Descrizione
Dettagli sul prodotto
| Autori | Dinah Marte Golch |
| Editore | List |
| Contenuto | Libro |
| Forma del prodotto | Copertina rigida |
| Data pubblicazione | 30.08.2021 |
| Categoria |
Narrativa |
| EAN | 9783471360101 |
| ISBN | 978-3-471-36010-1 |
| Numero di pagine | 448 |
| Dimensioni (della confezione) | 13.8 x 4.2 x 21.2 cm |
| Peso (della confezione) | 562 g |
| Categorie |
Entwicklungspsychologie |
Recensioni dei clienti
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Zu viel gewollt
Antonia (genannt Toni) macht Haushaltsauflösungen, erleidet dabei einen Unfall und verliert fast ihr Augenlicht. Nur durch eine Organspende kann sie wieder sehen. Sie möchte gern die Familie des Spenders kennenlernen, was ihr auch gelingt. Doch damit stößt sie quasi in ein Wespennest und bringt ihre eigene Familie in Gefahr.
Das Buch hätte für mich richtig gut werden können, aber: hier wäre weniger mehr gewesen. Erzählt wird das Ganze in zwei Zeitsträngen. Einmal Toni in der Ich-Form und einmal wird über Toni gesprochen. Gerade diesen Teil fand ich befremdlich. Es geht richtig gut los, doch in der Mitte wird es oft ziemlich langatmig und teilweise auch unglaubwürdig. Einige der genannten Phänomene werden erklärt, aber viele gleiten in Richtung Esoterik ab. Allein die Familiengeschichte wäre schon spannend gewesen, doch dann kommen noch verschwundene Bilder aus der Nazi-Zeit dazu und noch zwei "Kriminalfälle" (ich beschreibe das bewusst so schwammig, um nicht zu viel zu spoilern). Aber genau das wird am Ende einfach zu viel, obwohl im letzten Viertel dann wieder viel passiert und einige Überraschungen dazukommen. Doch insgesamt fällt es mir trotzdem schwer, eine Leseempfehlung auszusprechen. -
Zu viel des Guten
Antonia Petzold löst Haushalte von Verstorbenen auf. Bei einem Arbeitseinsatz hat sie einen Arbeitsunfall, verätzt sich dabei beide Augen und verliert ihr Augenlicht. Doch sie hat Glück im Unglück: Sie erhält eine Gewebespende und erlernt wieder das Sehen. Dann kommt es dazu, dass sie Flash backs hat. Will die tote Spenderin ihr irgendetwas mitteilen? Als sie verbotenerweise die Familie die Spenderin kennenlernt, verdichtet sich der Verdacht, dass mit ihrer Spenderin irgendetwas nicht gestimmt hat.
Das Buch ist ein echter Pageturner und ich konnte es kaum beiseitelegen. Trotzdem hat es mich mit einem unguten Gefühl zurückgelassen. Die Spannung war von der ersten Seite an da und es hat viele sehr überraschende Wendungen in der Geschichte gegeben. Die Geschichte wird wechselweise einmal aus der Sicht von heute und einmal aus der Sicht von vor wenigen Wochen geschrieben, wobei beide Stränge sich zum Ende des Buches hin vereinen. Der eine Strang ist in der Ich-Form erzählt, der andere in der dritten Person. Dadurch blieb mir Toni seltsam fremd. Mir ist es nicht gelungen, mich in ihr hineinzuversetzen.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und lässt sich so weglesen. Als ein wenig überflüssig habe ich einige langatmige Beschreibungen von Orten empfunden, deren geschichtlicher Kontext breit und lang erörtert wird. Wer ein wenig Allgemeinwissen hat, weiß das auch so. Und wenn man es nicht weiß, stört das nicht das Verständnis der Geschichte.
Dieses Buch wollte zu viel. So gibt es auch einen Handlungsstrang (der in Frankfurt spielt), der meines Erachtens vollkommen überflüssig ist. Mir hat sich der Zusammenhang mit dem Rest der Geschichte nicht erschlossen. Dieser Strang hätte genügend Stoff für eine eigene Erzählung geliefert.
Trotz der großen Spannung und der überraschenden Wendungen bekommt das Buch daher von mir nur vier Sterne. -
Sehr spannender Roman mit Zügen eines Thrillers
Ausweislich des Buchcovers handelt es sich um einen Roman. Wer wie ich nicht so gerne Thriller liest, sollte sich, wie es mir ging, nicht von dieser Einordnung täuschen lassen. Denn die Geschichte weist doch sehr starke Züge eines Thrillers auf, was vermutlich dadurch erklärbar ist, dass die Autorin bereits mehrere Dutzende Drehbücher für Fernsehkrimis geschrieben hat.
