Descrizione
Dettagli sul prodotto
| Autori | Safia Al Bagdadi |
| Editore | Hanser |
| Contenuto | Libro |
| Forma del prodotto | Copertina rigida |
| Data pubblicazione | 17.02.2026 |
| Categoria |
Narrativa |
| EAN | 9783446282841 |
| ISBN | 978-3-446-28284-1 |
| Numero di pagine | 320 |
| Dimensioni (della confezione) | 13.4 x 2.7 x 21 cm |
| Peso (della confezione) | 420 g |
| Categorie |
Kindheit |
Recensioni dei clienti
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Geplatzte Träume
Die Autorin Safia Al Bagdadi verknüpft in ihrem bewegenden Familienroman „Unser Haus mit Rutsche“ zwei zeitliche Erzählperspektiven ihrer Ich-Erzählerin Layla: Die ihrer Kindheit und als junge Frau, die in Paris nach beruflicher und persönlicher Sicherheit sucht. Im Mittelpunkt ihrer atmosphärischen Schilderungen steht ihr aus dem Irak stammende Vater und die bildschöne Mutter.
Layla lebt derzeit in Paris, versucht sich als Schriftstellerin und Schauspielerin, aber innere Zweifel und Zerrissenheiten lassen sie nicht wirklich durchstarten. Sie sucht Hilfe bei einer Psychologin und ringt mit sich, Nähe zuzulassen und nicht zu vereinsamen. Ausführlich und eindringlich schweifen ihre Gedanken und Erinnerungen zurück in die Kindheit. Zusammen mit ihrem Bruder Nouri wächst sie mit einem exzentrisch-verträumten Vater auf, der geheimnisvolle Geschäfte im Nahen Osten führt und der Familie irgendwann ein großes Haus mit Rutsche am Tigris verspricht.
Humorvoll und doch auch melancholisch verbindet Safia Al Bagdadi zahlreiche Anekdoten aus der Familiengeschichte mit der Perspektive einer Erwachsenen, die im Dazwischen aufgewachsen ist. Nach außen schillernd, machen sich im Inneren der Familie mit Beginn des Golfkrieges tiefgreifende Probleme breit: Dem Vater brechen durch das Embargo die Geschäfte weg und er beginnt sich fanatisch zu radikalisieren, nachdem er hilflos mitansehen muss, was mit seinen Verwandten im Irak geschieht.
In drei Teilen mit vielen kleineren Kapiteln spürt Layla berührend ihrer Biografie nach – besonders packend ist ihre Reise als Kind nach Bagdad, wenn sie mit Kinderaugen und zahlreichen Fragen das Land ihres Vaters entdeckt. Safia Al Bagdadi erzählt eindringlich und leichtfüßig, obwohl in der Geschichte viel Leid steckt und der märchenhafte Blick des Kindes auf die Eltern später in schmerzvolle Erkenntnisse führt. Ein emotional bewegender Roman über bleibende familiäre Verstrickungen, der sich aber manchmal in den Erzählperspektiven etwas verliert. -
Zwischen den Kulturen
„Unser Haus mit Rutsche“ ist ein emotionaler Roman der in Paris lebenden Autorin und Schauspielerin Safia Al Bagdadi.
Layla wächst bei ihren Eltern in Saarbrücken auf. Ihr Vater stammt aus dem Irak, hat aber sein Leben den europäischen Verhältnissen angepasst und steckt voller Ideen, die leider immer wieder scheitern. Auch Layla macht er immer wieder Versprechungen, die er nicht erfüllen kann. Ihre Mutter ist in einer reichen französischen Familie aufgewachsen und ist mit ihrem Leben in Deutschland unzufrieden.
Die Ereignisse werden aus Laylas Perspektive geschildert. Sie berichtet aus ihrer Kindheit bis in die Gegenwart, in der sie bereits vierzig ist. Sie wächst zwischen den Kulturen auf, erlebt die in Deutschland und die, die ihre Eltern ihr vorleben. Die Familie lebt zwischen Realität und Traum.
Der Schreibstil ist warm und emotional. Es werden ernste Themen angesprochen, aber es werden auch die humorvollen Momente, die das Leben mit sich bringt, geschildert. Dadurch ist der Roman vielseitig und liest sich authentisch. Es geht um Familie, Freunde, Konflikte, unterschiedliche Kulturen, aktuelle politische Themen, Religion, Krieg, Identität, Migration und vieles mehr.
Besonders gelungen finde ich die Wechsel zwischen der kindlichen Perspektive und der aus Laylas Sicht als erwachsene Frau.
