Description
Product details
Customer reviews
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Zauberhaft schön und sehr berührend
Es ist nicht leicht in einer Welt voller Ansprüche, die man selbst gar nicht erfüllen kann. Eine Welt, die laut und voller extrovertierter Menschen ist, während man selbst leise und mit sich gerne alleine ist. Und vor allem ist es nicht leicht dabei das Gefühl zu haben, dass einen niemand versteht.
Doch zum Glück trifft die 14-jährige Vica auf ihre Nachbarin Toja und schnell wird klar, dass die beiden mehr als ihr richtiger Name Victoria verbindet.
Die Autorin Patricia Koelle-Wolken schafft es eine Welt zu kreieren, in der man sich wohl und behütet fühlt. Sie hat mich mit ihren Worten irgendwie weich umhüllt und mir beim Lesen durch und durch ein gutes Gefühl gegeben. Ihr Schreibstil ist sanft, fließend und unfassbar einfühlsam, aber auch herrlich bildlich.
Dabei hat sie Charaktere geschaffen, die wirklich Tiefe haben und die, für den typischen "0815 Menschen" vielleicht etwas wunderlich wirken in ihren Handlungen und ihrem sein, aber die gleichzeitig (oder eher gerade deswegen) einfach echt und nahbar wirkten. Dabei zeigt sie, wie schnell Vorurteile gefällt werden und man zum Beispiel plötzlich einen Drogenkonsum unterstellt, obwohl lediglich andere Gewürze (und damit einhergehend Gerüche) zum Kochen verwendet werden.
Vica hat großes Glück, dass sie auf Toja und ihren Mitbewohner Bär gestoßen ist. So hat sie zwei Menschen gefunden, die keine Forderungen an sie stellen und sie einfach so sein lassen, wie sie ist. Außerdem regen sie ihren Vater Florian dazu an, seine Perspektive und Sichtweise zu ändern, denn er konnte zu Beginn seine Tochter gar nicht verstehen. Diese Entwicklung mochte ich ebenfalls sehr.
Wobei, ganz ehrlich? Ich mochte alles an diesem Buch! Und der Titel "Der Garten der kleinen Wunder" hätte gar nicht besser passen können.
Ich empfehle dieses Buch nicht einfach nur zu 100 % weiter. Ich würde sogar so weit gehen und empfehlen das Buch Schullektüre mit in den Lehrplan aufzunehmen, da ich mir sicher bin, dass hier viele Menschen, sowohl jung als auch alt, davon profitieren würden. -
Eine Hommage an die leisen Menschen, Jahreshighlight
„Der Garten der kleinen Wunder“ von Patricia Koelle-Wolken hat mich genau ins Herz getroffen. Schon als ich den Klappentext gelesen habe, wusste ich, dass dieses Buch perfekt zu mir passen wird.
In diesem Roman geht es um ruhige und introvertierte Menschen, deren Eigenschaften und auch Probleme. Patricia Koelle-Wolken hat es geschafft, genau zu beschreiben wie ruhige Menschen sich in einer lauten Welt fühlen. Toja und Vika wurden mit viel Feingefühl und Herz erschaffen. Durch die lebensechte Beschreibung habe ich mich den beiden sehr „verbunden“ gefühlt.
Die Charakterentwicklung von Vikas Vater, eines extrovertierten Menschen, war besonders gut gelungen. Mir hat gefallen, wie er sich auf alles eingelassen hat um seine Tochter zu verstehen und dabei auch gleichzeitig mehr zu sich selbst gefunden hat.
Wille war eine ganz besondere und einzigartige Person, der Zusammenhalt zwischen Wille, Vika und Bär war wunderschön geschrieben. Ihre Geschichte hat mich sehr berührt und hat zugleich alle Charaktere miteinander verbunden.
Ein weiteres Highlight war die Beschreibung des Gartens, in dem dieser Roman hauptsächlich spielt, es war so bildhaft und poetisch, dass ich das Gefühl hatte, mit dabei zu sein.
In so vielem habe ich mich selbst wiedererkannt, angefangen von Leuten denen ein neutraler Gesichtsausdruck nicht passt und „Lach doch mal“ sagen oder einem Arroganz vorwerfen. Bis hin zu den Problemen in der Schule, die mich an meine eigene unschöne Zeit dort erinnert haben.