Schon der Einstieg in die Geschichte beginnt mit Andeutungen zu einem kürzlich geschehenen Mord. Abwechselnd wird dann von diesem Zeitpunkt und den vergangenen sechs Monaten erzählt, in denen die Protagonistin Antonia sich bei einem Arbeitsunfall die Augen verätzt und die Hornhaut einer verstorbenen Spenderin transplantiert erhält. Sie sucht den Kontakt zur Familie der Toten, in der mysteriöse Dinge passiert und quasi Leichen versteckt sind. In der Gegenwart spürt Antonia ihrer eigenen traumatischen Kindheit nach. Insgesamt entwickelt sich alles sehr spannend, wenngleich für meinen persönlichen Geschmack zu viel einfach nur haarsträubend bzw. hanebüchen ist. Antonia setzt akribisch Puzzle-Teil für Puzzle-Teil zusammen, weshalb das Buchcover sehr passend gewählt ist. Sehr interessant sind die Themen, die in die Geschichte einfließen – Transplantation mit ihren psychologischen Folgen auf den Empfänger, Beutekunst, Provenienzforschung. -
Auf der Suche nach der eigenen Identität
Antonia Petzold bekommt nach einem Unfall die Hornhaut einer Verstorbenen implantiert. Doch nach dieser Operation fühlt sie sich verändert, nicht mehr wohl mit ihrem Beruf, ihrem Freund und ihrer Familie. Als sie die Chance bekommt, die wohlhabende Familie der Spenderin kennen zu lernen und von deren Mutter sehr herzlich aufgenommen wird, lernt sie ein völlig andere Welt kennen. Und plötzlich muss sie vieles aus ihrer Vergangenheit hinterfragen und begibt sich auf die schmerzhafte Suche nach der eigenen Identität.
Es ist eine sehr spannende Geschichte, die Dinah Marte Golch hier erzählt. Viele verschiedenen Themen sind miteinander verknüpft, hier geht es um Organspende und deren psychologische Folgen, um Beutekunst aus der Nazizeit und um jeden Preis gewahrte Familiengeheimnisse. Doch zugleich ist das mein Kritikpunkt, vielleicht ist das alles ein bisschen zu viel für einen Roman. Jedes dieser Themen hätte vertieft schon für eine eigenen Geschichte gereicht - obwohl dieser Mix zugegebener Maßen sehr spannend und kurzweilig ist. Der Schreibstil liest sich angenehm und fesselnd, in der zweiten Hälfte nimmt die Geschichte mit immer neuen Wendungen viel Fahrt auf. Ich habe meist mit der Figur der Toni Petzold gefühlt, allerdings kommt mir einiges doch eher unrealistisch und übertrieben vor. Hier gibt es ein paar zu viele Zufälle und zu übertriebene Reaktionen.
Das Cover passt hervorragend zu diesem Roman, in dem Antonia mühsam die Puzzle-Steinchen aus ihrer Vergangenheit zusammen setzt.
Ein spannender und unterhaltsamer Roman mit vielen Facetten. -
Puzzle
Bei einem Arbeitsunfall verliert Antonia ihr Augenlicht, doch sie hat Glück, sie erhält eine Hornhauttransplantation und so erlangt sie ihre Sehkraft wieder. Antonia hat einen ausgefallenen Beruf, aber klar, so etwas muss es auch geben. Sie räumt die Wohnungen von Verstorbenen aus. Antonia reist nach Frankfurt, um sich bei der Familie der Spenderin zu bedanken. Doch damit gerät sie in einen Strudel von Ereignissen, der auch die Geschichte ihrer eigenen Familie betrifft. Die Lektüre wird auf zwei Zeitebenen erzählt, die sich einander annähern und nach und nach rutschen immer mehr Puzzleteile an ihren Platz - was sich sehr gut auf dem Cover wieder findet. Meines Erachtens war hier das Thema Kunstraub zu Zeiten des Nationalsozialismus nicht so passend, denn es wirkte ein wenig aufgesetzt und das Buch hätte gut ohne auskommen können. Dennoch ein Buch, das man schlecht aus der Hand legen konnte, wenn man es einmal begonnen hatte.
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