Description
Détails du produit
| Auteurs | Stefan Hertmans |
| Collaboration | Ira Wilhelm (Traduction) |
| Edition | Diogenes |
| Contenu | Livre |
| Forme du produit | Livre Relié |
| Date de parution | 22.10.2025 |
| Catégorie |
Littérature |
| EAN | 9783257073560 |
| ISBN | 978-3-257-07356-0 |
| Nombre de pages | 352 |
| Dimensions (emballage) | 12,2 x 2,4 x 18,9 cm |
| Poids (emballage) | 323 g |
| Catégories |
Tod |
Commentaires des clients
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Anders
Die Geschichte einer innigen und unkonventionellen Freundschaft, wobei das Wort Freundschaft hier fast zu kurz greift, zwischen Anton und seinem Studenten Dius, dem Protagonisten und Namensgeber der Geschichte. Die Stimmung bleibt über den Roman hinweg verzaubernd und besonders, die aus Antons Perspektive erzählte Geschichte spielt von Kunst und Interessen, welche vielleicht in der heutigen Gesellschaft nicht jeder teilt. In diesem Werk wirkt nichts belanglos, alles scheint eine Bedeutung zu haben. Eine fein skizzierte Geschichte, wobei vor allem die beiden Hauptcharaktere den Roman zu dem machen, was er ist. So ist es kein Buch zum "eben mal lesen", sondern eher eines, für das man sich Zeit und Ruhe nehmen muss. Ab und an habe ich das Lesen dadurch als fast anstrengend empfunden, alles in allem aber als sehr inspirierend. Ein intensives Buch mit Tiefgang, was lange nachhallt und sicherlich nicht so schnell vergessen wird!
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Ein leiser Roman
Mit „Dius“ erschafft Stefan Hertmans ein Buch, das lange nachklingt – wie ein Musikstück, dessen letzte Töne noch durch den Raum schweben, obwohl die Melodie verklungen ist. Im Zentrum steht Egidius Dius De Blaeser, ein charismatischer, verletzlicher und zugleich abgründiger Kunststudent, dessen Talent und innere Zerrissenheit die Handlung tragen. Hertmans gelingt es, eine Figur zu zeichnen, die man nicht so leicht vergisst.
Begegnungen, die prägen
Die Geschichte beginnt mit einem überraschenden Moment: Dius steht plötzlich vor der Tür seines früheren Professors Anton. Zwischen den beiden Männern entfalten sich intensive Gespräche, die weit über Kunst hinausgehen. Es entsteht eine stille Wahlverwandtschaft, die jedoch von einer einzigen Lüge erschüttert wird. Jahre später treffen die beiden erneut aufeinander – nun gezeichnet vom Leben, doch die gemeinsame Vergangenheit wirkt noch nach.
Kunst im Zentrum der Erzählung
Neben den Figuren selbst ist die Kunst ein eigener Hauptdarsteller. Hertmans fragt, welche Emotionen und Gedanken ein Gemälde auslösen kann, wie Bilder Freundschaften reflektieren und unsere Wahrnehmung von Welt und Natur beeinflussen. Die Natur, deren Zerstörung im Roman eine leise Rolle spielt, wird zum Spiegel für die inneren Zustände der Figuren – und regt zum Nachdenken über unsere eigene Verantwortung an.
Sprachliche Feinheit und poetische Kraft
„Dius“ ist ein Roman der Zwischentöne, der leisen Momente und der unausgesprochenen Fragen. Der Schreibstil verlangt Aufmerksamkeit und Ruhe – man liest das Buch nicht in einem Rutsch, sondern lässt jede Szene wirken. Jede Begegnung, jeder Gedanke entfaltet Bedeutung, die lange nachhallt und den Leser tief berührt.
Fazit
Stefan Hertmans liefert mit „Dius“ ein literarisches Juwel für alle, die leise, poetische und feinfühlige Romane lieben. Ein Buch über Freundschaft, Wahrheit, Kunst und die subtilen Verbindungen zwischen Menschen und Bildern. Wer sich auf diesen Roman einlässt, wird mit einer eindringlichen, nachdenklichen und berührenden Lektüre belohnt, die noch lange im Gedächtnis bleibt. -
Mit allen Sinnen
In seinem neuen lesenswerten Roman „Dius“ entfaltet Stefan Hertmans eine faszinierende Geschichte einer unkonventionellen sowie zerbrechlichen Männerfreundschaft – Anton ist Dozent für Kunstphilosophie und ist fasziniert von dem jüngeren, aufgeweckten Studenten Egidius De Blaeser (Dius), der ihm seine Gesellschaft anbietet.
