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Der Künstler Manfred Bockelmann, porträtiert seit Jahren junge Menschen, die dem Nationalsozialismus zum Opfer fielen.
Bockelmann möchte damit Zeichen gegen das Vergessen setzen und zumindest einigen wenigen Namen und Nummern Gesichter geben, Menschen aus der Anonymität der Statistik herausheben. Die porträtierten Kinder und Jugendlichen wurden am Wiener Spiegelgrund und in den Konzentrationslagern Auschwitz-Birkenau, Theresienstadt sowie anderen zu Opfern des Nationalsozialismus.
Gerade in diesen Bildern der damals so genannten Unreinen zeigt sich eine reine Menschlichkeit. Der Anspruch des Künstlers, gegen das Vergessen zu zeichnen, meint nicht nur diese ganz besonderen jungen Menschen, die einen Namen und eine Biografie haben, sondern zielt darauf ab, den Wert einer empathischen Mitmenschlichkeit nicht zu vergessen. Anteil zu nehmen, nicht wegzusehen, sich zu identifizieren das ist die Botschaft. Gewiss verstummt einem die Sprache, will man nicht hinsehen. Und doch werden in diesem Geschehen diese selben jungen Menschen, denen man das Leben genommen hat, auf eine andere Weise wieder zum Leben erweckt.
Info autore
Manfred Bockelmann, österreichischer Maler und Fotograf. Studium der Freskomalerei, Fotografie und Grafik. Lebte von 1966 bis 1969 als freier Fotograf in München. Seine Reisen als Pressefotograf führten ihn nach Madrid, Istanbul, Tunis und London. Seit Anfang der 1970er Jahre trat er mit zunehmendem Erfolg als Maler und Fotograf durch Ausstellungen und Buchveröffentlichungen in Erscheinung. In einer dreimonatigen Safari durch Ostafrika bekam er 1974 die entscheidende Inspiration für seine Malerei der Stille , einer Synthese zwischen gemalten und fotografierten Landschaften.
Diethard Leopold, geboren 1956 in Wien, Studium der Germanistik, Theologie und Psychologie. Lehraufträge an Universitäten in Österreich und in Japan, Psychotherapeut in freier Praxis, Ausstellungskurator und Trainer im japanischen Bogenschießen, Kyudo. Er ist Autor mehrerer Bücher, u.a.: Wissenschaft, Psychologie und Zen - eine interdisziplinäre Verfremdung, 1993; Shinto in der Kunst des Bogenschießens, 2009; Rudolf Leopold - Kunstsammler, 2003.