Ulteriori informazioni
Beim gemeinsamen Muschelessen diskutieren Mutter, Tochter und Sohn in Abwesenheit des Vaters über Idee und Wert der Familie.
Birgit Vanderbeke erhielt 1990 für Das Muschelessen den Ingeborg-Bachmann-Preis.
Info autore
Birgit Vanderbeke, geb. 1956 im brandenburgischen Dahme, lebt im Süden Frankreichs. 1997 erhielt sie den Kranichsteiner Literaturpreis, 1999 den Solothurner Literaturpreis für ihr erzählerisches Gesamtwerk sowie den Roswitha-Preis, 2002 wurde ihr der Hans-Fallada-Preis verliehen, 2007 erhielt sie die Brüder-Grimm-Professur an der Kasseler Universität.
Relazione
"Ein Berg gekochter Muscheln auf dem Tisch, davor ausharrend Mutter, Tochter und Sohn, wie hypnotisiert vom Schatten des Abwesenden: Der Vater wird von einer Dienstreise zurückerwartet, die 'der letzte Meilenstein auf dem Weg zur Beförderung' sein soll. (...) Erst am Ende, als die Mutter sich abrupt zu ihrer Bewunderung für Medea, die Kindstöterin der antiken Mythologie bekennt, fällt Licht in die Kerker der Harmonierituale: 'Wir haben es meiner Mutter aber nicht übel genommen, daß sie uns alle vergiften wollte, sondern haben uns nur gefreut, daß das Versöhnliche, worunter wir sehr gelitten hatten, endlich einmal verschwunden war.'" (Der Spiegel)
"Die Ironie ist mitunter beißend und der Humor schwarz. Schön mal wieder so etwas zu lesen, original deutsch." (Tagesanzeiger)