Insgesamt ist es ein eindrucksvoller Roman über eine Kindheit zwischen unterschiedlichen Kulturen und darüber wie sehr uns unsere Familiengeschichten prägt. -
Zwischen Kulturen und dem eigenen selbst
Ein sommerliches Cover mit zwei Swimmingpools und zwei Kindern auf einem Boot, während die Mutter am Rand des Swimmingpools sitzt. Der knallgelbe Hintergrund verstärkt nochmal den sommerlichen Eindruck und ist dadurch auch gleichzeitig ein echter Hingucker.
In der Ich-Perspektive verfasst lernt man das Leben der Erzählerin kennen, von ihrer Beziehung zu ihren Eltern, Freunden und natürlich zu sich selbst. Ihr Vater Iraker, ihre Mutter Französin und aufgewachsen in Deutschland, also eine wilde Mischung, mit der die Erzählerin aufgewachsen ist und sie geprägt hat. Das Familienleben ist durch die eigenwilligen Charakter gezeichnet, wo bereits wie der Klappentext anmerkt, diese Eigenarten sehr sympathisch sind und man dadurch eine gute Beziehung zu den einzelnen Personen aufbauen kann.
Insgesamt ein angenehmes Leseerlebnis und eine klare Leseempfehlung von mir, da die Charaktere klar die Geschichte leiten und zu etwas besonderem macht.
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Mitten im Leben
In dem Buch „Unser Haus mit Rutsche“ von Safia Al Bagdadi
geht es um Familie, Zusammenhalt und die Herausforderungen des Zusammenlebens. Das Buch zeigt das Familienleben mit all seinen Höhen und Tiefen.
Der Schreibstil war angenehm und leicht verständlich, sodass ich das Buch gut lesen konnte und das Geschehen gut verfolgen konnte. Die Geschichte wurde authentisch und nahbar geschrieben. Man konnte sich gut in die Figuren hineinversetzen und ihre Perspektiven verstehen und nachvollziehen.
Allerdings gab es auch einige Stellen, die sich etwas gezogen haben, wodurch die Handlung teilweise an Spannung verlor. Manche Entwicklungen hätten für mich noch etwas mehr Tiefe vertragen, sodass ich mir eine stärkere emotionale Verbindung zu den Figuren gewünscht hätte.
Insgesamt ist es ein solides Buch mit wichtigen und interessanten Themen rund um Familie und Zusammenhalt. Ich kann es vor allem Leserinnen und Lesern empfehlen, die ruhige, realistische Familiengeschichten mögen.
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Hat was, aber leider nicht genug
Layla Beni Sayed hadert mit sich und ihrem Leben. Verschiedene berufliche Ansätze waren nicht von Erfolg gekrönt. Auch die Schriftstellerei läuft ihr nicht einfach von der Hand. In Gesprächen mit ihrer Psychotherapeutin und ihrem Hausarzt kommt sie sich selbst näher.
In episodischen Rückblenden begleiten wir Layla durch ihre außergewöhnliche Kindheit in Saarbrücken. Behütet von einer französischstämmigen Mutter und einem irakischen Vater, der oft auf Reisen ist, verläuft ihr Leben anders als das ihrer Freundinnen. Amir, der Vater, ist eine schillernde Person, in gewisser Weise ein Traumtänzer, der seiner Familie die tollsten Träume ausmalt, wie zum Beispiel das Haus mit Rutsche in Bagdad. Doch immer wieder kommt etwas dazwischen, beispielsweise der Golfkrieg, wodurch Amir arbeitslos wird und nicht wieder auf die Beine kommt.
Wir haben an bestimmten Ereignissen Anteil, aber auch am ganz gewöhnlichen Alltag dieser Familie - alles betrachtet durch die Augen des Kindes Layla. Vieles hätte ich mir tiefgründiger und intensiver gewünscht, aber klar, ein Kind begreift die Dinge nicht so wie ein Erwachsener. So empfand ich vieles als eher belanglos, was für die kleine Layla eine große Bedeutung hatte. Nichtsdestotrotz war es interessant, einen Blick in diese bunte Familie (auch auf die weiteren Familienangehörigen in Frankreich und im Irak) zu werfen und das Aufeinanderprallen der grundverschiedenen Kulturen zu beobachten.
Der Schreibstil ist sehr angenehm, zuweilen mit einer Prise Humor gewürzt, sodass man fast über die zum Teil schlimmen Ereignisse hinweg getäuscht wird.
Die Handlung in der Gegenwart gefiel mir bei Weitem nicht so gut wie die in der Vergangenheit. Laylas Gedanken haben mich hier verwirrt und vor allem die wiederkehrenden Suizidgedanken fand ich verstörend.
Das Buch erschien im Februar 2026 im Carl Hanser Verlag.
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