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Liefern
Roman

Allemand · Livre Relié

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Description

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»Prallvoll mit Überlebenslust, Herzwärme und Witz.« Pieke Biermann
Sie sind überall, wir sehen sie jeden Tag. Egal ob in Delhi, Tel Aviv, Buenos Aires, Istanbul oder Berlin, überall schwirren sie durch die Städte: Essenslieferanten. Tomer Gardi verbindet ihre Geschichten zu einem weltumspannenden Gegenwarts-Epos. »Liefern« erzählt von Rassismus und Ausbeutung, von Liebe, Familie und der großen Sehnsucht nach Verbundenheit. So gegenwärtig, so international, so politisch und leichtfüßig zugleich war lange kein deutscher Roman.
Der Roman entstand in Zusammenarbeit mit Anne Birkenhauer, die auch den Teil »Mimesis« aus dem Hebräischen übersetzt hat.
Filmon, der aus Eritrea nach Tel Aviv geflüchtet ist, arbeitet als Lieferant. Er will genug Geld sammeln, um seiner Frau und Tochter nach Berlin zu folgen. Sein Job ist immer in Gefahr, er hat keine Arbeitserlaubnis und fährt unter falschem Namen. Seine Frau und Tochter lernen Deutsch bei Nina im Bildungszentrum, die zu einem Austauschsemester nach Delhi reist, wo sie sich in den Argentinier Ramón verliebt. Der Erzähler fährt nach Istanbul, um nach einer Gaunerei bei einem Literaturpreis das Preisgeld zu verprassen. Und in Buenos Aires muss Ramóns Mutter mit der Abwesenheit ihres Sohnes fertig werden. »Liefern« ist eine literarische Weltreise in sechs Episoden und eine Feier der Erzählkunst, wie sie nur Tomer Gardi veranstalten kann: tiefgründig und humorvoll, mit politischer Sensibilität und literarischer Verve.

A propos de l'auteur










Tomer Gardi, geb. 1974 im Kibbuz Dan in Galiläa, studierte Literatur und Erziehungswissenschaft in Tel Aviv und Berlin. 2016 erschien sein Debütroman "Broken German". Einen Auszug daraus las er beim Ingeborg-Bachmann-Preis in Klagenfurt. Sein letzter Roman "Eine runde Sache" (2022) wurde mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet. Seine Arbeiten wurden mehrfach mit renommierten Stipendien ausgezeichnet. Für seinen aktuellen Roman "Liefern" (2025) hat Tomer Gardi über drei Jahre in fünf Städten vor Ort recherchiert. Tomer Gardi lebt in Berlin.


Résumé

»Prallvoll mit Überlebenslust, Herzwärme und Witz.«Pieke Biermann

Sie sind überall, wir sehen sie jeden Tag. Egal ob in Delhi, Tel Aviv, Buenos Aires, Istanbul oder Berlin, überall schwirren sie durch die Städte: Essenslieferanten. Tomer Gardi verbindet ihre Geschichten zu einem weltumspannenden Gegenwarts-Epos. »Liefern« erzählt von Rassismus und Ausbeutung, von Liebe, Familie und der großen Sehnsucht nach Verbundenheit. So gegenwärtig, so international, so politisch und leichtfüßig zugleich war lange kein deutscher Roman.


Der Roman entstand in Zusammenarbeit mit Anne Birkenhauer, die auch den Teil »Mimesis« aus dem Hebräischen übersetzt hat.

Filmon, der aus Eritrea nach Tel Aviv geflüchtet ist, arbeitet als Lieferant. Er will genug Geld sammeln, um seiner Frau und Tochter nach Berlin zu folgen. Sein Job ist immer in Gefahr, er hat keine Arbeitserlaubnis und fährt unter falschem Namen. Seine Frau und Tochter lernen Deutsch bei Nina im Bildungszentrum, die zu einem Austauschsemester nach Delhi reist, wo sie sich in den Argentinier Ramón verliebt. Der Erzähler fährt nach Istanbul, um nach einer Gaunerei bei einem Literaturpreis das Preisgeld zu verprassen. Und in Buenos Aires muss Ramóns Mutter mit der Abwesenheit ihres Sohnes fertig werden. »Liefern« ist eine literarische Weltreise in sechs Episoden und eine Feier der Erzählkunst, wie sie nur Tomer Gardi veranstalten kann: tiefgründig und humorvoll, mit politischer Sensibilität und literarischer Verve.

Commentaire

»Tomer Gardi hat sein Thema in eindrucksvoller Breite und Tiefe recherchiert, das globalisierte System der Unterdrückung und Ausbeutung besonders von Migranten, aber ebenso von politisch Unliebsamen, die sich gegen keine Zumutung wehren können. Noch beeindruckender ist, wie es Gardi gelingt, die vielen naheliegenden Fallen zu vermeiden. 'Liefern' ist alles andere als ein Elendsporno, keine sozialpolitische Anklageschrift, sondern eine witzig-rasante Reise an geografische, vor allem aber an gesellschaftliche Orte, die die meisten seiner Leser kaum je erblicken werden.« Eva Menasse, Die Zeit, 26. Februar 2026 Eva Menasse Die Zeit 20260226

