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Der Preis der Gleichgültigkeit
Poetiken der Indifferenz im 19. Jahrhundert für und gegen die Ökonomie

Allemand · Livre de poche

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Description

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Leistet die Gleichgültigkeit Widerstand gegen den kapitalistischen Markt oder arbeitet sie ihm zu? Im Zentrum der Studie steht die Kippfigur der Gleichgültigkeit in der Literatur des 19. Jahrhunderts. Der Siegeszug des bürgerlichen Kapitalismus beruht auf monetären Äquivalenzen, die im "Zeitalter der Gleichheit" (Tocqueville) von politischen und geschlechtlichen Semantiken gerahmt werden. Als abstrakter Gleichmacher scheint das Geld Tendenzen der Objektivierung zu verstärken und Gegenstrategien der Subjektivierung und Extravaganz herauszufordern. Gleichgültigkeit evoziert bei Emile Zola, Gottfried Keller, Guy de Maupassant, E.T.A. Hoffmann, Catherine Gore und Henry James mal ein aristokratisches Desinteresse des Subjekts, mal die Melancholie des Entzugs. So oszilliert das Erbe der Stoa in den Poetiken der Indifferenz des 19. Jahrhunderts und bleibt eine zweifelhafte Geste der Befreiung. Der "Preis der Gleichgültigkeit" liegt in den Widersprüchen einer Haltung, die Wertschöpfung ablehnt und zugleich fördert.

A propos de l'auteur










Anna Hordych ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Deutsche Philologie der Ludwig-Maximilians-Universität München.


Résumé

Leistet die Gleichgültigkeit Widerstand gegen den kapitalistischen Markt oder arbeitet sie ihm zu? Im Zentrum der Studie steht die Kippfigur der Gleichgültigkeit in der Literatur des 19. Jahrhunderts. Der Siegeszug des bürgerlichen Kapitalismus beruht auf monetären Äquivalenzen, die im „Zeitalter der Gleichheit“ (Tocqueville) von politischen und geschlechtlichen Semantiken gerahmt werden. Als abstrakter Gleichmacher scheint das Geld Tendenzen der Objektivierung zu verstärken und Gegenstrategien der Subjektivierung und Extravaganz herauszufordern. Gleichgültigkeit evoziert bei Emile Zola, Gottfried Keller, Guy de Maupassant, E.T.A. Hoffmann, Catherine Gore und Henry James mal ein aristokratisches Desinteresse des Subjekts, mal die Melancholie des Entzugs. So oszilliert das Erbe der Stoa in den Poetiken der Indifferenz des 19. Jahrhunderts und bleibt eine zweifelhafte Geste der Befreiung. Der „Preis der Gleichgültigkeit“ liegt in den Widersprüchen einer Haltung, die Wertschöpfung ablehnt und zugleich fördert.

Détails du produit

Auteurs Anna Hordych
Edition Brill Fink
 
Contenu Livre
Forme du produit Livre de poche
Date de parution 13.06.2025
Catégorie Sciences humaines, art, musique > Linguistique et littérature > Littérature générale et comparée
 
EAN 9783770569243
ISBN 978-3-7705-6924-3
Nombre de pages 386
Illustrations 10 Farbzeichn.
Dimensions (emballage) 15,5 x 2,7 x 23,7 cm
Poids (emballage) 662 g
 
Thème Periplous, Münchener Studien zur Literaturwissenschaft
Catégories Gesellschaftskritik, Kapitalismus, Entfremdung, Spekulation, Marxismus, Aristokratie, Bürgertum, Verhalten, Gender Studies, Literatur, Rhetorik, Literaturwissenschaft, Gender, Capitalism, Queer Studies, Dekadenz, Bourgeoisie, auseinandersetzen, decadence, Alienation, Marxism, Aristocracy, Social Criticism, Speculation, conduct
 

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