Zu wissen, dass ruhige Kinder über so viele Jahre und Jahrzente immer noch vor den gleichen Problemen stehen und so viele Vorurteile gegenüber ruhigen Menschen immer noch existieren, tut mir im Herzen weh.
„Der Garten der kleine Wunder“ ist für mich ein Jahreshighlight, oder sogar ein „Lebenshighlight“. Der Roman hat mich zutiefst berührt und ich kam mir als ruhige Person nicht mehr ganz so „falsch“ vor.
Ich kann das Buch nur weiterempfehlen, für alle Menschen, egal ob leise oder laut. Vor allem aber würde ich es Lehrpersonen empfehlen, damit sie verstehen, dass es nicht falsch ist, ruhig zu sein.
Ich wusste vorher nicht wie sehr ich diesen Roman gebraucht habe. Die Geschichte von Vika und Toja werde ich immer im Herzen behalten. Danke Patricia Koelle-Wolken. -
Gartenträume
Die Schriftstellerin Patricia Koelle-Wolken nimmt uns mit in Ihrem neuen Roman "Der Garten der kleinen Wunder".
Der Cover zu diesem neuen Roman ist wunderschön und lässt den Leser vorab schon träumen. Jeder sieht in dem Cover etwas anderes.
Mich hat dieser Cover auf diesen Roman aufmerksam gemacht.
Mir gefällt sehr gut wie Patricia Koelle-Wolken den Leser direkt mit in diese Geschichte nimmt, sie ist sehr einfühlsam geschrieben und hat mich sehr berührt, denn hier sind die leisen Töne, die wahren Töne.
In diesem Roman geht es um zwei verschiedene Viktorias. Die eine Viktoria, genannt Toja - Sie ist die ältere der Beiden - und die andere Viktoria, genannt Vica, hier handelt es sich um ein 14jähriges Mädchen.
Beide fühlen sich auf unterschiedliche Weise zueinander hingezogen, so dass eine Freundschaft beginnt.
In diesem neuen Roman wird eine Geschichte erzählt, die mich sehr berührt hat und auch zum Nachdenken anregt.
Gerne empfehle ich diesen wunderbaren Roman weiter. -
Ein Roman für leise Menschen ...
Ich weiß nicht, wie viele Menschen sich von dieser Widmung vorne im Buch angesprochen gefühlt haben, aber ich gehöre definitiv dazu. Nach meinem Empfinden würde die Welt auch dringend mehr von solchen Geschichten brauchen, die einen Ort zum Innehalten bieten, zum Nachdenken und Durchatmen und innerlich zur Ruhe kommen. Genau das schafft dieser Roman, wenn man sich auf seine besonderen Figuren und die Handlung einlässt.
Der Garten der kleinen Wunder ist in diesem Sinne eine zauberhaft gestaltete Oase, in der die Natur noch Natur sein darf, eine Vielfalt von Pflanzen wächst, blüht, gedeiht und wieder vergeht. Hier herrscht ein natürlicher Rhythmus des Lebens. Alles ist detailreich und liebevoll geschildert, die Blumen jeweils konkret benannt. Außerdem gibt es auf dem Grundstück, wo Toja lebt, viele originelle und farbenprächtige Tierskulpturen. Die Beschreibungen klingen oft phantastisch, aber ich fand es vor allem toll, dass solche Tiere wie z.B. der Mandarinfisch oder der Regenbogen-Papageifisch oder all die Vögel mit dem bunten Gefieder ja wirklich existieren. Bär ist ein liebenswerter Charakter, ebenso wie die anderen Figuren. Und Willes Faszination für die tänzerische Leichtigkeit der Quallen kann ich sehr gut nachvollziehen.
Der Roman erinnert daran, dass es so viel Schönes und Wundersames zu entdecken gibt, wenn man nur die Augen öffnet und sich die Zeit nimmt, genau hinzusehen. Aber er macht auch aufmerksam auf die Probleme unserer Zeit, die Normen und Zwänge, an denen jene Menschen scheitern, die nicht ins Raster passen oder passen wollen. Ich habe das Buch jedenfalls sehr gerne gelesen und am Ende mit leisem Lächeln zugeklappt. -
Unaufgeregter, nachdenklicher und poetischer Roman um Akzeptanz und Freundschaft
Buchinhalt:
Am Gartenzaun kommen die 14jährige Vica und ihre Nachbarin Toja in Kontakt. Beide verbindet nicht nur ihr Vorname – Victoria – sondern auch die Tatsache, schüchtern und introvertiert zu sein. Menschenmassen und laute Geräusche, viele einprasselnde Sinneseindrücke und das Stehen im Mittelpunkt ist für Vica eine immense Belastung, doch in ihrem Umfeld fühlt sie sich unverstanden. Erst im Garten der Nachbarin findet sie die Ruhe und den Fokus, den sie braucht – und eine verwandte Seele. Tojas unkonventionelle Art und der verwilderte, bunte Blumengarten helfen dem Mädchen, zu sich zu finden.....
