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Der niederländische Aufstand gegen Spanien (1568 1609) gehört zu den Ereignissen, die die mittelalterliche von unserer heutigen modernen Welt trennen. Er läutete ein neues Zeitalter ein. Es gab große Schlachten und kleine Scharmützel, heldenhafte Niederlagen und ruchlose Siege und eine bis dahin nicht gesehene Medienvielfalt. Sieger des Kampfes war am Ende nicht der militärisch Stärkere, sondern der propagandistisch Geschicktere.Aus kommunikationswissenschaftlicher Sicht fragt der Autor nach den Ursachen und Folgen dieses Konfliktes. Anschaulich führt er aus, dass das Ergebnis des Aufstandes von seinen Protagonisten anfangs keinesfalls gewollt war, dann aber geschickt verklärt wurde und bis heute unser Bild vom damaligen Geschehen prägt.
About the author
Dirk Maczkiewitz (geb. 1971) studierte von 1992 bis 1998 Geschichte, Kommunikationswissenschaften und Geographie an der Westfälischen Wilhelms-Universität zu Münster und promovierte dort im Jahre 2003. Dirk Maczkiewitz lebt und forscht in der Nähe von Osnabrück und arbeitet als Redakteur in der TK-Branche.
Report
die Lektüre [lohnt sich], weil der methodische Ansatz die bewegenden Elemente der Aufstandsmotorik deutlich werden läßt und durchaus bekannte Interpretationsansätze, die sich verstreut in der Forschung zum Aufstand finden, in eine insgesamt schlüssige Argumentation einbindet. [...] Besonders gelungen ist die Darstellung des Systems der Niederlande am Vorabend des Aufstandes im ersten Kapitel des Hauptteils. Sie bildet eine materialreiche und zugleich wohlgeordnete Basis für die systematische Aufbereitung des komplexen Sachverhalts. Was damit gemeint ist, wenn man den Aufstand (auch) als Propandakrieg charakterisiert, erhält eine deutliche Kunst. - Olaf Mörike in: Das Historisch-Politische Buch. 54. Jg. H.5/2006.