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Erneuerung der alten Rechten? - Nationalistische Diskurse in Deutschland und Frankreich, 1951-1971

German · Hardback

Will be released 15.04.2026

Description

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Zeitschriften wie Nation Europa und Défense de l`Occident tradierten nach 1945 die alte rechtsradikale Ideologie.Marie Müller-Zetsche rekonstruiert die intellektuelle Vorgeschichte der »Neuen Rechten« in der Bundesrepublik Deutschland und Frankreich anhand zweier zentraler rechtsradikaler Zeitschriften: Nation Europa und Défense de l`Occident. Im Zentrum steht die Frage, wie faschistische und nationalsozialistische Ideologiefragmente in diesen zentralen rechtsradikalen Zeitschriften nach 1945 tradiert, recodiert und an neue politische Kontexte angepasst wurden - etwa durch Begriffsverschiebungen von »Rasse« zu »Kultur« oder durch die Konstruktion eines »europäischen Nationalismus« als strategisches Dach. Die Autorin kann dabei zeigen, wie ein Netzwerk von »politischen Schriftstellern« über Jahrzehnte hinweg ideologische Kontinuitäten schuf, Narrative bewahrte und Diskursräume öffnete, die für spätere rechte Bewegungen anschlussfähig wurden. Dabei steht nicht nur die inhaltliche Tradierung im Fokus, sondern auch die publizistische Strategie: Wiederholung, scheinbarer Pluralismus, Kampf um Begriffe, Übersetzung und transnationale Vernetzung.

About the author

Marie Müller-Zetzsche, geb. 1983, z. Z. freischaffende Historikerin, studierte Kulturwissenschaften und Französisch an der Universität Leipzig und wurde dort 2018 in einem Cotutelle-Verfahren mit der Université de Lorraine in Vergleichender Kultur- und Gesellschaftsgeschichte promoviert. Die vorliegende Studie erstand am Moses Mendelssohn Zentrum Potsdam im Projekt »Die radikale Rechte in Deutschland, 1945-2000« in Kooperation mit dem Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung.

Summary

Zeitschriften wie Nation Europa und Défense de l`Occident tradierten nach 1945 die alte rechtsradikale Ideologie.

Marie Müller-Zetsche rekonstruiert die intellektuelle Vorgeschichte der »Neuen Rechten« in der Bundesrepublik Deutschland und Frankreich anhand zweier zentraler rechtsradikaler Zeitschriften: Nation Europa und Défense de l`Occident. Im Zentrum steht die Frage, wie faschistische und nationalsozialistische Ideologiefragmente in diesen zentralen rechtsradikalen Zeitschriften nach 1945 tradiert, recodiert und an neue politische Kontexte angepasst wurden – etwa durch Begriffsverschiebungen von »Rasse« zu »Kultur« oder durch die Konstruktion eines »europäischen Nationalismus« als strategisches Dach. Die Autorin kann dabei zeigen, wie ein Netzwerk von »politischen Schriftstellern« über Jahrzehnte hinweg ideologische Kontinuitäten schuf, Narrative bewahrte und Diskursräume öffnete, die für spätere rechte Bewegungen anschlussfähig wurden. Dabei steht nicht nur die inhaltliche Tradierung im Fokus, sondern auch die publizistische Strategie: Wiederholung, scheinbarer Pluralismus, Kampf um Begriffe, Übersetzung und transnationale Vernetzung.

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