Persönlicher Eindruck:
Zwischen unzähligen Blumen alles Facetten, bunten Tierskulpturen und schattigen Obstbäumen hat sich die Mittdreißigerin Tonja ein Paradies geschaffen. Eigentlich gehörte der Garten ihrer Freundin Wille, doch auch nach deren Tod leben Tonja und ihr Mitbewohner, den alle nur Bär nenne, auf dem unkonventionellen Grundstück. Eines Tages schaut ein Mädchen durch den Zaun: die 14jährige Vica, Tochter des neuen Nahcbarn, eines Augenarztes. Schnell erkennt Toja: Vica ist introvertiert und hochsensibel, eine verwandte Seele. In Vica sieht Toja sich als Kind wieder und von da an nimmt sie das unglückliche Mädchen unter ihre Fittiche.
Die Erzählung lebt von ihrem poetischen Sprachstil, der bildhaften und blumigen Ausdrucksweise, die gleichsam den vielen bunten Blumen in Tojas Garten einen bunten Teppich in die Vorstellung des Lesers webt. Denn in Tojas Garten scheint es wirklich alles zu geben, was einen Ziergarten ausmacht. Toja fühlt sich zu dem Nachbarsmädchen hingezogen und will das weitergeben, was einst die verstorbene Wille an ihr in jungen Jahren tat: ihr einen Zufluchtsort zu geben vor den Erwartungen des Umfeldes, der Mitschüler und letztendlich des eigenen Vaters, die Vica von ihrem Wesen her einfach nicht erfüllen kann.
Die Geschichte plätschert unaufgeregt dahin, viel Spannungselemente gibt es nicht. Es ist die Erzählung eines Sommers, des Alltages einer ungewöhnlichen Freundschaft über Generationengrenzen hinweg.
Die handelnden Personen sind tiefgängig und mit Profil angelegt, besonders gefiel mir Tojas Mitbewohner, den alle Bär nennen und der von Statur und Beschreibung alles andere ist als ein Bär. Dennoch bildet er den ruhigen Pol und guten Freund für Toja wie für Vica gleichermaßen.
Als gegensätzliche Figur bringt Autorin Koelle-Wolken Vicas Vater, einen renommierten Augenchirurgen, der zunächst mit Tojas Art nichts anzufangen weiß, sich aber Stück für Stück auf das einlässt, was Toja und Bär im vorleben. Nach und nach findet er Zugang zu seiner Tochter und erkennt, dass viel Potential in Vica steckt, sie aber nie so wein wird, wie andere Gleichaltrige. Im Laufe der Handlung macht das allerdings immer weniger aus und Vica wächst immer mehr über sich hinaus.
Was ist vermisst habe in dem ganzen Bullerbü-Land des Zufluchtsgartens und der Akzeptanzblase, in der sich Vica schnell befindet, ist die Tatsache, dass niemand aus Vicas Umfeld darüber nachdenkt, dass Vica trotz aller Freundschaft Hilfe braucht. Hilfe, die ihr das Leben außerhalb ihres Zufluchtsortes ermöglicht – denn das Leben ist nun mal rau und kein Ponyhof. Gerade ihr Wechsel in eine Parallelklasse, weil die Lehrerin dort ach so verständnisvoll ist und Vica sein lässt, wie sie ist, war für mich nicht nachvollziehbar und ging an der Realität vorbei. Die Realität heißt Lehrplan und auch wenn eine Schülerin hochsensibel und introvertiert ist, wird keine Schule der Schülerin eine Extrawurst braten. Insofern gebe ich der ersten Lehrerin recht: Vica muss sich durchbeißen und gegebenenfalls professionelle Hilfe erhalten. So wie hier in der Geschichte ist die Realität leider nicht.
