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«Thomas Mann war eine Institution, war es in geduldiger, hartnäckiger und herrischer Arbeit an seiner Würde geworden. Staatsmänner sprachen zu ihm wie Gleiche zu einem Gleichen. Die Schergen, die über die Heimat herrschten, hassten ihn, als verüge er über reale Macht. Millionen Deutsche verehrten ihn wie einen Hohepriester der Dichtung. Er war, er ist der einzige deutsche Schriftsteller unseres Jahrhunderts, dem dieser Rang zufiel, ist es in seiner Meisterschaft, aber auch in seiner Schwäche un in seiner mitunter fatalen Nähe zum Ungeist der Epoche.»
About the author
Klaus Harpprecht, geboren 1927, hat als Journalist unter anderem für RIAS, SFB und ZDF gearbeitet. Von 1966 bis 1969 war er Leiter des S. Fischer Verlags und von 1972 bis 1974 Chef der Schreibstube und Berater von Willy Brandt. Klaus Harpprecht lebt als freier Schriftsteller in Frankreich. 2009 wurde er mit dem "Lessing-Preis" ausgezeichnet.
Summary
«Thomas Mann war eine Institution, war es in geduldiger, hartnäckiger und herrischer Arbeit an seiner Würde geworden. Staatsmänner sprachen zu ihm wie Gleiche zu einem Gleichen. Die Schergen, die über die Heimat herrschten, hassten ihn, als verüge er über reale Macht. Millionen Deutsche verehrten ihn wie einen Hohepriester der Dichtung. Er war, er ist der einzige deutsche Schriftsteller unseres Jahrhunderts, dem dieser Rang zufiel, ist es in seiner Meisterschaft, aber auch in seiner Schwäche un in seiner mitunter fatalen Nähe zum Ungeist der Epoche.»