Anfangs noch skeptisch, wird Anton schnell süchtig nach den langen Spaziergängen und Gesprächen mit Dius in dessen Landhaus in der flämischen Polderlandschaft – sie philosophieren über die Kunst, Musik, über das Leben, die Veränderungen und Naturzerstörung. Am Schreibtisch im Dorfhaus ist Anton weit weg von der Stadt und das Zuhause mit seiner Freundin – die Beziehung scheint langsam in die Brüche zu gehen, auch aufgrund einer Affäre. Der intellektuelle Kopfmensch Anton lässt sich inspirieren von Dius' Gefühlen, Kraft und Impulsivität, doch beide sind auch ambivalent und Dius, der eine schwierige Kindheit hatte, zudem undurchsichtig.
„Dius“ ist ein sehr feinsinniger, poetischer Roman, der sich langsam entwickelt und weniger von der Handlung, sondern von der sinnlich-bewegenden Beschreibung der fragilen Freundschaft getragen wird. Mit wunderschönen einprägsamen Landschaftsbildern verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und das Betrachten von Kunstgemälden – Stefan Hertmans lässt unzählige Verweise auf Kunst, Musik und Philosophie einfließen und vertieft so die Gefühlswelten seiner Protagonisten. Aus der reflektierenden Perspektive blickt der Ich-Erzähler Anton im etwa 340 Seiten starken Roman auf seine Vergangenheit und Zeit mit Dius zurück – auch einige unterhaltsame Anekdoten fließen mitein sowie eindringliche Gedanken, verpackt in präzise treffenden Sätzen, über verpasste Chancen und Verluste.
Kunstvoll verwebt Stefan Hertmans sinnlich beschriebene Ausflüge in die Kunstgeschichte und in die flämische Natur mit dem feinfühligen Sinnieren seines Ich-Erzählers. Ein gelungener Roman, der zwar zwischendurch Längen aufweist, aber mit vielschichtigen Sinnen und Emotionen anspricht. -
Eine Männerfreundschaft
Der Roman handelt von einer ungewöhnlichen Freundschaft zwischen dem Dozenten an einer Kunsthochschule Anton und seinem zehn Jahre jüngeren talentierten Studenten Dius. Letzter bittet Anton ungeniert um seine Freundschaft. Diese beginnt sich tatsächlich in Dius Dorfhaus in den Poldern im Norden Belgiens zu entwickeln, in dem Anton in Ruhe seine Dissertation beenden kann. Das Haus wird zu ihrem gemeinsamen Mittelpunkt. In rauer Natur machen sie Spaziergänge, arbeiten konzentriert, sprechen über Kunst, Musik und Philosophie. Mit dem Fortzug Dius nach Italien nach seiner Heirat endet der Kontakt, bis Dius Jahre später wieder vor Antons Tür steht und sich Anton daraufhin zu ihm nach Italien begibt, wo sich die Ereignisse tragisch entwickeln.
Das Thema Freundschaft steht im Mittelpunkt des Romans. Allerdings lassen mich immer wieder Vorkommnisse zweifeln, ob Dius ein ehrliches Spiel mit Anton treibt, und gelegentlich auch umgekehrt. Die Geschichte ist leise erzählt. Wunderschön sind die Naturbeschreibungen. Und die Kunst spielt natürlich eine große Rolle, allerdings weniger die moderne als die der Renaissance. Überhaupt fragt man sich bei beiden Protagonisten, ob sie im Hier und Jetzt leben. Anton erweckt geradezu Mitleid, so introvertiert und einsam wie er geschildert wird. Einfach zu lesen ist der Roman nicht, wofür die sehr ausführlichen Abschweifungen auf Kunst, Musik und Philosophie sorgen. Aber für Leser anspruchsvoller Literatur sehr empfehlenswert. -
Intensiver Roman über menschliche Begegnungen
Stefan Hertmans Roman Dius erzählt die Geschichte des Professors Anton, dessen Leben durch das unerwartete Erscheinen eines mysteriösen Studenten namens Dius durcheinandergewirbelt wird. Dius, frech und unkonventionell, bahnt sich seinen Weg in Antons Privatleben und lädt ihn auf eine Reise in ein altes Dorfhaus ein. Hertmans entwirft ein psychologisch dichtes Szenario, in dem die Grenzen zwischen Lehrer und Schüler verschwimmen. Der Roman ist eine packende Auseinandersetzung um die menschlichen Psyche und Beziehungen. Hertmans brilliert mit feinfühliger Erzählkunst und lässt die Leser tief in die Gefühlswelten seiner Figuren eintauchen. Die nordische Landschaft dient als atmosphärischer Hintergrund für diese subtile Erzählung. Es ist ein intensives Werk, das zum Nachdenken über menschliche Begegnungen anregt.
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