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Alexander Puschkin (1799 - 1837) ist wohl der berühmteste Dichter Rußlands. Mit einzigartiger Leidenschaft hat er bereits in jungen Jahren beeindrucke Liebesgedichte und freche, frivole Verse verfaßt und scharfe politische sowie erstaunlich weise Gedichte geschaffen, die in die Weltliteratur eingegangen sind. Früh galt er als Hoffnung der russischen Literatur, doch schon bald geriet er aufgrund seiner regierungskritischen Gedichte ins Visier der zaristischen Geheimpolizei. Sein bekanntes Gedicht Die Freiheit erregte 1817 durch die Forderung nach der Einführung der konstitutionellen Monarchie den Unwillen des Zaren, der ihn in den Süden des Reiches strafversetzte.
Puschkins herausrages Talent, seine scharfe Zunge, verbunden mit einer verblüffen Leichtigkeit der Verse, sowie sein tragischer Tod haben zu der Mythenbildung und Verehrung beigetragen, die den Dichter umgeben. Diese Ausgabe zeigt die harmonische Ganzheitlichkeit in Puschkins Weltwahrnehmung, in der alle Seiten des Daseins im Gleichgewicht sind, aber auch die "zwei Seelen in seiner Brust": Aufruhr und Harmonie, Romantik und Klassik, Liebe und Eifersucht, Licht und Schatten.
Info autore
Alexander Sergejewitsch Puschkin, geb. 1799 in Moskau als Spross eines alten Adelsgeschlechts, wurde wegen seiner politischen Lyrik 1820 nach Südrussland strafversetzt und später auf das mütterliche Gut verbannt. Er starb 1837 an den Folgen eines Duells.
Prof.Dr. Rolf-Dietrich Keil, 1923 in Berlin geboren, seit 1988 im Ruhestand, Vorsitzender der Deutschen Puschkin-Gesellschaft, war an den slavistischen Instituten der Universitäten Hamburg und Bonn tätig, u-a- auch 1962-1974 Leiter der Lehrabteilung Ost an der Sprachenschule der Bundeswehr und 1969-1988 Regierungsdirektor im Bundessprachenamt Hürth.