En savoir plus
1966 schuf Sol LeWitt mit seinen "drawings without drawing" (Zeichnungen ohne zu zeichnen) einen neuen Werktypus und ersetzte so die herkömmliche Zeichnung durch verschiedene Arten des Faltens von Papier. 1969 begann die regelmäßige Arbeit an seinen "folds" (Faltungen), die zunächst als Geschenke für Freunde gedacht waren, dann auch als Werke für den Galerieverkauf. Ab 1971 kamen die "rips" (Reißungen) hinzu, bestehend aus Zeichnungen aus zerrissenem Papier. Von unterschiedlich gerissenen Papieren verschiedener Größen und Farben wechselte LeWitt zu Stadtplänen sowie Luftaufnahmen von Florenz, Manhattan und Chicago, aus denen er Partien entfernte. Den systematischen Ansatz, auf dem sein Schaffen gründete, wandte er auch auf die "folds" und "rips" an, und so entstanden sie meist in Werkreihen.
Der vorliegende Band stellt erstmals die Arbeiten vor, begleitet von einem historischen Essay und einem Gesamtverzeichnis der "folds" und "rips".
Résumé
In 1966, Sol LeWitt conceived a new type of work, “drawings without drawing”, replacing traditional drawing by using various ways of folding paper. In 1969, he started to regularly produce what he called Folds, first as gifts to friends, but then as works to be distributed by his dealers. In 1971 he added the Rips, drawings made of ripped paper. LeWitt went from ripping papers of various sizes and colors in different ways, to working with city maps, airview photos of Florence, Manhattan and Chicago from which he removed areas. The systematical approach on which LeWitt’s work is based, was also applied to the Folds and Rips, and so they most often were created in series. The book presents these works for the first time, with a historical essay, and a complete catalogue of the Folds and the Rips.