Descrizione
Dettagli sul prodotto
| Autori | Miriam Böttger |
| Editore | Kiepenheuer & Witsch |
| Contenuto | Libro |
| Forma del prodotto | Copertina rigida |
| Data pubblicazione | 01.09.2024 |
| Categoria |
Narrativa |
| EAN | 9783869713052 |
| ISBN | 978-3-86971-305-2 |
| Numero di pagine | 224 |
| Dimensioni (della confezione) | 13.3 x 2.1 x 21 cm |
| Peso (della confezione) | 338 g |
| Categorie |
Familie |
Recensioni dei clienti
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Unglückshaus und kollektive familiäre Dachschäden
"Eigentlich ist jede Familie eine Sekte für sich", eine großartig treffende Beobachtung, zwischen so vielen treffenden, scharf beobachteten zwischenmenschlichen und vor allem familiären Szenen - wie und worüber definieren sich Menschen, und besonders Familien, für den inneren Zusammenhalt und die Abgrenzung nach außen?
Hier ist es das Unglückshaus, das zugleich problematisches Familienmitglied und der entscheidende Endgegner ist, indem es die Probleme der Familie quasi personifiziert. Also was macht es mit der Familie, wenn sie eben dieses Haus, das Zentrum ihrer persönlichen Familiensekte, verlassen wollen, es verlassen haben?
Was ist die Familie, wenn sie durch den (folgerichtigen?) Auszug aus dem verhassten Haus dieses identitätsstiftende Element verliert, dieses HAUS, welches sie gleichzeitig vereint und gegeneinander aufgestellt hat? "Denn was ist eine Unglückssekte schon ohne ihr Unglückshaus, ohne den Ort ihrer Religionsausübung?"
Wenn man die eigene Familie(nsekte) wiedererkennen sollte, die eigenen alternden Eltern, oder sich selbst, als erwachsenes Kind, welches schon längst "aus dem Haus" ist, in den familiären Eigenarten und Verhaltensweisen, trifft das Buch durchaus sehr emotional und regt definitiv zum Nachdenken und Reflektieren über die eigenen, weitergegebenen Arten der "Religionsausübung" an.
Dabei wird es durch Miriam Böttgers speziellen Stil nie zu schwermütig, sondern bleibt sehr amüsant.
Nur was die Stadt Kassel, die Kasseler und Kasselaner von diesem Buch halten, weiß ich nicht, denn sie kommen, als räumliche Erweiterung des Unglückshauses, als Unglücksstadt, wirklich nicht gut dabei weg. -
Mehr als ein Haus
Das Cover zeigt das titelgebende Haus, vor dem der Vater der Erzählerin und sie selbst stehen. Es wirkt durch die wenigen Farben minimalistisch, aber dennoch ansprechend.
Eine Familiengeschichte, die vom Leben in diesem Haus überschattet wird und ein etwas besonderes Leben mit sich bringt. Ein einfacher Schreibstil, der offen und ehrlich ist und nichts beschönigt. Dadurch entstehen auch viele lustige Momente, bei denen ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen konnte.
Obwohl es eine relativ kurze Geschichte ist, tut die Kürze der Geschichte keinen Abbruch, sondern bringt sie auf den Punkt ohne langatmig oder in die Länge gezogen zu wirken. Eine scheinbar alltägliche Geschichte, die jeden ereilen kann, da sie so nah an der Realität ist.
Alles in allem ein etwas spezielleres Buch, gerade durch die verschiedenen Charaktere, die alle ihre Eigenheiten besitzen, aber das hat auch teilweise das gute Leseerlebnis ausgemacht.
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