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Demokratie und Emotion
Was ein demokratisches Wir von einem identitären Wir unterscheidet

Allemand · Livre de poche

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Description

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Demokratie ist ein Versprechen: die Herrschaft des Volkes. Das Volk ist aber keine Einheit. Es setzt sich zusammen aus vielen Individuen. Wie kann sich angesichts dieser Verschiedenheit ein demokratisches Wir einstellen, das der Versuchung eines identitären Wir widersteht?
Ein Wir ist immer emotional verfasst. Das identitäre Wir sieht in der Verschiedenheit eine Gefahr. Identitätspolitisch zielt es auf die Einhegung von Pluralität durch Assimilation oder auf ihre Bekämpfung durch Exklusion (Identitäre Bewegung). Seine emotionalen Kräfte sind Stolz und Zorn.
Das demokratische Wir ist plural. Es erkennt die Verschiedenheit der Individuen und des Ganzen an. Es ist ein revolutionäres Wir: Es empowert und verändert das Ich und bringt so die Verhältnisse zum Tanzen. Seine emotionale Verfasstheit beruht wesentlich auf einer Sensibilisierung. Das demokratische Wir steht für eine leidempfindliche und differenzsensible Politik, die nicht bei der Wahrnehmung des eigenen Leids stehen bleibt, sondern empfänglich ist für das Leid Ander*er.

A propos de l'auteur










Jürgen Manemann (Prof. Dr.), geb. 1963, ist Direktor des Forschungsinstituts für Philosophie Hannover. Seine Forschungsschwerpunkte sind Umweltphilosophie, neue Demokratietheorien und die Verhältnisbestimmung von Religion und Politik.


Résumé

Demokratie ist ein Versprechen: die Herrschaft des Volkes. Das Volk ist aber keine Einheit. Es setzt sich zusammen aus vielen Individuen. Wie kann sich angesichts dieser Verschiedenheit ein demokratisches Wir einstellen, das der Versuchung eines identitären Wir widersteht?Ein Wir ist immer emotional verfasst. Das identitäre Wir sieht in der Verschiedenheit eine Gefahr. Identitätspolitisch zielt es auf die Einhegung von Pluralität durch Assimilation oder auf ihre Bekämpfung durch Exklusion (Identitäre Bewegung). Seine emotionalen Kräfte sind Stolz und Zorn.Das demokratische Wir ist plural. Es erkennt die Verschiedenheit der Individuen und des Ganzen an. Es ist ein revolutionäres Wir: Es empowert und verändert das Ich und bringt so die Verhältnisse zum Tanzen. Seine emotionale Verfasstheit beruht wesentlich auf einer Sensibilisierung. Das demokratische Wir steht für eine leidempfindliche und differenzsensible Politik, die nicht bei der Wahrnehmung des eigenen Leids stehen bleibt, sondern empfänglich ist für das Leid Ander*er.

Texte suppl.

»Ein erfrischender und anregender Zwischenruf in der Debatte um Emotionen und Demokratie.«

Commentaire

Besprochen in:
Salzburger Theologische Zeitschrift, 22/2 (2018)
Süddeutsche Zeitung, 24.11.2020, Jens-Christian Rabe Jazz & Politik (Bayern 2), 04.09.2021, Lukas Hammerstein

Détails du produit

Auteurs Jürgen Manemann, Jürgen Manemann
Edition Transcript
 
Contenu Livre
Forme du produit Livre de poche
Date de parution 01.09.2019
Catégorie Littérature spécialisée > Philosophie, religion > Philosophie: général, ouvrages de référence
Sciences humaines, art, musique > Sciences humaines en général
 
EAN 9783837649796
ISBN 978-3-8376-4979-6
Nombre de pages 126
Dimensions (emballage) 15,3 x 22,6 x 1 cm
Poids (emballage) 208 g
 
Thème X-Texte zu Kultur und Gesellschaft
Catégories Kultur, Philosophie, Demokratie, Politische Philosophie, Revolution, Gemeinschaft, Populismus, Gesellschaft und Kultur, allgemein, Politik, Sozialwissenschaften, Soziologie, Politisches System: Demokratie, Soziale und politische Philosophie, Education, Politics, Culture, Cultural Studies, Political Ideologies, Populism, Democracy, Politische Theorie, Community, Philosophy, Philosophie / Gesellschaft, Politik, Staat, Political Philosophy, Social & cultural anthropology, ethnography, Political Theory, Political activism, Politik; Populismus; Revolution; Kultur; Gemeinschaft; Politische Philosophie; Politische Theorie; Philosophie, Humankind, Ethics & moral philosophy, Fascism & Nazism, Migration, immigration & emigration, auseinandersetzen, Demonstrations & protest movements, Sociology and anthropology, Central government policies, Politischer Aktivismus / Politisches Engagement, Philosophy and psychology, Culture and institutions, The political process, Factors affecting social behavior, Social processes, Systems of governments and states, International migration and colonization, Groups of people, Ethics (Moral philosophy)
 

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