fahren. Ninas Mutter stammt von dort und Nina möchte den letzten gemeinsamen Urlaub als heile Familie nochmals aufleben lassen
Das Buch ist eine tragische Familiengeschichte. In der Gegenwart sind zwei Schwestern, die sich gegenseitig die Schuld geben. Ist eine Mutter, die über ihre Vergangenheit und Herkunft so gut wie nichts gesprochen hat und viele Geheimnisse hatte. In der Vergangenheit gibt es nochmals zwei Ebenen. Die Kindheit der Mutter im Sudetenland und die Jugend der beiden Schwestern. Das alles ist sehr gut und vor allem flüssig zu lesen. Ich persönlich hätte mir zwar gewünscht, dass man noch mehr von der Zeit im Sudetenland erfährt. Diese Zeit wird relativ kurz abgehandelt. Die schwierige Mutter-Tochter-Beziehung und vor allem die noch schwierigere Schwestern-Beziehung ist gut erklärt und nachvollziehbar. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.
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