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»Somos todos Portugueses!« - Afrikanische Soldaten in den Dekolonisierungskriegen in Angola, Mosambik und Guinea-Bissau 1960-1975

Tedesco · Copertina rigida

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Descrizione

Ulteriori informazioni

In den blutigen Dekolonisierungskriegen kämpften nicht nur Soldaten aus Europa in der portugiesischen Armee. Erstmals wird die Geschichte der afrikanischen Soldaten im Dienste Portugals rekonstruiert.In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zeichnete die Dekolonisation die politische Weltkarte neu. Nur Portugal widersetze sich dieser Entwicklung und versuchte als letzter europäischer Staat an großflächigen Kolonien festzuhalten. Jahrelang führten das konservativ-autoritäre Regime in Lissabon und die Unabhängigkeitsbewegungen in Angola, Mosambik und Guinea-Bissau blutige Guerrillakriege. Dafür schickte die portugiesische Regierung nicht nur zahlreiche Soldaten aus Europa nach Afrika sondern rekrutierte auch im großen Stil Kämpfer in den Kolonien selbst. In der Erinnerungskultur und der Forschung wurde diese Gruppe der afrikanischen Soldaten, die auf portugiesischer Seite kämpften, bisher wenig beachtet. Nils Schliehe geht ihrer Geschichte nach und zeigt anhand von Archivquellen und Zeitzeugeninterviews, dass die afrikanischen Soldaten in den Dekolonisierungskriegen eine bedeutende Rolle spielten und etwa die Hälfte der portugiesischen Sicherheitskräfte in den Kolonien bildeten. Schliehe untersucht wie die afrikanischen Soldaten rekrutiert und eingesetzt wurden, und betrachtet das Verhältnis zu ihren europäischen Kameraden und die eigene Wahrnehmung. Abschließend nimmt er auch das Schicksal der afrikanischen Soldaten nach der Unabhängigkeit in den Blick.

Info autore

Nils Schliehe,geb. 1988, studierte Geschichte und Politikwissenschaften an der Universität Hamburg, anschließend wissenschaftlicher Mitarbeiter. 2022 schloss er seine Promotion an der Universität Hamburg erfolgreich ab. Nach einer Tätigkeit am Hamburgischen Institut für Berufliche Bildung ist Nils Schliehe aktuell im wissenschaftsunterstützenden Bereich der Universität Osnabrück beschäftigt.
Veröffentlichungen u. a.: Deutschlands Hilfe für Portugals Kolonialkrieg in Afrika. Die Bundesrepublik Deutschland und der angolanische Unabhängigkeitskrieg 1961–1974 (2016).

Riassunto

In den blutigen Dekolonisierungskriegen kämpften nicht nur Soldaten aus Europa in der portugiesischen Armee. Erstmals wird die Geschichte der afrikanischen Soldaten im Dienste Portugals rekonstruiert.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zeichnete die Dekolonisation die politische Weltkarte neu. Nur Portugal widersetze sich dieser Entwicklung und versuchte als letzter europäischer Staat an großflächigen Kolonien festzuhalten. Jahrelang führten das konservativ-autoritäre Regime in Lissabon und die Unabhängigkeitsbewegungen in Angola, Mosambik und Guinea-Bissau blutige Guerrillakriege. Dafür schickte die portugiesische Regierung nicht nur zahlreiche Soldaten aus Europa nach Afrika sondern rekrutierte auch im großen Stil Kämpfer in den Kolonien selbst. In der Erinnerungskultur und der Forschung wurde diese Gruppe der afrikanischen Soldaten, die auf portugiesischer Seite kämpften, bisher wenig beachtet. Nils Schliehe geht ihrer Geschichte nach und zeigt anhand von Archivquellen und Zeitzeugeninterviews, dass die afrikanischen Soldaten in den Dekolonisierungskriegen eine bedeutende Rolle spielten und etwa die Hälfte der portugiesischen Sicherheitskräfte in den Kolonien bildeten. Schliehe untersucht wie die afrikanischen Soldaten rekrutiert und eingesetzt wurden, und betrachtet das Verhältnis zu ihren europäischen Kameraden und die eigene Wahrnehmung. Abschließend nimmt er auch das Schicksal der afrikanischen Soldaten nach der Unabhängigkeit in den Blick.

Testo aggiuntivo

»[Schliehe] stößt [...] in eine Wissenslücke, die all diejenigen, die versuchen, den großen Kontinent Afrika und dessen Entwicklungen besser zu verstehen, schließen sollten.«
(Carlota Brandis, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.06.2025)

Relazione

»[Schliehe] stößt [...] in eine Wissenslücke, die all diejenigen, die versuchen, den großen Kontinent Afrika und dessen Entwicklungen besser zu verstehen, schließen sollten.« (Carlota Brandis, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.06.2025)

Dettagli sul prodotto

Autori Nils Schliehe
Editore Wallstein
 
Lingue Tedesco
Formato Copertina rigida
Pubblicazione 01.02.2025
 
EAN 9783835358256
ISBN 978-3-8353-5825-6
Pagine 358
Dimensioni 162 mm x 28 mm x 238 mm
Peso 694 g
Illustrazioni 1 Abb.
Serie Hamburger Beiträge zur Geschichte der kolonialen Globalisierung
Categorie Scienze umane, arte, musica > Storia > Storia della cultura

Krieg, Militär, Diktatur, Afrika, Portugal, Unabhängigkeit, Soldaten, Angola, Mosambik, Kolonien, Bewaffnete Konflikte, Veteranen, Guinea-Bissau, Dekolonialisierung, Nelkenrevolution, Kolonialsoldaten, Dekolonisation und postkoloniale Studien

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