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Jenseits psychotherapeutischer Schulen sollte jeder Behandler über ein basales Handwerkszeug für seine tägliche Arbeit verfügen, das er für sich laufend fortentwickelt. Gemeint sind nicht primär Techniken und Methoden, die immer auch schulengebunden sind, sondern Haltungen, die sich umschreiben lassen mit "Zuhören und Sehen", "Verstehen", "Deuten", "abstinent sein", "Arbeitsbündnisse herstellen", "Behandlungen beenden". Auch der Umgang mit Medikamenten wie Psychopharmaka zählt hierzu.Der Band liefert mit den acht Beiträgen namhafter Vertreter/-innen aus dem Bereich Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie eine wichtige Diskussionsgrundlage für das Selbstverständnis therapeutischer Professionalität.
About the author
Prof. Dr. med. Michael Schulte-Markwort, geboren 1956 in Osnabrück, studierte Medizin und Philosophie in Marburg und Kiel. Nach seiner Ausbildung zum Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Lübeck erwarb er den Zusatztitel Psychotherapeut mit Schwerpunkt Psychoanalyse und Psychodrama. 1997 habilitierte er und wurde Professor für Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Universität Hamburg. Seit 2004 ist er Ärztlicher Direktor der Kinder- und Jugendpsychiatrie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) und dem Altonaer Kinderkrankenhaus. Nach Fachveröffentlichungen u.a. zum Thema Magersucht widmet er sich nun dem brennenden Problem des Burnout bei Kindern- und Jugendlichen, das er erstmalig für Deutschland diagnostiziert hat.