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Gustav Mesmer, bekannt als Ikarus vom Lautertal, kam 1903 in Oberschwaben zur Welt. Nach der Schule bewarb er sich um die Aufnahme im Benediktinerkloster Beuron. Er selbst schrieb darüber: "In Kloster Beuron hielt ich sechs Jahre aus, bis alle Himmelsherrlichkeit zerfiel, krank wurde und fortgewiesen, hinzugehen von wo ich gekommen." Bei einem Sonntagsspaziergang war er wie von Sinnen in eine Kirche gestürzt und hatte dort, vor der Gemeinde, eine Predigt gehalten. Ein Arzt schickte ihn in stationäre psychiatrische Behandlung, die er erst 1964 wieder verlassen durfte. In Buttenhausen arbeitete er dann noch 30 Jahre lang als Korbflechter und widmete sich seinem Traum, dem Bau von Flugfahrrädern. Er träumte davon, dass die mit Muskelkraft betriebenen Flugmaschinen einen "kleinen" Flugverkehr von Dorf zu Dorf ermöglichen.
Über das Leben Gustav Mesmers berichtet das Hörspiel von Holger Reile - ein Kleinod kritischer Heimatgeschichte. Die Biographie des Heimatlosen hat Alexander Köberlein ( bekannt als Musiker von "Schwoißfuaß" und "Grachmusikoff") so fasziniert, dass er die Stationen dieses tragischen Lebens musikalisch einfühlsam ausgemalt hat.