Read more
Mitten in Europa tobt ein grausamer Krieg, der Millionen von Menschen in Mitleidenschaft zieht, Familien zerstört und Wirtschaftskraft pulverisiert. Vom Zaun gebrochen wurde das Elend von Russland und Wladimir Putin, um alte Großmachtsfantasien wiederzubeleben. Die Nachrichten verkünden bloße Fakten. Die Comics in diesem Band berichten von den Menschen und ihren Emotionen.Mit Beiträgen von: Borys Filonenko, Anna Ivanenko, Zhenya Oliinyk, Jenya Polosina, Antony Reznik, Leo Reznik, Katerina Sergatskova, Danyl Shtangeev und Bohdana ZaiatsKatalogbuch zur gleichnamigen Ausstellung "UKRAINE COMICS - Leben in der Kriegszone" vom 6. Juni bis 2. November 2025 im schauraum: comic + cartoon Dortmund
About the author
Dr. Alexander Braun wurde 1966 in Dortmund geboren, ist promovierter Kunsthistoriker, bildender Künstler und gilt international als einer der besten Kenner, Autoren und Ausstellungsmacher zur Geschichte der Comics. Nach großen Ausstellungen in Frankfurt a. M. (Schirn) und Bonn (Bundeskunsthalle) und u.a. zwei Auszeichnung in den USA mit einem Eisner- Award (2015 und 2020) zählte er 2019 zum Gründungsteam des schauraum: comic + cartoon. Seitdem kuratiert er dort Ausstellungen.
Summary
Mitten in Europa tobt ein grausamer Krieg, der Millionen von Menschen in Mitleidenschaft zieht, Familien zerstört und Wirtschaftskraft pulverisiert. Vom Zaun gebrochen wurde das Elend von Russland und Wladimir Putin, um alte Großmachtsfantasien wiederzubeleben. Die Nachrichten verkünden bloße Fakten. Die Comics in diesem Band berichten von den Menschen und ihren Emotionen.
Mit Beiträgen von: Borys Filonenko, Anna Ivanenko, Zhenya Oliinyk, Jenya Polosina, Antony Reznik, Leo Reznik, Katerina Sergatskova, Danyl Shtangeev und Bohdana Zaiats
Katalogbuch zur gleichnamigen Ausstellung "UKRAINE COMICS – Leben in der Kriegszone" vom 6. Juni bis 2. November 2025 im schauraum: comic + cartoon Dortmund
Foreword
Comics aus der Ukraine von Titus Ackermann
Die »fullscale Invasion«, der Großangriff auf die gesamte Ukraine, war gerade erst ein paar Monate alt, als wir beim Moga Mobo-Comic-Magazin überlegten, ob wir nicht in einer speziellen Ausgabe ukrainische Künstler und Künstlerinnen zu Wort kommen lassen sollten. Aber: Gab es überhaupt solche in der Ukraine? Wir hatten keine Ahnung, wie viele großartige Comic-Kreative wir am Ende finden würden.
Nach mehreren Monaten intensiver Vorarbeit und Gesprächen mit über 20 ZeichnerInnen und AutorInnen (die meisten Geschichten entstanden damals extra für Moga Mobo) erschien Band Nr. 117 unseres Magazins im Mai 2023. Wir verteilten die gedruckten Ausgaben gratis, schickten Pakete an das Gelbblaue Kreuz nach Kiew, an Schulklassen und Flüchtlingsunterkünfte, organisierten Workshops und kleine Ausstellungen mit ausgewählten Beiträgen aus dem Buch in Bibliotheken und Gemeindezentren. Der Krieg ging währenddessen weiter.
[...]
Umso wichtiger ist es, nicht in Apathie und Desinteresse zu verfallen, sondern die materielle und ideelle Unterstützung der Ukraine aufrecht zu erhalten. Die neue Ausstellung jetzt im »schauraum: comic + cartoon« in Dortmund – Deutschlands einziger Institution, die sich in so herausragender Weise für Comic-Geschichte und Comic-Kultur einsetzt – trägt dieser Idee Rechnung und stellt gleichzeitig eine inhaltliche wie ästhetische Steigerung der bisherigen Bemühungen dar: Neben diversen Beiträgen aus Moga Mobo sind Geschichten hinzugekommen, die bereits im September 2022 im Schweizer Comic- Magazin Strapazin erschienen sind, sowie völlig neue, noch nie gezeigte Beiträge.
Die modifizierte Ausstellung ist zudem so attraktiv und aufwendig gestaltet, wie es das Thema verdient hat. Die Stadt Dortmund hat darüber hinaus alle Comic-Werke ukrainischer Künstler, die real auf Papier entstanden sind, für ihre städtischen Sammlungen angekauft, um die Kreativen auch materiell zu unterstützen. Last but least muss die unermüdliche Arbeit der beiden Verantwortlichen vor Ort, Sophia Paplowski und Dr. Alexander Braun, als Leiterin bzw. als freier Kurator des schauraums, gewürdigt werden, deren Fleiß und Esprit Ausstellung und Buch erst möglich gemacht haben.