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Grenzen der Technik
Der Widerstand gegen das Kraftwerkprojekt Urseren

Tedesco · Tascabile

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Descrizione

Ulteriori informazioni

In den Jahren des Zweiten Weltkriegs und kurz danach hätte im Zentrum der Schweiz ein Kraftwerk der Superlative entstehen sollen: mit einem Staubecken von über 1,2 Mrd. m3 Fassungsvermögen und einer installierten Leistung von fast 1300 MW wäre es das grösste je in den Alpen gebaute Wasserkraftwerk geworden. Das Projekt besass alle technischen und energiewirtschaftlichen Vorteile und nur einen, allerdings gewichtigen, Nachteil: der Stausee hätte das gesamte Urserntal mit den Dörfern Andermatt, Hospenthal und Realp überflutet.Das Buch geht der Frage nach, warum das Urserenprojekt nicht realisiert werden konnte. Die Auseinandersetzung um das Kraftwerk Urseren war der Ausdruck einer Modernisierungskrise: Technischer Fortschritt stand gegen die traditionsverbundene Heimatliebe, das Interesse der Urschner an der Erhaltung ihrer Existenzgrundlage gegen das Interesse einer gesicherten Landesversorgung mit Elektrizität. Letztlich entscheidend für das Scheitern war die Tatsache, dass ein technisches Grossprojekt, das derart massiv in die Interessenssphäre anderer eingreift, dass ganze Dörfer und geschlossene Siedlungsgebiete geopfert werden müssten, sich gegen den Willen der Betroffenen nicht durchsetzen lässt, wenn diese darüber politisch frei mitbestimmen können und wenn Solidarität unter der betroffenen Bevölkerung und den für den Entscheid zuständigen Behörden besteht. Ursern ist um die Mitte des 20. Jahrhunderts zu einem Zeichen dafür ge-worden, dass nicht alles, was technisch machbar und wirtschaftlich sinnvoll erscheint, sich auch politisch und gesellschaftlich durchsetzen lässt.

Info autore

Erich Haag, geboren 1933, war Rechtsanwalt und Geschäftsleitungsmitglied einer bedeutenden schweizerischen Elektrizitätsholding. Nach seiner Pensionierung studierte er an der Universität Zürich Geschichte und deutsche Sprachwissenschaft.

Riassunto

In den Jahren des Zweiten Weltkriegs und kurz danach hätte im Zentrum der Schweiz ein Kraftwerk der Superlative entstehen sollen: mit einem Staubecken von ber 1,2 m3 Fassungsvermögen und einer installierten Leistung von fast 1300 MW wäre es das grösste je in den Alpen gebaute Wasserkraftwerk geworden. Das Projekt besass alle technischen und energiewirtschaftlichen Vorteile und nur einen, allerdings gewichtigen, Nachteil: der Stausee hätte das gesamte Urserntal mit den Dörfern Andermatt, Hospenthal und Realp überflutet.
Das Buch geht der Frage nach, warum das Urserenprojekt nicht realisiert werden konnte. Die Auseinandersetzung um das Kraftwerk Urseren war der Ausdruck einer Modernisierungskrise: Technischer Fortschritt stand gegen die traditionsverbundene Heimatliebe, das Interesse der Urschner an der Erhaltung ihrer Existenzgrundlage gegen das Interesse einer gesicherten Landesversorgung mit Elektrizität.

Dettagli sul prodotto

Autori Erich Haag
Editore Chronos
 
Contenuto Libro
Forma del prodotto Tascabile
Data pubblicazione 01.09.2004
Categoria Saggistica > Storia > Storia contemporanea (dal 1945 al 1989)
 
EAN 9783034006941
ISBN 978-3-0-3400694-1
Numero di pagine 269
Illustrazioni m. Abb.
Altezza (della confezione) 22.5 cm
Peso (della confezione) 450 g
 
Serie Interferenzen - Studien zur Kulturgeschichte der Technik > Bd. 10
Interferenzen, Studien zur Kulturgeschichte der Technik > 10
Interferenzen / Studien zur Kulturgeschichte der Technik > 10
Categorie Uri : Geschichte, Energie, Wasserkraftwerk, Zweite Hälfte 20. Jahrhundert (1950 bis 1999 n. Chr.), Politik, Industrialisierung und Industriegeschichte
 

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