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Die Danakil-Senke im Nordosten Äthiopiens ist eine der faszinierendsten und facettenreichsten
Wüstenlandschaften der Erde. Die karge Region im sogenannten Afar-Dreieck
liegt auf einer Kreuzung tektonischer Platten der Erdkruste im Grenzgebiet von Äthiopien
und Eritrea. Seit Jahrhunderten wird sie vom muslimischen Nomadenvolk der Afar
dominiert, das vom Salzabbau und der Aufzucht von Kamelen, Eseln und Ziegen lebt.
Gefahrenreich und einzigartig zugleich, birgt die Wüste seit jeher den unwiderstehlichen
Reiz des Unbekannten, des Entdeckens, des Schauens und Verstehens.
So hat sie auch Ulrike Crespo in ihren Bann gezogen. Crespo, die sich bereits seit den
1990er-Jahren intensiv mit der Fotografie auseinandersetzt, bereiste 2017 den Dallol,
das heißeste Geothermalgebiet der Welt.
Nach ihrem erfolgreichen Bildband Iceland, ebenfalls im Kehrer Verlag erschienen,
legt sie nun mit Danakil nach und entführt uns in eine Region konträr zu den Gletschern
Islands, aber von ebenso atemberaubender Schönheit. Ulrike Crespos Fotografien
zeigen beeindruckende Landschaften, die kaum von dieser Welt zu sein scheinen:
brodelnde Schwefellöcher, einen Salzsee, der bis zum Horizont reicht, und schier endlose
Kamelkarawanen.
Begleitet wird der Bildband von Texten der Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin Alissa Walser.
Info autore
Alissa Walser, geboren 1961, studierte in New York und Wien Malerei. Seit 1987 lebt sie als Übersetzerin und Malerin in Frankfurt am Main. Für ihre Erzählung "Geschenkt" wurden ihr 1992 der Ingeborg-Bachmann-Preis und der Bettina-von-Arnim-Preis verliehen. Als Übersetzerin hat Alissa Walser die Tagebücher von Sylvia Plath sowie Theaterstücke u. a. von Joyce Carol Oates, Edward Albee, Marsha Norman und Christopher Hampton ins Deutsche übertragen. 2009 erhielt sie für Ihre Übersetzung der Gedichte Sylvia Plaths den Paul-Scheerbart-Preis. Ihre eigenen Erzählungen wurden in englischer Übersetzung u.a. in literarischen Zeitungen wie Open City und Grand Street veröffentlicht.