Détails du produit

Auteurs Tomer Gardi, Anne Birkenhauer
Collaboration Anne Birkenhauer (Traduction)
Edition Tropen
 
Contenu Livre
Forme du produit Livre Relié
Date de parution 14.02.2026
Catégorie Littérature > Littérature (récits) > Littérature contemporaine (après 1945)
 
EAN 9783608502633
ISBN 978-3-608-50263-3
Nombre de pages 320
Dimensions (emballage) 15 x 2,5 x 21,5 cm
Poids (emballage) 472 g
 
Catégories Gesellschaftskritik, Migration, Globalisierung, Solidarität, Gegenwartsliteratur, Berlin, Ausbeutung, Politische Literatur, Istanbul, Buenos Aires, Soziale Ungleichheit, Tel-Aviv, urbanes Leben, Delhi, Gesellschaftspanorama, multiperspektivisch, auseinandersetzen, Erzählerisches Thema: Vertreibung, Exil, Migration, Erzählerisches Thema: Identität / Zugehörigkeit, Lieferdienste, literarische Weltreise
 

Commentaires des clients

  • Globale Ausbeutung

    Écrit le 18. février 2026 par Moff.

    Von Cover und Gestaltung des Buchs war ich vorerst angetan, gerade hatten sich Lieferdienste in ein persönliches Thema für mich entwickelt, als ich das neu erschienene Buch von Toner Gardi entdeckte. Es wird schnell klar, was Thema dieses Buches sein wird. Zu Beginn wird man direkt in die Handlung geworfen, man lernt den ersten Essenslieferanten kennen, er kommt aus Eritrea und liefert nun in Tel Aviv. Zügig wird ein zweiter Charakter eingeführt, dann ein Dritter, usw. Der Einblick in das Leben verschiedener Lieferant*innen in unterschiedlichen Länderkontexten ist zu Beginn noch spannend, da es die Globalität des Arbeitskampfes im heutigen Kapitalismus grafisch nachzeichnet. Die Probleme, die Monopolunternehmen wie Lieferando, Uber, etc. schaffen sind überall gleich. Dann lernen wir auch Belieferte kennen, Menschen, die konsumieren. Zu Beginn noch interessant, rutscht doch die Menge an Charakteren, in deren Leben wir jeweils nur kurze Einblicke erhaschen im Verlauf des Buchs ins Chaotische ab. Der Handlung ist nicht mehr zu folgen, falls es sie noch gibt. Ein großartiges Thema, leider ein wenig chaotisch umgesetzt. Durch seinen fragmentarischen Aufbau allerdings leicht und schnell zu lesen, ein Blick in das Buch lohnt sich dennoch!

  • Geschichten von Essenslieferanten

    Écrit le 14. février 2026 par anonym.

    Das bequeme Bestellen von Essen mit der anschließenden schnellen Anlieferung durch Boten verbreitet sich immer mehr in unserer Gesellschaft. Doch haben wir uns schon einmal Gedanken über das Leben dieser Boten gemacht, die wir meistens kaum wahrnehmen? Dieses Buch bietet nun dafür hinreichend Anlass. Der Autor hat mehrere Geschichten über Essenslieferanten verfasst, die überall auf der Welt unterwegs sind – in Tel Aviv, Delhi, Berlin, Istanbul, Buenos Aires. Wir machen quasi eine Weltreise, die sehr rasant und atemberaubend verläuft (für meine Begriffe schon fast zu schnell). Die Schicksale dieser Essensboten sind, wenn wir die Wohlstandsmaßstäbe unserer deutschen Gesellschaft ansetzen, unfassbar. Da ist etwa der eritreische Flüchtling, der von seinem letzten Aufenthaltsort Tel Aviv unbedingt zur Zusammenführung mit seiner Familie nach Berlin will und sich mit Essensauslieferungen durchschlägt, oder der Türke in Istanbul, der trotz Universitätsabschlusses in Literatur im korrupten türkischen System keine Anstellung findet und deshalb vom Ausliefern lebt, oder die allein erziehende Inderin, die auf dem Motorrad Essensbestellungen im gefährlichen Straßenverkehr Delhis ausfährt. Allen gemeinsam ist, dass sie Ausbeutung, Gefahren, Rassismus und Diskriminierungen ausgesetzt sind, das aber aushalten, um „was zu werden“. Positiv ist, dass die einzelnen Kapitel, die den Fokus grundsätzlich auf jeweils einen Lieferanten legen, nicht lose aneinandergereiht sind, sondern in ihnen als Bindeglied die Protagonisten früherer Kapitel erneut auftauchen. Ein Tüpfelchen auf dem i ist noch, dass ein Kapitel von dem kurzen Zusammentreffen des Erzählers selbst mit einem Boten erzählt. Der Autor soll mehrere Jahre für das Buch recherchiert haben, was in den guten lokalen Kenntnissen gut erkennbar wird. Bei dieser Gelegenheit lernen wir Vieles über lokale Besonderheiten der einzelnen Länder, z.B. das indische Lichterfest Diwali, dass sich Istanbul mit Touristenschönheitsoperationen einen großen Bekanntheitsgrad verschafft hat, die Rosenindustrie Kenias.
    Ein Buch mit einer gehörigen Portion Gesellschaftskritik, geeignet für Globetrotter und an globaler Politik Interessierten.

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