Alles in allem hat mir die Geschichte gut gefallen, wobei sie auch relativ melancholisch daherkommt und eine depressive Grundstimmung beim Leser nicht auszuschließen sein wird. -
Eine Sommerlektüre wie ein Balsam für die Seele
Der Garten der kleinen Wunder hat 304 Seiten.
Die Protagonistin Victoria, die von allen nur Toja genannt wird, illustriert
Buchumschläge. Sie ist dabei sehr kreativ, es wird alles sehr farbenfroh gestaltet. Sie kann ihre Gedanken oft besser in Bildern als in Worten ausdrücken. Seit einer Lebenskrise lebt sie zurückgezogen in einem Haus auswärts am Stadtrand. Dort, zwischen den alten Obstbäumen, dem Gemüse und den Blumenbeeten, kann sie wieder durchatmen und fühlt sich wohl. Momentan wohnt sie dort mit einem Bekannten, ihr Partner ist gerade auf einer Expedition, es gab noch eine liebe Freundin die im Rollstuhl saß, die ist aber
verstorben. Eines Tages entdeckt sie am Gartenzaun jemanden aus der Nachbarschaft, die vor kurzem dort eingezogen ist. Ein 14-jähriges Mädchen, die schaut neugierig aus einem Versteck heraus, bis Toja sie anspricht. Es ist Vica. Toja erkennt sich selbst sehr schnell in ihr: ein introvertiertes Mädchen, dem die laute und hektische Welt auch Probleme bereitet. Sie erinnert sich sehr genau an ihre eigene Vergangenheit, an das beklemmende Gefühl, nicht richtig zu sein. Toja beschließt, Vica zu helfen. Durch lange tiefgründige Gespräche, zusammen verbrachte Zeit, gemeinsames Kochen, Lesen, Hausaufgaben machen, aber auch in Momenten der Stille. Damit will sie ihr Hoffnung geben, das Glück im Alltag genießen. Aber wieviel Mut und Wille braucht so eine Veränderung? Ist Vica dazu überhaupt bereit, es ist ein Prozess, der länger dauern kann, als man manchmal denkt. Toja wagt es aber trotzdem. Ihr ist es das Ganze wert, Zeit zu investieren, um Vica zu helfen. Es sind unterschiedliche Begegnungen mit verschiedenen Menschen, in verschiedenen Situationen, aber auch mit einem Fuchs, oder einer nie gekannten Pflanze. Man muss es nur wollen und sich darauf einlassen. Gespräche mit dem eigenen Vater Florian, oder dem Nachbarn Tojas Freund Bär, auch mit Klassenkameraden oder einer lieben Lehrerin. Die besonderen Begegnungen können sehr hilfreich sein. Sich zu öffnen, und anzuvertrauen, etwas wagen, über den eigenen Schatten springen. In dem wilden Garten kann man einiges erleben, Energie tanken, Düfte riechen, besondere Farben entdecken, Klänge hören, Aromen und Texturen kennenlernen. Und das alles vor eigener Haustür, man muss es nur wollen. Toja erzählt in der Ich-Form. Erzählt aber auch von ihrer Jugend, die Stunden mit ihrer Freundin Wille, als diese noch lebte, die Gemeinschaft mit Bär, die gegenseitige Unterstützung. All die Erfahrungen kann Toja Florian erklären, und ihm so helfen, zu verstehen, was in Vica so vorgeht, weil sie es von sich kennt. So werden die Beziehungen gestärkt, neue Freundschaften entstehen die ein Leben lang halten. Man muss sich für die Sachen öffnen, der gute Wille muss aber von beiden Seiten kommen.
Es ist ein Buch für alle leise Menschen, um denen zu sagen: ihr seid absolut richtig. Habt Mut, zeigt eure Stärke, die heutige Welt braucht euch, werdet lauter. Die Protagonisten wirken auf den Leser authentisch, stark, mutig, aber auch verletzlich. Der Schreibstil ist sehr besonders, man muss sich darauf einlassen können, aber dann kann man die Geschichte rund um Toja, Vica und Florian richtig genießen.
Das Cover zeigt bunte wilde Gärten. Es ist sehr hübsch, optisch ansprechend und farbenfroh und auch die Gestaltung der Innenseiten finde ich sehr gelungen. Ein Buch, das auch deinen Sommer verändern kann, du musst es nur zulassen. Ich vergebe 4 Sterne und auf jedem Fall eine Weiterempfehlung.
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