Description
Product details
| Authors | Ivar Leon Menger |
| Publisher | DTV |
| Content | Book |
| Product form | Paperback / Softback |
| Publication date | 15.08.2024 |
| Subject |
Fiction |
| EAN | 9783423220811 |
| ISBN | 978-3-423-22081-1 |
| Pages | 384 |
| Dimensions (packing) | 12.5 x 2.8 x 19.1 cm |
| Weight (packing) | 345 g |
| Series |
Die Fälle von Ex-Kommissar Stahl |
| Subjects |
Angst |
Customer reviews
-
Habe mir mehr erwartet
Das erste Buch von Ivar Leon Menger hat mir gut gefallen und ich kenne auch seine Hörspiele. Entsprechend habe ich mich auf „Finster“ gefreut.
Doch irgendwie habe ich einfach keinen Zugriff bekommen. Zunächst einmal spielt das Buch 1986. Ich kann mir zwar vorstellen, warum der Autor die Geschichte dort angesiedelt hat, trotzdem fand ich die Umsetzung nicht unbedingt authentisch, sondern etwas zu bemüht.
Auch fand ich den Schreibstil sehr gewöhnungsbedürftig, ein wenig holprig, mit einfachen und kurzen Sätzen. Die Kapitel sind ebenfalls sehr kurz und abwechselnd aus Sicht von diversen (für meinen Geschmack zu vielen) Personen beschrieben. Das machte es für mich schwer, in der Geschichte drin zu bleiben. Kaum hatte ich mich auf einen Erzähler oder eine Erzählerin eingelassen, kam auch schon der nächste an die Reihe.
Für mich ist dadurch auch eine gewisse Tiefe verloren gegangen. Stattdessen blieben die Menschen und auch die Geschehnisse seltsam oberflächlich.
Die doch recht merkwürdige und auch ein wenig gruselige Atmosphäre in Katzenbrunn hat der Autor zwar gut eingefangen, trotzdem hat es lange gedauert, bis es so richtig spannend wurde. Wirklich fesseln konnte mich das Buch eigentlich erst gegen Ende hin.
Alles in allem hatte ich mir deutlich mehr erwartet und blieb nach der Lektüre dementsprechend auch etwas enttäuscht zurück. -
Hier hat wirklich jeder etwas zu verbergen …
Seinen neuen Thriller „Finster“ hat der deutsche Schriftsteller und Regisseur Ivar Leon Menger im beschaulichen Dorf Katzenbrunn, in dem seit Jahren immer wieder Kinder spurlos verschwinden, angesiedelt. Als 1986 der 13-jährige Nikolaus Kämmerer von der Katzenbrunner Waldkerb verschwindet, beschließt der pensionierte Kriminalkommissar Hans J. Stahl, die alten, ungelösten Fälle wieder aufzurollen. Seine Nachforschungen führen ihn zurück in ein Dorf voller düsterer Geheimnisse und in die Nähe einer psychiatrischen Klinik, deren Personal so manches zu verbergen scheint. Doch als ein weiteres Kind verschwindet, wird klar, dass ihm nicht viel Zeit bleibt.
„Finster“ ist bereits der zweite Thriller von Ivar Leon Menger, den ich gelesen habe, und auch diesmal überzeugt der Autor wieder von der ersten Seite an durch eine dichte, bedrückende Atmosphäre. Menger versteht es gekonnt, Spannung zu erzeugen und die Leser*innen durch geschickt gesetzte Wendungen immer wieder zu überraschen. Besonders gelungen ist dabei aus meiner Sicht der Handlungsaufbau: Die Geschichte entfaltet sich wie ein Puzzle, bei dem Stück für Stück neue Informationen ans Licht kommen. So ziemlich jeder im Dorf könnte als Täter in Frage kommen. Auch das Setting im Odenwald und die mysteriöse psychiatrische Klinik Waldfrieden verleihen dem Thriller eine besondere, unheimliche Stimmung.
Außerdem lebt dieser Thriller von seinen besonderen, eigenwilligen Protagonisten, die allesamt gut gezeichnet sind und einen zurück in die 80er-Jahre versetzen. Der pensionierte Kommissar Hans J. Stahl und die patente Wirtin Geli treiben durch ihre Hartnäckigkeit die Handlung glaubwürdig voran. Auch die zahlreichen teils sehr kuriosen Nebenfiguren fügen sich stimmig in die düstere Welt von Katzenbrunn ein.
Was den Thriller vielleicht noch packender machen könnte, wäre eine etwas tiefere Ausarbeitung der Hintergrundgeschichte mancher Figuren. So sind leider nicht alle Nebenstränge der Handlung bis ins Detail auserzählt.
Insgesamt ist dem Autor wieder einmal ein fesselnder Thriller gelungen, der mit einer düsteren Atmosphäre und einem komplexen Figurengeflecht überzeugt. Für Fans von psychologischen Krimis ist dieses Buch ein absoluter Lesegenuss. -
Gute Thriller-Unterhaltung
Finster, dieses Wort ist nicht nur als Titel einprägsam, es beschreibt auch eindringlich die deprimierende und erdrückende Stimmung, die diesem Thriller innewohnt.
In kurzen Kapiteln treibt der Autor mich durch die Seiten. Dabei wird pro Kapitel ein Protagonist in den Fokus gerückt und diese jeweiligen Gedanken- und Gefühlswelten lassen mich immer weiter in die Welt von Katzenbrunn eintauchen. Genau wie Kommissar a. D. Stahl wird es auch mir nicht leichtgemacht hinter die Kulissen dieses schon recht beklemmenden und seltsam verlorenen Ortes zu blicken. Durch meisterlich falsch gelegte Fährten muss ich immer wieder meine eigenen Ermittlungen überdenken, was für mich aber auch den Reiz und den persönlichen Spannungsbogen erhöhen. Das Buch fesselt mich von Seite zu Seite immer mehr und ich will nur noch den Täter samt Motiv erfahren. Also lese ich mehr als angedacht und nur zu schnell ist auch dieser Thriller gelesen. Einerseits schade, andererseits kenne ich nun die Zusammenhänge und kann entspannt das Buch zuklappen.
Fazit: „Finster“ von Ivar Leon Menger ist ein guter Mix aus durchdachter, spannender Handlung, düsterem Handlungsort und den unterschiedlichsten Figurentypen. Ein fesselnder Thriller, der einen in seinen Bann zu ziehen versteht. Ich hatte jedenfalls angenehme Lesestunden und deshalb gibt es von mir eine Leseempfehlung und 4 von 5 Sterne.
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