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Fritz Bauer gehört zu den bedeutendsten jüdischen Remigranten im Nachkriegsdeutschland. Als hessischer Generalstaatsanwalt, der den Frankfurter Auschwitz-Prozess auf den Weg brachte, hat er bundesrepublikanische Geschichte geschrieben. Die öffentliche Wirksamkeit des Auschwitz- Prozesses und dessen politische Folgen sind für das Selbstverständnis der Westdeutschen nicht hoch genug einzuschätzen.
Anlässlich des 50. Jahrestags des Auschwitz-Prozesses veranstaltet das Jüdische Museum Frankfurt am Main in Kooperation mit dem Fritz Bauer Institut eine umfassende Ausstellung zu Leben und Werk Fritz Bauers. Sie würdigt den politisch und gesellschaftlich engagierten Juristen und Strafrechtsreformer, den kämpferischen Sozialdemokraten - den Mitstreiter Kurt Schumachers, den ein gemeinsames Exil mit Willy Brandt verband -, den atheistischen Humanisten, aber auch den leidenschaftlichen Theatergänger und Kunstkenner.
Info autore
Fritz Backhaus war stellvertretender Direktor des Jüdischen Museums in Frankfurt (Main) und ist Abteilungsdirektor Sammlungen des Deutschen Historischen Museums in Berlin.
Monika Boll ist Philosophin, Publizistin und Kuratorin.
Prof. Dr. Raphael Gross war er von 2001 bis 2015 Direktor des Leo Baeck Instituts für das Studium der deutsch-jüdischen Geschichte und Kultur in London, von 2006 bis 2015 Direktor des Jüdischen Museums Frankfurt am Main und von 2007 bis 2015 Direktor des Fritz Bauer Instituts. Seit 2017 ist er Präsident des Deutschen Historischen Museums.
Relazione
»Fritz Bauer war ein Staatsanwalt ganz eigener Art. Er wollte die Bürger vor staatlicher Willkür schützen.« Hans Riebsamen, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.04.2014