Description
Product details
| Authors | Margaret Meyer |
| Assisted by | Cornelius Hartz (Translation) |
| Publisher | Beck |
| Content | Book |
| Product form | Hardback |
| Publication date | 25.01.2024 |
| Subject |
Fiction |
| EAN | 9783406806865 |
| ISBN | 978-3-406-80686-5 |
| Pages | 350 |
| Dimensions (packing) | 19.9 x 2.9 x 24.9 cm |
| Weight (packing) | 516 g |
| Subjects |
Literatur |
Customer reviews
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Düstere Geschichte
Inspiriert von wahren Ereignissen im Jahr 1645 erzählt «Die Hexen von Cleftwater» von Margaret Meyer über eine Stadt, die durch verheerende Anschuldigungen und Hexenjagd in Angst lebte.
Martha Hallybread ist eine Heilerin und Hebamme in dem fiktiven Inselort Cleftwater, die nur über Gebärdensprache kommuniziert. Sie ist alleinstehend, kinderlos und dient einem Ehepaar. Martha ist vom Glauben zerrissen, von Kindheitstraumata gebeutelt und muss mit ansehen, wie die Hexenverfolgung in Cleftwater Einzug hält. Ihre Sprachlosigkeit schützt sie. Ihr Leben ist geprägt von einer Verbindung mit der Natur und ihrer Vergangenheit. Hier rückt die zweiseitige Wachspuppe "Atzmann" ins Licht, vererbt von ihrer Mutter, die Hexerei praktiziert zu haben scheint. Es scheint unvermeidlich, dass auch Martha zum Ziel der Jagt wird.
Düster und scharf schreibt Margaret Meyer und zeichnet blumig bildhafte Realitäten der Grausamkeit. Das sollte man vorher wissen. Der Debütroman ist voller moralischer Komplexität und hat in Zeiten gefälschter Nachrichten eine nicht unbedeutende Relevanz. Martha ist der moralische Kompass dem Romans, bestrebt die Frauen zu retten, aber auch ihr eigenes Überleben zu sichern. Der „Atzmann" bringt hier eine spannende Komponente mit ein. Während mich die erste Hälfte noch fesselnd überzeugen konnte, schwächelte die Handlung im weiteren Verlauf. Geprägt von Wiederholungen verliert der Roman an Sogkraft und es fiel mir zunehmend schwer, Martha als nah und glaubwürdig wahrzunehmen. -
spannend
Ich habe das Buch «Die Hexen von Cleftwater» von Margaret Meyer hat mich wegen des Buchcovers angesprochen.
"Die Hexen von Cleftwater" von Margaret Meyer entführte mich von der ersten Seite an in eine düstere und faszinierende Welt. Das Jahr 1645 im ländlichen East Anglia wurde lebendig, als die stumme Hebamme Martha Hallybread ein scheinbar ruhiges Leben führt, bis der unbarmherzige Hexenjäger Silas Makepeace das Dorf betritt.
Meyer beschreibt die Zeit der Hexenverfolgung mit einer Intensität, die mir mehr als einmal einen kalten Schauer über den Rücken jagte. Ihre Worte fesselten mich und liessen mich nicht mehr los, selbst wenn die Beschreibungen der Foltermethoden und Verurteilungen schwer zu ertragen waren. Besonders beeindruckt hat mich die Entwicklung von Martha. Ihre Balance zwischen dem Bestreben, Frauen zu retten, und dem Schutz ihres eigenen Lebens hat eine poetische Tiefe, die mich zutiefst berührte. Marthas unerschütterliche Stärke, um unter solch lebensbedrohlichen Umständen zu überleben, hinterließ einen bleibenden Eindruck, der mich auch lange nach dem Lesen des Buches begleitete.
"Die Hexen von Cleftwater" verdeutlicht die gesellschaftliche Verunsicherung und den Umbruch jener Zeit auf eindrucksvolle Weise. Meyer zeigt die sozialen Dynamiken der Hexenverfolgung schonungslos auf, was den Roman zu einem Mahnmal gegen Ungerechtigkeit und Aberglauben macht. Trotz der schweren Thematik kann ich "Die Hexen von Cleftwater" uneingeschränkt weiterempfehlen. Es bietet einen tiefgründigen Einblick in eine dunkle Periode der Geschichte und regt zum Nachdenken über die Abgründe der menschlichen Natur an. Wer sich auf dieses Buch einlässt, begibt sich auf eine emotionale und erschütternde Reise, die noch lange nachhallt. 5 von 5 Sternen für dieses beeindruckende Werk. -
Hexenverfolgung
Martha lebt schon ihr ganzes Leben in Cleftwater, zuerst als Amme, später als Hausbedienstete bei Kit. Sie spricht nicht.
Eines Morgens im Jahr 1645 erlebt sie die Hexenjagd direkt mit. Die junge Frau Prissy, die im gleichen Hausstand lebt, wird mitgenommen. Viele dutzend Frauen landen im Kerker. Hexenkenner Makepeace nimmt Martha als Sucherin zur Unterstützung mit, um eindeutige Hexenzeichen an den Frauen zu finden.
Scheinbar ist Martha im Zwiespalt. Sie fühlt sich selbst als Hexe, darf sich somit nicht verraten, aber möchte auch soviele Frauen wie möglich vor der Hexenjagd und dem Tod retten.
Die Geschichte wird mittels eines auktorialen Erzählers aus Sicht von Martha erzählt und geht um die Hexenverfolgung im 17. Jahrhundert. Der Text liest sich zwar meistens recht flüssig, aber stellenweise auch etwas schwierig. Das kommt manchmal von Marthas wirren Gedanken. Es ist eine grässliche und harte Zeit für Frauen, welche von der Autorin sehr bildhaft und glaubwürdig dargestellt wird, so dass ich mir besonders die schlimmen Szenen gut vorstellen kann. Frauen waren der Willkür anderer Menschen, insbesonderer der Männer ausgesetzt ohne Hilfe und eigene Rechte. Die recht authentische Geschichte, welche sich auf historische Ereignisse stützt, hat mir trotz des schwierigen Themas gut gefallen. -
Das Dorf der Hexen
Das Cover gefällt mir sehr gut und hat mich sofort angesprochen. Ich finde es schlicht, aber auch edel und da es in dunklen Tönen gehalten ist, auch düster. Der Schreibstil war leider nicht flüssig und teilweise regelrecht anstrengend. Teilweise musste ich Abschnitte doppelt lesen um folgen zu können. Aus diesem Grund habe ich das Buch mit vielen Pausen gelesen, was ich normalerweise nicht mache und auch nicht besonders gut finde. Für meinen Geschmack war das Buch viel zu langatmig und oft habe ich mich wirklich durch die Kapitel gekämpft, was mein Lesevergnügen sehr geschmälert hat. Ein weiteres Problem war für mich, die nicht sehr sympathische Hauptprotagonistin. Mit ihr bin ich einfach nicht warm geworden. Sehr gelungen ist der Autorin die düstere Zeit aus dem 17. Jahrhundert zu vermittelt. Die Angst und Hilflosigkeit der Frauen war durchweg spürbar und hat mir oft eine Gänsehaut verursacht. Das Buch war interessant, jedoch habe ich nichts Neues in Sachen Hexenverfolgung erfahren. Schade, ich hatte mir von dem Buch viel mehr erhofft.
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