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Jede Biographie kennt ihre Umwege: Ziele werden nicht erreicht, Projekte und Beziehungen bleiben irgendwo auf der Strecke, ja, es gibt sogar Abschnitte, in denen alles blockiert ist. Den meisten von uns fällt es schwer, dieses Scheitern als zu uns gehörig zu akzeptieren. Doch auch hier gilt ein jüdisches Gesetz, das besagt: "Das Vergessenwollen verlängert das Exil; und das Geheimnis der Erlösung ist Erinnerung." Hans Schaller zeigt, wie wir die heilende Wirkung der Erinnerung, des Gesprächs, auch des Eingeständnisses von Schuld, nutzen können, uns mit uns selbst zu versöhnen und "Ja" zu unseren Umwegen zu sagen. Er warnt davor, ins oberflächlich Religiöse zu fliehen, und zeigt stattdessen, wie wir im Gebet versuchen können, unser bisheriges Leben von Gott her zu verstehen. In der Rückbesinnung auf den guten Ursprung allen Lebens und in der Gewissheit, dass Gott alle Umwege mit uns geht, lernen wir, uns anzunehmen mit der Last unserer Vergangenheit.
About the author
Hans Schaller: Geb. 1942; Jesuit, Studenten- und Akademikerseelsorger;gründete die Arche-Gemeinschaft in Hochwald; lange Jahre Spiritual am Collegium Germanicum et Hungaricum in Rom, Exerzitienleiter in Notre-Dame de la Route und Spiritual im Priesterseminar Chur. Lebt in Fribourg