Ulteriori informazioni
Risikofaktoren kindlicher Entwicklung werden in diesem Band mit aktuellen Schwerpunktsetzungen thematisiert und empirisch fundiert zur Diskussion gestellt: Im Zentrum steht die Schulleistungsentwicklung von Kindern mit Migrationshintergrund, die seit den Befunden von PISA und IGLU als die Schülergruppe mit dem höchsten Risikopotential innerhalb des deutschen
Bildungssystems gilt. Von besonderem Interesse ist dabei die schriftsprachliche Kompetenzentwicklung in sprachlich-kulturell heterogenen Klassen, wobei auch die emotionalen und persönlichkeitsbezogenen Aspekte der Kompetenzentwicklung einbezogen werden. Der Übergang
von der Grundschule zu den weiterführenden Schulen wird als "kritisches Lebensereignis" gesehen, für das unterschiedliche personale und soziale Ressourcen der Kinder als Schutzfaktoren aktiviert werden können. In fast allen Beiträgen dieses Bandes wird ein längsschnittliches Design realisiert, um die Entwicklung von Kindern unter den ausgewählten Belastungsfaktoren zu analysieren. Der Band bietet einen fundierten Einblick in den gegenwärtigen Forschungsstand zu zentralen Problemlagen
kindlicher Entwicklung im Grundschulalter.
Info autore
Prof. Dr. Agi Schründer-Lenzen hat einen Lehrstuhl für Allgemeine Grundschulpädagogik und -didaktik an der Universität Potsdam.
Riassunto
Empirische pädagogische Forschung für die Primarstufe ist bisher selten in den Fokus erziehungswissenschaftlicher Arbeit genommen worden. Vor dem Hintergrund der PISA-Studien hat sich jedoch gezeigt, dass wesentliche Schulleistungen und Kompetenzen gerade im Grundschulalter nur unzureichend erlernt und vermittelt werden. Einen hochaktuellen Einblick in die Risikofelder der kindlichen Entwicklung im Grundschulalter legen die AutorInnen mit diesem Band vor. Den zentralen thematischen Schwerpunkt bilden Analysen zur Schulleistungsentwicklung von Kindern mit Migrationshintergrund, wobei dieser eine neuartige Erweiterung erfährt, indem auch die emotionalen und persönlichkeitsbezogenen Aspekte der Kompetenzentwicklung einbezogen werden. Zudem werden die Risiken dargestellt, die sich vielfach im Übergang von der Primarstufe zur Sekundarstufe I ergeben.