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In der phonetischen Untersuchung dreier deutscher Standardvarietäten werden globale und lokale prosodische Merkmale zur Akzentsignalisierung und Phrasierung verglichen. Unter soziolinguistischem Blickwinkel werden zunächst gesellschaftliche und sprachliche Bedingungen der drei Zentren gegenübergestellt. Anschließend werden die wichtigsten Ansätze der Prosodieforschung sowie bestehende theoretische und praktische Forschungsdesiderate dargestellt. Das methodische Vorgehen umfasst Perzeptionsversuche, auditive Notation und akustische Messungen eines direkt vergleichbaren Korpus gelesener Äußerungen von 30 Rundfunksprechern. Die Ergebnisse zeigen, dass die deutschen Standardvarietäten auf prosodischer Ebene charakteristische Merkmale aufweisen und dass perzeptiver Eindruck und akustische Messung voneinander abweichen. Damit sind auch die weiterführenden Forschungsaufgaben vorgezeichnet.
About the author
Die Autorin: Christiane Ulbrich studierte Sprechwissenschaft und Phonetik, Medien- und Kommunikationswissenschaften sowie Germanistische Sprachwissenschaften an der Universität Halle-Wittenberg und der Humboldt-Universität zu Berlin. Anschließend war sie als Doktorandin von 2000 bis 2001 im DFG-geförderten Graduiertenkolleg
Sprache, Mimik und Gestik im Kontext technischer Informationssysteme
der Universität München, von 2001 bis 2002 am Phonetischen Labor der Universität Oxford und von 2002 bis 2003 an der
Arts Faculty
am Institut für
Taal en Letteren
der Universität Nijmegen. Die Promotion erfolgte 2004 an der Universität Halle-Wittenberg. Von 2003 bis 2005 war sie Research Assistant und Post-Doc an der McGill Universität Montreal. Seit Juli 2005 ist die Autorin als Lecturer fMontreal. Seit Juli 2005 ist die Autorin als Lecturer für Phonetik und Phonologie an der
School of Communication
der Universität Ulster tätig.
Report
"Jeder Forscher, der sich mit Fragen der prosodischen Merkmale des Deutschen auseinandersetzt, wird hier sehr interessante Ansatzpunkte sowie Untersuchungsmaterial zur Diskussion und zur empirischen Arbeit finden." (Miguel Ayerbe Linares, Estudios Filologicos Alemanes)